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Impulskontrolle –

Wie sich Hunde beherrschen lernen

Vortrag mit Viviane Theby

am Freitag, 7. September 2018, 18.00 – 21.00 Uhr, im Großraum Nürnberg

Springt Ihr Hund immer wieder Besuch an, kann er kaum abwarten bis es zum Spaziergang hinaus geht, fiept und bellt er ständig oder zeigt ein anderes aufmersamkeitsheischendes Verhalten? Geht er beim Spaziergang öfter stiften oder kann sich einfach nicht beherrschen, sobald er Wild sieht oder riecht?

Wenn Ihrem Hund die Selbstbeherrschung fehlt, er kaum Ruhe gibt, im Training schlecht ansprechbar ist oder alles andere in der Umgebung interessanter findet und sich einfach nicht zurücknehmen kann, dann sind Sie bei diesem Vortrag mit Viviane Theby genau richtig.

  • Impulskontrolle – was ist das?
  • Trainingsmaßnahmen und individueller Trainingsplan
  • Signale, Verstärker und Timing
  • Training unter Ablenkung
  • Anwendung im Alltag

Antijagdtraining –

wie man Hunde vom Jagen abhält

Pia Gröning, Ariane Ullrich

Mensch Hund! Verlag

Nicht selten werden Hundehalter durch die Jagdmotivation ihrer Hunde vor große Herausforderungen gestellt. Außerdem gibt es leider noch heute viele Methoden, mit denen den Hunden das Jagdverhalten „ausgetrieben“ werden soll und die obendrein alles andere als tierschutzgerecht und fair gegenüber Hund und Mensch sind – besonders wenn man bedenkt, dass das Jagdverhalten zum normalen Verhaltensrepertoire eines Hundes gehört.

Doch es geht auch anders! Das zeigen Pia Gröning und Ariane Ulrich mit ihrem Buch „Antijagdtraining“, das mittlerweile mehrfach überarbeitet in der 8. Auflage im Mensch-Hund-Verlag erscheint. Bereits im Vorwort von Dr. Martin Pietralla wird deutlich, dass es in diesem Buch nicht darum geht, dem Hund das Jagen einfach zu verbieten oder es ihm durch Strafen zu verleiden, sondern vielmehr eine sichere Kontrolle des Hundes auch in Gegenwart von Jagdauslösern durch Training auf Basis positiver Verstärkung zu erreichen. Gemäß dem Motto „Sie müssen wissen, was Ihr Hund tun soll. Es reicht nicht, zu wissen, was er nicht tun soll!“ zeigt es dem interessierten Hundehalter, wie er strukturiert an diesem schwierigen und zugleich interessanten Thema in der Hundeerziehung arbeiten kann.

“Antijagdtraining” ist ein Arbeitsbuch, das diesen Untertitel wirklich verdient hat.

Nach einer kurzen Einführung in das Jagdverhalten der Hunde und den nötigsten Informationen zum Grundverständnis der Lerntheorie gehen die Autorinnen sehr schnell zur Praxis über und geben detaillierte Anleitungen zur gemeinsamen Arbeit mit dem Hund in den verschiedenen Bereichen Schleppleinentraining, Basistraining, Kontrolle am Wild und alternative Aufgaben.

Der Aufbau der einzelnen Übungen ist dabei immer durchdacht und strukturiert, ein Trainingsplan am Ende des Buches bringt die einzelnen Übungsbereiche in eine sinnvolle Reihenfolge. Natürlich nicht ohne den Hinweis, dass jedes Mensch-Hund-Team individuelle Besonderheiten hat, an die – nicht nur der Trainingsplan, sondern auch die einzelnen Übungen – immer angepasst werden sollten. Hierfür zeigen die Autorinnen im Laufe des Buches immer wieder alternative Wege auf, die dem mitdenkenden Leser eine individuelle Anpassung des eigenen Trainings ermöglichen.

Besonders gut gefallen mir die praktischen Tabellen am Ende des Buches, die zusätzlich im Internet zum Download zur Verfügung stehen und ebenfalls das Training unterstützen. Hier findet man unter anderem eine Belohnungsliste, eine Blickkontaktliste, sowie eine Generalisierungsskala.

Neben den genannten Bereichen widmet sich das Buch auch der Prävention und dem Training mit zwei Hunden. Alle Kapitel sind sehr verständlich geschrieben und die Autorinnen vermitteln einen realistischen, bodenständigen Blick auf das Training mit einem jagdlich ambitionierten Hund. Dabei werden wissenschaftlich fundierte Kenntnisse „gebrauchsfertig“ verpackt und in die Praxis übertragen, so dass das Buch zu keinem Zeitpunkt trocken oder theoretisch erscheint und der Leser sich jederzeit verstanden und mit einbezogen fühlt: Aus der Praxis, für die Praxis!

Weder den moralisch erhobenen Zeigefinger, noch Seitenhiebe auf andere Bücher oder Autoren werden Sie in diesem Buch finden – dafür aber Comics von Heinz Gundel, die gute Laune machen.

Meiner Meinung nach ist dieses Arbeitsbuch ein Muss für alle Hundehalter, die einen Jagdhund oder einen jagenden Hund Ihr Eigen nennen dürfen und das schwierige Thema Jagdverhalten angehen möchten – mit dem Hund, nicht gegen ihn! Ein echter Easy Dogs-Insidertipp!

Zur Person

Vanessa Schäfer ist Hundetrainerin im IBH (Internationaler Berufsverband der Hundetrainer/innen) und leitet die Hundeschule eDOGcation in Essen, Mülheim und Umgebung. Neben dem Hundetraining interessiert sie sich besonders für tiergestützte soziale und pädagogische Arbeit. Bei der Arbeit begleiten sie ihre Hunde Sunny, Malenko und Arjuna.

Nachgehakt

von Ulrike Seumel:

Ich persönlich habe in der Praxis mit Impulskontrollübungen, wie Sie diese im Kapitel Basistraining finden, nur wenige Erfolge im Antijagdtraining erzielt und konnte auch ein paar Nebenwirkungen im Training feststellen.

Die beschriebenen Impulskontrollübungen richten sich nicht an jagdliche Auslöser, so dass der Hund nicht lernt, sich mit diesen Auslöser auseinander zu setzen, d.h. zum Beispiel stehen zu bleiben und die Bewegung von Rehen nur mit den Augen zu verfolgen. Ein Hund lernt in diesen Fällen seine Impulse nicht im Bezug auf jagdliche Auslöser zu kontrollieren und viele Hunde werden die Übungen nicht in den jagdlichen Bereich übertragen können.

Zudem ziehen solche Übungen außerhalb des jagdlichen Kontextes dem Hund viel Impulskontrolle ab.

Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass Impulskontrolle eine endliche Ressource des Gehirns ist und damit dem Hund nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Ist die tägliche Menge an Impulskontrolle aufgebraucht, muss diese wieder während der Schlafphasen aufgefüllt werden. Auch wir Menschen verfügen nicht im unbegrenzten Maß an Impulskontrolle - wie oft wünscht man sich die Tafelschokolade liegen zu lassen und schafft es nach einem anstrengenden Tag dennoch nicht. Ohne dieses Wissen könnten zu viele dieser Impulskontrollübungen zu Trainingsmisserfolgen und damit zu Frustration beim Hundehalter führen.

Die Impulskontrollübung dem Hund nach einem kurzen und sehr wilden Spiel das Spielzeug wegzunehmen und zu verstecken, halte ich für sehr kontraproduktiv. Der Hund verknüpft mit Spielzeug in solchen Fällen ein sehr hohes Erregungsniveau, da sein sowieso schon hohes Erregungsniveau aufgrund der erlebten Frustration noch weiter ansteigen wird. So genannte “Ball-Junkies” beginnen ihre Karriere meist durch solche Erfahrungen. Das aufgrund der Frustration weiter ansteigende Erregungsniveau könnte auch zum Auftreten von unerwünschten Verhalten wie zum Beispiel übermäßigen Bellen beitragen. Sollte Ihr Hund Spielzeug als hochwertige Ressource ansehen und dieses verteidigen, dann bitte ich Sie, diese Übung nicht durchzuführen und mit Hilfe eines passenden Hundetrainers erst an der Ressourcenverteidigung zu arbeiten.

Ebenfalls problematisch ist, dass diese Übungen sehr viel Impulskontrolle abziehen in Situationen, in denen Impulskontrolle gar nicht immer unbedingt notwendig wäre. Hunde, die jagdlich sehr ambitioniert sind, müssen oft und sehr lange an der Schleppleine laufen, was bereits einen großen Anteil an Impulskontrolle “verbraucht”, denn die Leine schränkt die Bewegungsfreiheit des Hundes ein. Zudem haben viele Hunde, die Jagdverhalten zeigen, oft auch noch zusätzlich Auslöser für aus menschlicher Sicht unerwünschte Verhaltensweisen. Auch für diese Auslöser benötigt der Hund seine Impulskontrolle. Da die Übungen im Buch Frustration beim Hund auslösen können und dadurch das Erregungsniveau ansteigt, kann Aggressionsverhalten wahrscheinlicher werden.

Auch ein Übermaß an Antijagdtraining kann ein Türöffner für Aggressionsverhalten sein, da der Hund seinen kompletten Vorrat an Impulskontrolle für jagdliche Auslöser “verbraucht”. Ein durchdachtes und gut strukturiertes Training kann zu einem gesunden Mittelmaß beitragen und damit unerwünschten Nebenwirkungen vorbeugen.

Zur Person

Ulrike Seumel arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Potsdam. Sie schreibt einen Blog über Hundetraining und liebt Gemüse über alles.

Ihr Blog richtet sich an Hundehalter, die ihren Hund mit Hilfe von Lerntheorie und positiver Verstärkung freundlich, verständnisvoll und erfolgreich durch den Alltag begleiten wollen. Zum Training mit Hunden und ihren Haltern kam sie über ihren Hund Paco, da der Ratschlag Angst zu ignorieren, keinen Erfolg brachte und Paco nicht mehr das Haus verlassen wollte. Verbinden Sie sich mit ihr auf Facebook, Google+ und YouTube. Ulrike Seumel hat einen empfehlenswerten Onlinekurs zum Thema "Der sichere Rückruf" erstellt.

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Grundschulplan für Welpen

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    Impulskontrolle hund

    Termine für Seminare und Workshops

    Impulskontrolle

    "Kein Anschluß unter dieser Nummer!"

    Als Fortbildung für die Hundetrainerzertifizierung von der Tierärztekammer Niedersachen anerkannt.

    Dozentin: Susanne Last

    sogar aggressives Verhalten. Jeder Hund ist eine eigene Persönlichkeit. So muß auch die Lösung des Problems individuell erstellt werden.

    Impulskontrolle - die Antwort auf viele Fragen

    Warum ist mein Hund so wie er ist?

    Was kann ich tun, damit er sein Verhalten ändert?

    Prävention und Therapie

    praktische Arbeit an individuellen Problemstellungen

    Schwerpunkt auf stressbedingten Erkrankungen und Verhaltensproblemen. Ihr Schwerpunkt ist die Verhaltensforschung. Sie ist durch die Tierärztekammern Schleswig-Holstein und Niedersachsen als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin anerkannt und zertifiziert und verfügt über die amtliche Erlaubnis Hunde auszubilden nach §11Tierschutzgesetz.

    De lütte Hof - Am Heidberg 2 - 29640 Schneverdingen OT Schülern

    Eingeladen sind alle Menschen mit ihren impulsiven Hunden (läufige Hündinnen können

    leider nicht teilnehmen). Die Hunde müssen altersgemäß geimpft und haftpflichtversichert

    sein. Bitte denken Sie an entsprechende Kleidung.

    Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 6 Mensch-Hund-Teams und 10 Teilnehmer/Innen

    ohne Hund begrenzt.

    Aktive Teilnahme mit Hund: 198,00 € pro Person , Teilnahme ohne Hund: 135,00 € pro Person, zzgl. Übernachtung und Verpflegung

    Teillnahme ohne Hund: 135,00 € pro Person, zzgl. Übernachtung und Verpflegung

    Der BARF-Blog

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    Über Glückshormone, Impulskontrolle und überflüssige Kohlenhydrate

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    Kann man mit der Nahrung Einfluss nehmen?

    Was hat das alles mit Kohlenhydraten zu tun?

    Der Einfluss von Fetten

    Der Einfluss von anderen Nährstoffen

    Weitere Faktoren und Nachteile der Kohlenhydratlieferanten

    Neben dem niedrigeren Gehalt an den genannten Vitaminen fehlt es der getreidereichen Ration obendrein auch an Kalium, Kupfer, Selen, Vitamin B2, B12, B5 und Biotin. Die Gehalte liegen sogar so niedrig, dass keine Bedarfsdeckung mehr stattfindet.

    Warum hat es dann in Studien trotzdem funktioniert?

    Fazit für Barfer

    Engin, A. et al. (2015): Tryptophan Metabolism: Implications for Biological Processes, Health and Disease

    Meyer, H. / Zentek, J. (2013): Ernährung des Hundes

    Miller, H. C. et al. (2010): SElf-Control Without a „Self“? Common Self-Control Processes in Humans and Dogs

    National Reserach Council (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Cats

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    Kommentare

    Hallo, eine Frage zum Beitrag.

    In der Berechnung? Das ist gekochter Reis. Also 50 % der Ration sind gekochter Reis und der Rest eben Fleisch + RFK und zwar so viel von letzterem, dass der Ca-Bedarf gedeckt ist. Bei 50 % rohem Reis würden die Werte wohl noch ganz anders aussehen.

    Deine Seite ist einfach klasse! Sehr informativ und immer fundiert recherchiert.Vielen Dank, dass du dein Wissen uns Hundebesitzern zur Verfügung stellst!

    Kürzlich habe ich ein Hundefutter gesehen, dass kein Getreide und auch kein Fleich enthält, aber dafür über 80% Insektenproteine mit hoher Verdaulichkeit. Kannst du etwas dazu sagen? Kann man seinen Hund wirklich mit Insektenproteine ausgewogen ernähren?

    Hallo, ich habe auf einem Hundeblog gelesen, das es gut ist Kohlenhydrate, als Leckerchen, zu füttern, wenn der Hund einer Stresssituation ausgesetzt ist, z.B. Hundeausstellungen. Was halten Sie davon? LG Sabine Fuchs

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    Die BARF „Todsünden“ – was sollte man nie tun?

    1. Nie gekochte Knochen verfüttern - Lebensgefahr! Kocht man Knochen, so werden sie spröde und porös. Sie können splittern und lebensgefährlich sein. Knochen IMMER roh füttern. Knochen sind übrigens ein wichtiger Bestandteil in der BARF-Ration. Wenn der Hund keine Knochen verträgt, müssen die adäquat ersetzt werden (mehr zu Knochen. )

    Die Jahresimpfung – eine unendliche Geschichte?

    BARF – eine Gefahr für die Menschheit?

    Bakterielle Belastung von Rohfleisch Kürzlich wurde eine Studie zum Thema „Zoonotische Bakterien und Parasiten im Rohfutter für Hunde und Katzen“ veröffentlicht. Ein Forschungsteam der Universität Utrecht hatte 35 Rohfutterrationen untersucht und herausgefunden, dass diese (Überraschung!) bakteriell belastet waren und zudem auch noch Parasiten (in dem Fall Würmer) enthielten. Die Quintessenz der Studie lautet: Rohfütterung stellt eine Gefahr für Hund und Halter dar, denn…

    Impulskontrolle beim Hund verbessern: Tipps fürs Training

    In mancher Hinsicht sind Hunde wie kleine Kinder, auch sie müssen Impulskontrolle und gutes Benehmen erst lernen. Folgt ein Hund stets unmittelbar jedem Impuls, der sich in ihm regt, kann das unangenehm bis gefährlich werden. Zudem ist es schwierig, Tieren etwas beizubringen, wenn diese ständig durch Impulse und Reize abgelenkt werden. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, die Selbstbeherrschung Ihres Vierbeiners zu verbessern.

    Sowohl für die Kinder- als auch die Hundeerziehung ist es wichtig, dass den Schützlingen nicht immer gleich nachgegeben wird – ansonsten lernen sie nie, Impulskontrolle auszuüben. Diese ist aber wichtig, um sich später in der Schule beziehungsweise im Training auf neue Lernstoffe konzentrieren zu können. Außerdem haben es Menschen und Tiere in Gesellschaft schwer, wenn sie stets sofort bekommen haben, was sie wollten, da sie nie gelernt haben, Rücksicht auf die Wünsche und Bedürfnisse anderer zu nehmen. Darüber hinaus können sich Kinder und Hunde versehentlich in Gefahr bringen, wenn sie ohne nachzudenken einfach machen, worauf sie gerade Lust haben.

    Impulskontrolle vom Hund nicht überstrapazieren

    Am besten lässt sich die Impulskontrolle beim Hund verbessern, wenn er mehr Vorteile von seiner Selbstbeherrschung hat als Nachteile. Es ist im ersten Moment natürlich frustrierend, wenn man einem Impuls nicht unmittelbar folgen kann. Doch ein gewisses Maß an Frustration kann jeder Vierbeiner aushalten – wie viel und in welchen Bereichen, hängt von seiner individuellen Persönlichkeit, seinem Temperament und rassetypischen Veranlagungen ab. Irgendwann ist das Maß jedoch voll und es ist dem Tier nicht mehr möglich, sich selbst zu beherrschen. Es kann dann sein, dass er von einem Moment auf den anderen scheinbar plötzlich "ausrastet", obwohl er sich vorher brav zusammengerissen hat.

    Übertreiben Sie es daher nicht mit dem Training zur Impulskontrolle und planen Sie ausreichend Ruhepausen sowie Spielstunden und andere vergnügliche Tätigkeiten für Ihr Haustier ein, damit es für die nächste Unterrichtsstunde ausreichend motiviert und fit ist. Unterteilen Sie das Training in kurze, einfache Einheiten, die sich nach und nach steigern, seien Sie konsequent, aber bleiben Sie fair.

    Prioritäten setzen: Wann braucht der Hund unbedingt Impulskontrolle?

    In manchen Situationen ist es nicht schlimm, wenn ihr Hund seinen unmittelbaren Impulsen und Instinkten folgt. In diesen Fällen müssen Sie nicht zwingend die Impulskontrolle verbessern. Dies erlaubt Ihnen, die Energie und Frustrationstoleranz Ihres Vierbeiners nur dort im Training zu nutzen, wo es notwendig ist. Schreiben Sie am besten eine Liste und setzen Sie Prioritäten, wann Ihr Hund sich beherrschen muss und wann nicht. So ist es zum Beispiel sinnvoll, Ihrem Wuff beizubringen, dass er an der Haustür warten muss, bis er angeleint und Sie vorgegangen sind, wenn Sie an einer verkehrsreichen Straße wohnen, damit er nicht einfach losrennt und aus Versehen vor ein Auto läuft. Geht es nur darum, ihn in den eingezäunten Garten hinauszulassen, muss er nicht unbedingt warten. Spannen Sie ihn nicht zu lange auf die Folter, sonst wird er früher oder später doch noch ungeduldig.

    Impulskontrolle verbessern: Lebensnahe Situationen fürs Training

    Hunde lernen am besten in konkreten, lebensnahe Situationen. Verbessern Sie die Impulskontrolle Ihres Vierbeiners daher nicht in abstrakten Übungen, sondern immer wieder im Alltag, wenn seine Selbstbeherrschung tatsächlich verlangt wird. Dies kann sich auf das Verlassen des Hauses beziehen, auf das Laufen an der Leine oder den Umgang mit Besuch. Auch, wenn es um Spielregeln auf dem Hundespielplatz geht, ist es wichtig, dass Ihr Haustier seine Impulse im Griff hat. Sie können sowohl positive Verstärkung als auch negative Verstärkung einsetzen – verhält sich Ihr vierbeiniger Schüler wie erwünscht, wird er belohnt. Dies kann ein Leckerli sein, aber auch Streicheleiheiten, ein Lob oder die Erlaubnis, dem Impuls doch noch zu folgen. Benimmt er sich ungeduldig, fängt an zu fiepen, zu jaulen oder zu bellen, bekommt er weder Belohnung noch Aufmerksamkeit. Beruhigt er sich, wird er wiederum belohnt.

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    Impulskontrolle – Erregung abbauen

    Ein Hund der sich selber kontrollieren kann, ist ein freier Hund. In einer von Menschen kontrollierten Welt muss unsere Fellnase lernen, sich zu benehmen. Die Verantwortung liegt bei jedem selbst dieses seinem Hund beizubringen.

    Manche Hunde werden mit einem niedrigen Erregungsniveau geboren, aber viele leben in einem aktivem Haushalt, wo sie ständig darauf programmiert werden wach und aktiv zu sein.

    Eine weitere Möglichkeit, bei Hunden mit einer schlechten Impulskontrolle, liegt in der 1) Kommunikation mit seinem Menschen. Aus Hundesicht ständig ungerechtfertigtes bestrafen – Leinenruck, Anschreien, Nackenschütteln etc. – lässt seine Erregung ebenfalls steigern. Druck erzeugt immer Gegendruck…

    Diese Fellnasen haben verlernt sich selbst zu kontrollieren und als Folge davon können sie einen erhöhten 2) Cortisolspiegel haben. Hunde die ständig unter Stress leben, werden körperlich und/oder geistig krank – sind oft schnell gereizt und aggressiv…

    Das kennen wir auch aus unserer zweibeinigen Welt. Fast jeder von uns hat einen unbeherrschten, schnell reizbaren Menschen in seiner Umgebung.

    Ich kenne zahlreiche Hunde die sich sehr schnell durch die Bewegungen des Alltags erregen lassen. Hier setzt unser Training an! Wir müssen beginnen die Erregung zu reduzieren.

    Wie kannst du das anstellen? Belohne nur noch ruhiges und beherrschtes Verhalten.

    Halte zukünftig die Augen auf in welchen Situationen deine Fellnase sich aufregt und dort ist euer Anfang.

    Das kann zum Beispiel das gemeinsame fertig machen zum Spaziergang sein, die Begrüßung wenn du nach Hause kommst, wenn dein Hund Artgenossen sieht, aus dem Auto steigt etc.

    Achte auf deine eigenen Körpersignale – bist du selber entspannt und ruhig – ist deine Atmung langsam und tief? Dein Hund spürt deine Aufregung! Setz dort an, wo dein Hund und du noch zuhören können.

    Ob Zwei- oder Vierbeiner, wir brauchen alle eine gewisse Impulskontrolle. Einige von uns müssen es erst lernen, einige haben es von Anfang an.

    1) Wie kommuniziert der Hund mit uns? Es gibt gute Literatur für das Ausdrucksverhalten/Beschwichtigungssignale bei Hunden. Lerne deine Fellnase kennen und damit seine Signale zu lesen und was IHM wichtig ist. So kann er lernen was DIR wichtig ist.

    2) Durch Stress wird nun der Normalzustand des Regelkreises verändert. Es wird Adrenalin ausgeschüttet. Dies geschieht durch Erregung des Sympathikus, einem Teil des vegetativen Nervensystems. Adrenalin verursacht die Steigerung der Pulsfrequenz und der Herzleistung, Erhöhung des Blutzuckerspiegels, die Erweiterung der Bronchien und Pupillen usw. Außerdem wird eine vermehrte Freisetzung des Botenstoffes ACTH verursacht, was wiederum die vermehrte Cortisolaussschüttung bewirkt. Der Körper wird in optimale Leistungsbereitschaft versetzt um zu überleben. Dieser Alarmzustand kann aber nicht lange aufrechterhalten werden. Nach der Stressphase muss es zu einer langen Erholungsphase kommen. Wenn diese nicht möglich ist, entstehen Anpassungskrankheiten, deren Hauptverursacher Cortisol ist. Nach ca. 20 min ist der Cortisolspiegel im Blut auf die Hälfte gesunken. Durch anhaltenden Stress sinkt der Cortisolspiegel aber 4mal langsamer. Dieser Effekt verstärkt sich mit der Dauer des Stresses weiter!

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    Whois is a protocol that is access to registering information. You can reach when the website was registered, when it will be expire, what is contact details of the site with the following informations. In a nutshell, it includes these informations;

    • Its name servers are; ns1.antagus.de. ns2.antagus.de.

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    HTTP Header information is a part of HTTP protocol that a user's browser sends to called nginx containing the details of what the browser wants and will accept back from the web server.

    Impulskontrolle hund

    Impulskontrolle

    Ebenso wie ein Hund lernen muss, sich auf Signal hinzusetzen, an lockerer Leine zu gehen oder seinem Menschen gegenüber aufmerksam zu sein, beziehungsweise schnell einen Aufmerksamkeitswechsel zu seinem Menschen hinzubekommen, muss er lernen, gewisse Dinge zu unterlassen.

    Alternativverhalten

    Genau genommen muss der Hund lernen, stattdessen ein anderes Verhalten zu zeigen. Zum Beispiel möchten die meisten Menschen nicht angesprungen werden. Auch lassen sich die wenigsten gern quer über die Wiese schleifen, weil der Hund mit dem anderen Hunden spielen oder den davon springenden Hasen fangen will. Und das beliebteste „Soll nicht“ ist wahrscheinlich mit Abstand: „…soll keine *setze hier ein, was immer der Hund anbellen könnte* anbellen!“

    Hunde müssen auch lernen zu warten und nicht aus der Tür zu preschen, aus dem Auto zu springen oder los zu rasen, während der Mensch noch dabei ist, die Leine vom Geschirr zu haken. Sie sollten beim Restaurantbesuch ruhig liegen bleiben, nicht bellend um Aufmerksamkeit betteln, keine anderen Tiere, Autos, Jogger oder Fahrräder jagen, oder einen Tobsuchtsanfall bekommen, wenn nicht das passiert, was sie gerne möchten.

    Impulskontrolle und Frustration

    Impulskontrolle und Frustration gehen dabei Hand in Hand: Wenn man sehr impulsiv ist, wird man vermutlich schnell frustriert sein, wenn man gehindert ist zu tun, was man möchte. Wenn man wiederum frustriert ist, weil man eigentlich nie darf was man will, reagiert man auch schneller impulsiv auf Dinge, die eigentlich gar nicht „so schlimm“ sind oder über die man sich normalerweise nicht aufregen würde.

    Impulskontrolle ist nicht unbegrenzt verfügbar

    Das liegt daran, dass Impulskontrolle (=IK) eine endliche Ressource des Gehirns ist. Jedes Mal, wenn man sich zurückhalten muss, wird mehr oder weniger viel Impulskontrolle beansprucht und natürlich kann es passieren, dass sie dann irgendwann aufgebraucht ist.

    Zum Glück ist es so, dass man IK einerseits „üben“ kann und andererseits der „Vorrat“ sich auch wieder erholt. So ist zum Beispiel bekannt, dass man seinen „IK-Vorrat“ durch Essen, besonders von Kohlenhydraten (Zucker), durch Entspannung und durch Schlafen wieder „aufladen“ kann.

    Jetzt wird auch klar, warum man so oft von Hunden hört, die vielleicht ein paar schwierige Situationen „gut hinbekommen“, nur um dann wegen etwas anderem auszuflippen, wobei der Hundehalter kein Muster feststellen kann.

    Impulskontrolle ist nicht gleich Impulskontrolle

    Hinzu kommt, dass die üblicherweise als „Impulskontroll-Training“ vorgeschlagenen Übungen vom Hund nur schlecht auf Situationen übertragen werden. Hunde können nicht gut generalisieren! Wenn die Übungssituation nichts oder nur sehr wenig mit den „Real-Life“-Situationen zu tun hat, in denen der Mensch möchte, dass sich sein Hund zurücknimmt, hat man sich also sozusagen eine dreifache Stolperfalle gebaut.

    Man hat einerseits viel vom IK-Vorrat verbraucht, der Hund weiß aber immer noch nicht, wie er sich in der realen Situation verhalten soll und der Halter denkt, er hätte doch aber fleißig geübt und ist unangenehm überrascht, wenn sich das Verhalten nicht so entwickelt wie erwartet.

    Impulskontrolle wird im Grunde bei jedem Signal verbraucht, weil der Hund ja etwas tun soll, was sein Mensch möchte – mit anderen Worten, er muss seine Wünsche und Bedürfnisse zurückstellen.

    Wenn man also einen sehr impulsiven Hund hat, der schnell auf bestimmte Reize reagiert, der vielleicht jagdlich motiviert ist, Probleme mit Menschen oder anderen Hunden hat, oder mit dem andere, trainingsintensive Baustellen bearbeitet werden müssen, kommt man möglicherweise schneller als gedacht an die Grenzen seiner Impulskontrolle.

    Regeln für das Training von Impulskontrolle

    Zum Glück brauchen wir die Flinte trotzdem nicht gleich ins Korn zu schmeißen, denn ich hatte ja oben geschrieben, dass man die IK durchaus trainieren kann – man muss nur eben genauer überlegen, wo und wie man das am effektivsten macht. Außerdem kann man verbrauchte IK wieder aufladen: durch Essen, Entspannen und Schlafen!

    Liste anlegen

    Stellen Sie eine Liste auf mit Situationen, für die der Hund unbedingt Impulskontrolle haben muss, bzw. lernen soll.

    Schreiben Sie sich als nächstes alle Situationen auf, in denen Sie derzeit IK fordern, wo Sie aber durchaus die „Zügel etwas lockern“ können.

    Beispiel: Oftmals soll der Hund lernen, sitzend zu warten, wenn der Mensch seinen Napf hinstellt, und erst nach einem Freigabesignal zum Napf gehen und fressen. Das ist insofern eine sinnvolle Regel, als der Hund einem so nicht den gefüllten Napf aus den Fingern reißen und die Mahlzeit in der ganzen Küche verschütten kann. Manche Halter betreiben das aber beinahe als Hochleistungssport und lassen den Hund sehr lange warten oder nehmen den Napf immer wieder hoch, weil der Hund vielleicht gezuckt hat.

    Genug gewartet

    Meiner Meinung nach ist es völlig ausreichend, wenn der Hund so lange Abstand hält – egal ob sitzend, stehend oder liegend – bis der Napf auf dem Boden ist. Dann sollte man dem Hund sofort erlauben, zu fressen. Ähnliches gilt für „Türetikette“-Übungen, bei denen der Hund an offener Tür sehr lange darauf warten muss, bis der Mensch ihn hinaus ruft.

    Natürlich ist es wichtig, dass der Hund nicht durch die Tür auf die Bundesstraße rast – wenn Sie solch eine Wohnsituation haben, dann ist dieses Verhalten eins, welches als „sehr wichtig“ auf Ihre Liste gehört. Wenn Sie aber z.B. einen eingezäunten Garten besitzen, ist es möglicherweise nicht notwendig, den Hund erst 10 Minuten vor der Tür warten zu lassen, bevor er in den Garten laufen darf.

    Prioritäten setzen

    Setzen Sie Prioritäten und haben Sie an unwichtigen Stellen Mut zur Lücke – mein Hund Gandhi springt zum Beispiel noch immer Menschen an, weil ich diese Baustelle bisher nur ungenügend bearbeitet habe – andere waren einfach um einiges wichtiger!

    Nachdem Sie nun wissen, wo Sie einerseits Impulskontrolle unbedingt benötigen und wo Sie sie andererseits „einsparen“ können, indem Sie zum Beispiel durch Management sicherstellen, dass der Hund Tante Erna nicht umwirft, entwickeln Sie (bei Bedarf mithilfe eines kompetenten Trainers) einen Trainingsplan für die Situationen, in denen der Hund unbedingt mehr Impulskontrolle benötigt.

    Erstellung des Trainingsplans

    Arbeiten Sie dabei MIT den Features der Impulskontrolle – und nicht dagegen an.

    Einzelschritte

    Arbeiten Sie in ganz kurzen Trainingseinheiten.

    Zerlegen Sie den Trainingsweg in ganz viele Einzelschritte, die der Hund leicht bewältigen kann. Je leichter es ihm fällt, desto besser wird er es lernen. Und je gefestigter die Zwischenschritte sind, desto weniger wird er „Rückschritte“ machen, wenn es aufgrund nicht kontrollierbarer Umweltfaktoren mal für seinen derzeitigen Trainingsstand zu schwierig werden sollte. Wann immer es geht, sollten Sie „Shaping“ als Trainingsmethode wählen und besonders bei sehr impulsiven Hunden sogenannte One Trail Session machen.

    Shapen: „Tür-Etiquette“

    Gesittet durch die Tür gehen shape ich beispielsweise so:

    Ich gehe Richtung Tür. Der „Anfängerhund“ brettert vermutlich mit vollem Tempo zur Tür. Wenn er mich dabei nicht umsemmelt, ist das für mich als Anfangsstadium erst einmal in Ordnung.

    Wenn ich an der Tür angekommen bin, beobachte ich den Hund und warte auf einen Moment „weniger (oder langsamer …) Hampeln“, markiere den mit einem Markersignal und verstärke es, indem ich die Tür öffne und den Hund in den Garten laufen lasse. Wenn mir nur eine Haustür zur Verfügung steht, die direkt auf die Straße führt, ist der Hund dazu selbstverständlich an der Leine. Aber auch hier darf er an mir vorbei laufen – die Leine hat eine der Situation angepasste Länge.

    Zusätzlich markere ich „durch die Tür gehen“ und gebe dafür ein Leckerchen aus der Hand oder lasse es an der Tür zu Boden fallen, damit der Hund die Erwartungshaltung bekommt, dass er ganz in der Nähe der Tür noch eine Belohnung bekommt. So wird er nämlich von alleine in der Nähe der Tür bleiben.

    Kurze Übungseinheiten

    Nachdem der Hund also durch die Tür gelaufen ist, ist diese „Session“ mit nur einem Durchgang abgeschlossen. Der nächste findet dann beim nächsten Mal raus gehen statt. Weil der Hund einerseits eine Information darüber bekommt, welches Verhalten ich verstärke (das sage ich ihm mit dem Markersignal) und andererseits den stärksten Verstärker, der in dieser Situation möglich ist (Hinausgehen plus evtl. Bonusleckerchen) verwende, ändert sich das Verhalten trotzdem zügig zu „gesittet zur Tür und durch die Tür gehen“.

    Ich gebe übrigens an der Tür keine Signale für „Sitz“ oder „Warte“ – ich möchte, dass die Tür selbst zum Signal zu „wir gehen gesittet hindurch“ wird.

    Keine Signale

    Geben Sie dem Hund vorzugsweise keine Signale (z.B. für Sitz, Warte, Bleib) – Impulskontrolle heißt Impulskontrolle, weil der Hund sein Verhalten selber kontrolliert. Das klappt nur, wenn er „vorderhirnig“ ist – also shapen wir mit diesem Training im Grunde „vorderhirnig bleiben“ – und wenn wir DAS haben, brauchen wir entweder kein Signal für ein Verhalten, weil die Situation zum Signal geworden ist, oder aber das „vorderhirnig bleiben“ ermöglicht es uns, dass der Hund ein Signal ausführen kann.

    Entspannung aufladen

    Lassen Sie den Hund zwischen den Einheiten schlafen, integrieren Sie Entspannungstraining in Ihren Tagesablauf und verwenden Sie (auch) Leckerchen als Verstärker. Wie ich ja schon oben schrieb, werden dadurch die IK-Reserven wieder aufgeladen.

    Wirksame Verstärker und eindeutige Kommunikation

    Stellen Sie eine TOP-Twenty-Verstärkerliste auf (hier und hier finden Sie einige Beispiele, wie solche Listen aussehen können).

    Beschränken Sie sich auf konfliktfreie Trainingsmethoden, wie Training mit positiver Verstärkung mit Markersignalen.

    Bedürfnisgerechte Beschäftigung anbieten

    Suchen Sie Beschäftigungen für den Hund, die seinen Bedürfnissen entsprechen und die er in seinem Tempo ausführen kann. Dazu muss man als Mensch manchmal selber aus seiner eigenen „Wohlfühlzone“ raus.

    Wenn Sie z.B. einen jagdlich hochambitionierten Hund haben, der dort, wo Sie normalerweise unterwegs sind, ständig „geh jagen“ Signale aus der Umwelt bekommt, aber ruhig und gesittet an einer 2m Leine laufen soll, sind Probleme vorprogrammiert, denn Sie beide werden sich gegenseitig sehr schnell extrem stark frustrieren.

    Suchen Sie sich eine Möglichkeit, wo der Hund frei laufen kann – das könnte beispielsweise ein 1-2mal die Woche für 1-2 Stunden angemieteter Hundeplatz sein, oder ein eingezäuntes Firmengelände, dass Sie nach Feierabend benutzen dürfen, ein Sportplatz oder ein Hundefreilaufgebiet, welches naturgemäß meistens wildfrei ist.

    Ein großer Garten von Nachbarn oder Bekannten tut es auch – oder vielleicht gibt es in Ihrer Gegend bereits einen „Schnüffelgarten“? Lassen Sie den Hund dort laufen – so schnell oder langsam er eben mag.

    Schleppleine

    Wenn Sie wirklich keine Möglichkeit zum Freilauf finden, nehmen Sie zumindest ein bis zweimal die Woche eine sehr lange Schleppleine – je länger desto besser – wir haben sehr impulsive Hunde (z.B. einen Pointer, 40 kg) schon an drei miteinander verbundenen 20 Meter Schleppleinen laufen lassen.

    Es ist ein Trugschluss, dass das gefährlicher sei, als kürzere Leinen. Der Hund kann nicht schneller als seine Höchstgeschwindigkeit laufen, daher ist es egal, ob er diese nach 10 oder nach 100 Metern erreicht – der Ruck ist der selbe. Bei einer längeren Leine haben Sie allerdings erheblich mehr Zeit, sich auf diesen Ruck vorzubereiten und natürlich noch ein Stop- oder Rückrufsignal zu geben.

    Trauen Sie sich, das einmal zu testen, Sie werden vermutlich feststellen, dass Ihr Hund bei solch einer Leinenlänge gar nicht mehr ans Leinenende läuft, geschweige denn hinein knallt.

    Suchen Sie sich einen Sport oder eine Beschäftigung, die den Interessen Ihres Hundes (sehen Sie dazu auf die TOP-Twenty-Verstärkerliste) entspricht, und die er in seinem Tempo ausführen kann: Er soll weder schneller noch langsamer laufen müssen, als er eigentlich will. Am Fahrrad oder vor dem Trike/Roller laufen ist eine schöne Beschäftigung für Hunde, die gerne laufen, sofern man wirklich das richtige Tempo findet.

    Nasenarbeit

    Auch Nasenarbeit ist für viele eine tolle Sache. Beachten Sie hierbei jedoch, dass es eventuell nicht optimal ist, sich für Mantrailing zu entscheiden, wenn Sie aufgrund von Jagdproblematiken oder Leinenpöbler-Baustellen stark an der Leinenführung arbeiten müssen – auch beim Mantrailing muss sich der Hund an das Tempo seines Leinenhalters anpassen.

    In den Alltag einbauen

    Die „One-Trail“-Shaping-Sessions sind sehr leicht in den Tagesablauf zu integrieren. Sie benötigen ja noch viel weniger Zeit, als man braucht, wenn man das ganze „andersherum“ angeht: Es kann zum Beispiel sehr lange dauern, aus der Tür zu kommen, weil der Hund immer wieder aus dem befohlenen „SITZ!“ aufsteht.

    Ich kann verstehen, dass sich das zunächst nach „Einführung der Anarchie“ anhört – aber probieren Sie es vielleicht einmal an etwas „unwichtigem“ aus (zum Beispiel beim „in den Garten lassen“). Sie werden schnell Trainingsfortschritte sehen!

    Weitere wichtige Bausteine zum Steigern der Impulskontrolle, besonders bei Reizen, auf die der Hund draußen reagiert, wie andere Hunde, bewegliche Objekte, Wild, sind die Trainingswerkzeuge

    • Zeigen und Benennen
    • angekündigter Geschirrgriff
    • konditioniertes Entspannungssignal
    • das Lernen durch Shaping
    • das 10-Leckerchen-Spiel
    • das Mäuschen-Spiel
    • das „auf-Signal-Setzen“ von Lieblingsbeschäftigungen des Hundes wie Buddeln, Lauern, Wälzen, Schnüffeln, Rennen, Schwimmen, etc.

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    4 Antworten

    Das Bild mit der Darstellung des Gehirns ist super klasse.

    Hallo Ihr Beiden, sind ja tolle Anregungen und Hilfestellungen. Bin zwar keine Hundebesitzerin, habe aber 2 oder 3 Tage die Woche eine Labrador-Hündin (vor einem Jahr aus dem Tierheim geholt) zur Pflege. Bringt sehr viel Spaß, sehr viel Liebe und sehr viel Bewegung. Zur Zeit suche ich vernünftige Spiel-Lern-Zeuge, um auch den Kopf ins Training mit einzu-beziehen. Die meisten Spielzeuge sind jedoch für einen Labrador zu klein und lassen sich herrlich zerbeissen! Liebe Grüße bis bald in W`haven bei Margrit, Trautel und Uwe

    schön, wenn man nur von der eigenen rasse ausgeht …

    ein windhund hat nach wenigen metern volle geschwindigkeit, das stimmt, die liegt aber je nach rasse bei bis zu 70km/h. und da ist es nicht mehr egal, ob die leine 2m lang (der hund kontrollierbar) oder 20m lang ist, denn da knallt der windhund mit einer wucht hinein, dass (nachhaltige) verletzungen vorprogrammiert sind … ich möchte auch nicht mehr in eine 70km/h schleppleine greifen müssen …

    ein irish wolfhound hat zwar nur eine höchstgeschwindigkeit von etwa 40km/h, dafür bringt er 50kg oder mehr, die er mit dieser geschwindigkeit in die leine knallt. da kann mensch dann schon mal effektvoll hinterher fliegen, wenn er es noch schafft, in die leine zu greifen …

    wir machen um schleppleinenhunde grundsätzlich einen bogen – man weiss ja nie, wieviele meter der hund noch dran hat, bis er (vielleicht) abgebremst werden kann …

    ja, ein windhund ist anders!

    ich hatte in deutschland 4 windhunde, darunter 2 barsois von 90 cm schulterhöhe und war sehr dankbar, dass mir die landwirte in der umgebung ihre eingezäunten felder zur verfügung stellen. sonst hätte ich mir auch keine windhunde zugelegt. ich hatte ausgeglichene ruhige und gehorsame tiere die morgends und abends jeweils 2 stunden laufen und rennen durften.

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    • Martina Schoppe

    Die Autorin ist Inhaberin der Hundeschule und Hundepension Chakanyuka Clickertraining and more im Weserbergland. Neben Hundetraining und -Sitting bietet sie auch Seminarveranstaltungen, Workshops und Vorträge an. Seit Herbst 2012 ist sie Dozentin für eine Trainerausbildung bei der Paracelsus Schule Hannover .

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    TeamSchule – Mensch und Hund

    Respektiere dein Gegenüber – dann wirst auch du respektiert

    Impulskontrolle und Frustrationstoleranz

    … oder weshalb dein Hund manchmal einfach nicht anders kann

    Hast du dich auch schon gefragt, weshalb deinen Hund an manchen Tagen (fast) nichts aus der Ruhe bringen kann und am nächsten Tag reagiert er bereits auf die geringste Kleinigkeit? Oder warum er sich bei 3 Hundebegegnungen wirklich vorbildlich benimmt und bei der nächsten den anderen Hund am liebsten fressen würde? Oder wieso dein Hund so jagig ist, wie schon lange nicht mehr.

    Bevor du in solchen Momenten an deinem Training oder deinem Hund zweifelst, überlege erst einmal in aller Ruhe, was ihr an diesem oder den vorhergehenden Tagen alles erlebt habt.

    Denn jede Aktivitäten, egal ob sie dein Hund toll findet oder nicht, verbraucht einen Teil seiner Energie. Je intensiver diese Erlebnisse sind und je mehr er seine Impulse dabei kontrollieren und Frustration aushalten muss, desto schneller ist diese verbraucht und es benötigt einige Tage die leeren Batterie wieder aufzuladen.

    Wenn der Hund durch all die Ereignisse dann noch gereizt oder richtig gehend gestresst ist, wird es für ihn schwierig, wenn nicht sogar ganz unmöglich, sich zurückzunehmen und den anderen Hund ruhig passieren zu lassen oder der Versuchung des Reh’s zu widerstehen.

    Ganz ähnlich wie wenn wir einen stressigen Tag hatten. Dann braucht nur noch unser Partner nach Hause zu kommen und etwas Falsches zu sagen und schon fahren wir aus der Haut. Obwohl er doch eigentlich nichts für unseren Tag kann, ist er das Ventil, um unseren Frust abzulassen oder einfach der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen brachte.

    Sind wir jedoch entspannt und haben noch viele Reserven, dann reagieren wir völlig gelassen auf die gleiche Situation. Genau gleich ergeht es auch unseren Hunden.

    Deshalb achte darauf, dass dein Hund genügend Ruhe und Entspannung hat und seine Batterien immer gut gefüllt sind, wenn ihr einen anstrengenden Tag oder ein herausforderndes Training vor euch habt, wie es auch im folgenden Video beschrieben ist.

    Angelika Bodein hat zu diesem Thema ebenfalls einen tollen Artikel geschrieben, welcher anschaulich aufzeigt, weshalb es so wichtig ist, haushälterisch mit seiner (aber auch unserer) Energie umzugehen: Die Löffeltheorie oder „Kein Löffel mehr da“

    © 2016 – Teamschule – Monika Oberli

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