вторник, 3 июля 2018 г.

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Impfung beim Hund: was, wann & wie oft?

Manche Impfungen sind für alle Hunde empfehlenswert, so etwa die gegen Staupe und Tollwut. Andere Hundeimpfungen, wie die gegen Borreliose, sind optional.

Gegen einige Hundekrankheiten wird in der Tierarztpraxis routinemäßig geimpft. Ob eine Impfung zu diesen Standardimpfungen für Hunde zählt, hängt mit dem Schaden zusammen, den die Krankheit beim Hund verursachen würde oder mit der Ansteckungsgefahr für den Menschen. Gegen andere Krankheiten wird seltener geimpft, da sie seltener vorkommen und/oder kaum eine Gefahr für den Hund darstellen. Lesen Sie hier, welche Hundeimpfungen in jedem Fall sinnvoll sind, ab wann die Grundimmunisierung erfolgen sollte und wie oft Auffrischungen nötig sind.

Standardimpfungen für Hunde

Zu den Standardimpfungen beim Hund zählen:

Diese Impfungen werden nach ihren Anfangsbuchstaben auch als SHPPi + LT abgekürzt. Im Folgenden erfahren Sie in aller Kürze das Wichtigste über die Hundekrankheiten, gegen die Ihr Hund routinemäßig geimpft werden sollte, sowie die entsprechenden Impfungen.

Staupe: für Welpen besonders gefährlich

Staupe gehört zu den Viruserkrankungen und wird durch alle Körperflüssigkeiten übertragen. Da das Virus nicht lange in der Umwelt überleben kann, erfolgt die Ansteckung meist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund. Alle Altersgruppen können betroffen sein und die Symptome reichen von Husten, Erbrechen und Durchfall bis zu neurologischen Problemen wie Zucken von Muskelgruppen oder Epilepsie-ähnlichen Anfällen.

Nach der Grundimmunisierung wird die Impfung gegen Staupe alle drei Jahre aufgefrischt. Lassen sich bei der Bestimmung des Impftiters noch Antikörper nachweisen, kann die Wiederholungsimpfung später erfolgen. Das im Impfstoff enthaltene Virus ist lebend und attenuiert (abgeschwächt). Der Impfstoff wird gewöhnlich in Kombination mit anderen Vakzinen verabreicht.

Hepatitis contagiosa canis – ansteckende Leberentzündung

Die ansteckende Leberentzündung wird bei Hunden durch ein Virus hervorgerufen, das monatelang in der Umwelt überleben kann. Es wird durch jegliche Körperflüssigkeiten übertragen. Symptome der Krankheit können sehr unspezifisch sein. Dazu zählen Fieber, Erbrechen, Bauchschmerzen, Husten und Ausfluss aus Augen oder Nase.

Die Wiederholungsimpfung kann bei Hunden gemeinsam mit der Impfung gegen Staupe alle drei Jahre durchgeführt werden. Das verabreichte Virus ist tot oder lebend attenuiert und schützt zum Teil auch gegen Zwingerhusten.

Parvovirose – ohne Behandlung tödlich

Das Parvovirus wird durch den Kot infizierter Hunde übertragen und kann bis zu neun Monate lang in der Umwelt überleben. Es befällt vorwiegend Welpen zwischen der sechsten Lebenswoche und dem sechsten Lebensmonat, aber auch ältere Hunde können betroffen sein.

Erkrankte Tiere zeigen Erbrechen und Durchfall, der sehr blutig sein kann. Außerdem werden die weißen Blutzellen beeinflusst und dadurch die Empfänglichkeit für andere Infektionen erhöht. Ohne Behandlung sterben etwa 80 Prozent der erkrankten Hunde.

Meist werden Hunden zur Impfung gegen Parvovirose Totvakzine verabreicht.

Parainfluenza – Auslöser des Zwingerhusten-Komplexes

Das Parainfluenza-Virus ist einer der Erreger, die den sogenannten Zwingerhusten-Komplex bei Hunden hervorrufen.

An Zwingerhusten erkrankte Hunde zeigen trockenen, lauten Husten und genesen normalerweise ohne tierärztliches Eingreifen, es sei denn der Hund ist sehr jung oder durch andere Erkrankungen geschwächt. Zwingerhusten ist hoch ansteckend.

Der Impfstoff gegen Parainfluenza ist generell lebend attenuiert. Außerdem ist er auch in Kombination mit Reo- und Influenzaviren erhältlich und deckt damit mehr Erreger des Zwingerhustens ab.

Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche)

Leptospirose wird durch ein Bakterium hervorgerufen. Dieses wird von infizierten Tieren ausgeschieden und kann von Hunden bei Kontakt mit infiziertem Harn oder durch das Trinken aus kontaminierten Pfützen aufgenommen werden. Auch das Schwimmen in stehenden Gewässern stellt ein Risiko dar. Der Mensch kann ebenso infiziert werden.

Betroffene Hunde zeigen Fieber, Lethargie, vermehrten Durst, Erbrechen und/oder blutigen Durchfall. Schwere Infektionen können Leber oder Nierenversagen hervorrufen und zum Tod des Hundes führen.

Der sogenannte L4-Impfstoff hat vor Kurzem den L3-Impfstoff abgelöst. Die Zahl gibt die Anzahl der abgedeckten Serovare an, also der Untergruppen der Bakterien. Je mehr Gruppen abgedeckt werden, desto besser ist der Hund geschützt. Der Leptospirose-Impfstoff ist in der Regel lebend und inaktiviert. Er wird jährlich und oft in Kombination mit der Tollwutimpfung gegeben.

Tollwut: Impfung verpflichtend bei Auslandsreisen

Tollwut wird von einem Virus hervorgerufen, das durch Speichel übertragen wird. In Deutschland stellen Fledermäuse als Überträger ein Risiko dar, das allerdings verschwindend gering ist.

Infizierte Hunde können extreme Aufgeregtheit (Exzitationen) zeigen, Lähmungserscheinungen und andere unspezifische Symptome. Soll Tollwut in einem Tier sicher nachgewiesen werden, ist dies erst nach seinem Tod möglich, da Hirnmaterial für die Untersuchung benötigt wird.

Für Grenzübertritte ist die Impfung des Hundes gegen Tollwut obligatorisch.

Das Virus im Impfstoff der Tollwutimpfung ist inaktiviert und ruft bei über 99 Prozent der Hunde eine ausreichende Immunantwort hervor, um gegen die Krankheit zu schützen.

Optionale Impfungen für Hunde

Es gibt zahlreiche Impfungen auf dem Markt, die nicht immer für jeden Hund sinnvoll und eventuell nicht in jeder Tierarztpraxis verfügbar sind.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die optionalen Impfungen vor und erklären, wann diese für einen Hund sinnvoll sind.

Bordetella bronchiseptica: Sinnvoll bei großen Hundegruppen

Dieses Bakterium ist zusammen mit der Parainfluenza und einigen anderen Erregern Teil des Zwingerhusten-Komplexes. Es wird über die Luft oder Körperflüssigkeiten übertragen. Auch von Katzen kann das Bakterium übertragen werden.

Vor allem wenn ein Zusammentreffen mit vielen Hunden erwartet wird, wird oft eine Bordetella-Impfung angeraten. Das schließt sowohl Hundeausstellungen als auch einen Aufenthalt in Tierheimen oder Hundepensionen ein.

Der Impfstoff verhindert nicht die Infektion mit Zwingerhusten, aber er mindert die Symptome. Die Bakterien werden lebend verabreicht. Manche Impfstoffe wirken über Schleimhaut-Kontakt und werden in die Nase des Hundes appliziert.

Oft wird die Impfung gegen Bordetella bronchiseptica dem Hund in Kombination mit Parainfluenza gegeben und kann als Impfung über die Schleimhaut bei Bedarf schon ab der dritten Lebenswoche verabreicht werden. Danach sollte die Impfung jedes Jahr wiederholt werden, um den Schutz aufrecht zu erhalten.

Herpes – trächtige Hündinnen impfen

Das canine Herpesvirus (CHV) ist die Ursache für das sogenannte Welpensterben und Fruchtbarkeitsstörungen bei Hündinnen, wie zum Beispiel Fehlgeburten.

Die Hündin kann vor der Geburt gegen Herpes geimpft werden. Als Impfschema gilt: zehn und 52 Tage nach dem erfolgreichen Decken sollte die Hündin geimpft werden. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit der Infektion der Hundewelpen, da sie durch die Antikörper der Mutter geschützt sind.

Abgesehen von der Impfung kann noch anderweitig prophylaktisch vorgegangen werden. Wird beispielsweise die Temperatur in der Wurfbox konstant bei 38 Grad gehalten, wird die Virusvermehrung gehemmt und so die Krankheit verhindert.

Dermatophytose: Erkrankung von Haut und Fell

Die Dermatophytose ist eine Erkrankung der Haut und Haare, die durch verschiedene Pilze hervorgerufen wird. Auftretende Symptome sind unter anderem Haarverlust, Rötung und Schuppenbildung.

Der Hund kann sich über direkten Kontakt zu erkrankten Tieren anstecken (auch Katzen können die Pilze übertragen!), aber auch durch eine infizierte Umgebung oder Gegenstände wie zum Beispiel Kämme oder Hundekörbe.

Die Krankheit kann auch auf den Menschen übertragen werden.

Eine Impfung des Hundes verhindert nicht die Infektion, aber es wird eine größere Menge des Virus benötigt, um eine Erkrankung hervorzurufen. Trotzdem ist die Impfung als Prävention umstritten, da die Wirksamkeit angezweifelt wird.

Leishmaniose: Vor Reisen in den Süden impfen

Leishmanien sind einzellige Parasiten, die durch Sandmücken übertragen werden. Sandmücken sind in den südlichen Ländern Europas zu finden, vor allem im Sommer und Spätsommer in den Abend- und Morgenstunden.

Wird ein Hund mit Leishmanien befallen, zeigt er oft Veränderungen der Haut: Haarverlust und Schuppenbildung. Ist die Niere betroffen, kann auch der Tod des Tieres möglich sein.

Durch die Impfung wird das Risiko einer Infektion um das Vierfache gesenkt, allerdings sollte trotzdem bei Reisen in den Süden der Kontakt des Hundes zu Sandmücken vermieden werden.

Der Impfstoff gegen Leishmaniose besteht aus von Leishmanien abgesonderten Bakterien in Kombination mit einem Adjuvans (wirkungsverstärkendes Hilfsmittel in Impfstoffen). Er kann dem Hund ab dem sechsten Lebensmonat verabreicht werden und sollte aus drei Impfungen mit jeweils drei Wochen Abstand bestehen. Es wird empfohlen, die Wiederholungsimpfung jedes Jahr durchzuführen.

Borreliose-Impfung: Ratsam für Jagdhunde

Borrelien sind Bakterien, die durch den Stich einer Zeckenart auf den Hund übertragen werden können. Da die Bakterien erst 24 Stunden nach Beginn der Blutmahlzeit übertragen werden, ist es sinnvoll, den Hund täglich nach Zecken abzusuchen und diese gegebenenfalls zu entfernen.

Ein Befall mit Borrelien kann unter anderem Gelenksentzündungen verursachen.

Der Impfstoff enthält zwei Oberflächen-Proteine des Bakteriums. Hunde werden meist nicht gegen Borreliose geimpft, da selten Symptome auftreten. Falls Symptome vorhanden sind, können sie mit Antibiotika behandelt werden. Ist der Hund bereits mit Borreliose infiziert, ist eine Impfung sinnlos.

Die Impfung kann ab der 12. Lebenswoche durchgeführt werden und besteht aus zwei Impfungen im Abstand von zwei bis vier Wochen. Danach wird die Impfung jährlich wiederholt. Empfohlen ist sie vor allem für Jagdhunde oder andere Hunde, die viel im Unterholz unterwegs sind.

Tetanus: geringes Krankheitsrisiko

Tetanus, der "Wundstarrkrampf", wird von einem Bakterium namens "Clostridium tetani" hervorgerufen. Dieses ist vor allem in feuchter Erde zu finden und kann durch kleinste Wunden in den Körper eindringen.

Das wichtigste Symptom ist Steifheit der Muskeln, die vorerst nur wenige Muskelgruppen betrifft und sich mit der Zeit auf den ganzen Körper ausbreitet.

Hunde sind sehr unempfindlich gegen Tetanus, deshalb wird die Impfung nicht routinemäßig durchgeführt.

Der Impfstoff enthält das inaktivierte Gift, das vom Bakterium produziert wird.

Grundimmunisierung: Empfehlungen für Welpen

Die "Ständige Impfkommission Veterinär" (StIKo Vet) gibt regelmäßig Leitlinien zur Impfung von Haustieren heraus. Diese sind nicht vorschriftsmäßig einzuhalten, sondern stellen nur eine Empfehlung dar. Die Standardimpfungen für Hunde sind also keine Pflichtimpfungen.

Auf Grundlage dieser Leitlinien werden meist folgende Zeiten für die Grundimmunisierung eines Welpen bevorzugt:

  • 8. Lebenswoche: HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe
  • 12. Lebenswoche: HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut
  • 16. Lebenswoche: HCC, Parvovirose, Staupe, Tollwut
  • 15. Lebensmonat: HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut

Werden ältere Hunde grundimmunisiert, ist für attenuierte Lebendimpfstoffe (also die meisten der oben genannten Krankheiten) eine einmalige Impfung ausreichend, für inaktivierte Impfstoffe (zum Beispiel Tollwut oder Leptospirose) sollte zweimalig geimpft werden.

Wiederholungsimpfungen – wie oft?

Als Grundimmunisierung werden alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren bezeichnet. Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung. Für diese gelten folgende Empfehlungen:

  • Die Wiederholungsimpfung der Leptospirose ist jährlich zu empfehlen.
  • HCC, Parvovirose und Staupe können mittlerweile alle drei Jahre geimpft werden.
  • Die Tollwutimpfung wird je nach Packungsbeilage wiederholt (beispielsweise jährlich oder alle drei Jahre).

Falls eine Wiederholungsimpfung vergessen wird, sollte darüber nachgedacht werden, eine erneute Grundimmunisierung durchzuführen. Diese ist beim älteren Hund nicht besonders aufwendig und stellt sicher, dass der Impfschutz des Hundes aufrechterhalten wird.

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Impfung beim Hund – das sollten Sie wissen

Unter Hundehaltern wird die Impfung wegen der befürchteten Nebenwirkungen immer stärker kritisiert. So können nach einer Impfung beim Hund beispielsweise Schwellungen, Durchfall oder Erbrechen auftreten. Warum die Hundeimpfung trotzdem sinnvoll ist und wie sie funktioniert, erfahren Sie hier. . mehr

Tollwutimpfung beim Hund: Ist sie notwendig?

Tollwutimpfungen sollen eine Infektion mit dem Tollwutvirus verhindern. Deutschland gilt zwar seit 2008 als nahezu tollwutfrei, dies ist aber nur das Resultat einer jahrzehntelangen konsequenten Schutzimpfung möglichst vieler Tiere. Daher empfiehlt die ständige Impfkommission des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (BPT) eine regelmäßige Tollwutimpfung beim Hund. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um diese Impfung.

Viele Hundehalter fragen sich, ob eine Tollwutimpfung wirklich nötig ist – schließlich ist die Ansteckungsgefahr für Hunde verschwindend gering. Die Folgen einer Tollwutinfektion sind jedoch immer tödlich. Daher sollten Sie ganz genau abwägen und die Impfung mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens besprechen.

Tollwutimpfung: Darum sollten Sie Ihren Hund impfen lassen

Auch wenn die Tollwut in Deutschland als ausgerottet gilt, besteht die Gefahr, dass die Krankheit aus anderen Ländern eingeschleppt wird. Ein dauerhafter Impfschutz bei Hunden ist daher notwendig, um die dauerhafte Eindämmung der tödlichen Infektionskrankheit zu gewährleisten. Denn hat sich der Hund mit dem Tollwutvirus infiziert, und bricht die Krankheit bei ihm aus, dann verläuft sie immer tödlich. Eine sanftere Methode wäre es, gleich nach Identifizierung des Virus', den Hund einschläfern zu lassen. Darüber hinaus kann die Krankheit auf Menschen übertragen werden. Auch hier endet der kurze Krankheitsverlauf tödlich, da es bislang keine wirksame Möglichkeit der Behandlung gibt.

Die Übertragung des Tollwutvirus erfolgt durch Wildtiere, in Deutschland waren dies meist Füchse, inzwischen sind jedoch vor allem Fledermäuse Träger der Viren. Dass tollwütige Fledermäuse Ihren Hund anstecken, ist allerdings sehr unwahrscheinlich, da Hunde so gut wie nie unter normalen Umständen mit Fledermäusen in Kontakt kommen. Immer noch sehr gering, aber trotzdem größer ist die Gefahr einer Infektion über Hunde, die aus dem Ausland illegal eingeführt wurden, aus Regionen, in denen die Krankheit noch nicht als ausgerotttet gilt. Ist Ihr Hund nicht gegen Tollwut geimpft und wird von einem kranken Tier gebissen, dann fordert die nationale Tollwutverordnung das Einschläfern Ihres Haustiers; denn hier besteht ein begründeter Verdacht auf eine Infektion. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich daher eine Tollwutimpfung beim Hund.

Wann und wie oft ist die Tollwutimpfung notwendig?

Zunächst ist eine Grundimmunisierung Ihres Hundes notwendig. Bereits nach dem dritten Lebensmonat sollte Ihr Welpe die erste Impfung erhalten. Einen Monat später bringen Sie ihn zur zweiten und ein Jahr später zur dritten Impfung für den Aufbau des Immunschutzes. Danach ist eine regelmäßige Auffrischung des Impfschutzes notwendig. Heute ist es nicht mehr erforderlich, den Hund jährlich gegen Tollwut impfen zu lassen, die meisten Impfstoffe halten drei Jahre.

Fragen Sie Ihren Tierarzt am besten um Rat, dass er Ihren Hund mit einer drei Jahre gültigen Tollwutimpfung vor einer Infektion schützt und dies auch so in den Impfpass hineinschreibt. Wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem Vierbeiner in ein Land verreisen wollen, in dem noch eine erhöhte Gefahr zur Tollwutinfektion besteht, braucht Ihr Hund einen gültigen Impfschutz.

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Impfung beim Hund – das sollten Sie wissen

Eine Impfung ist hierzulande für Hund keine Pflicht. Als Schutz vor Krankheiten sind Impfungen dennoch sinnvoll, obwohl sie auch Nebenwirkungen verursachen können.

Es gibt eine Reihe von Impfungen, die für Hunde empfohlen werden. Geimpft wird gegen gefährliche und/oder besonders ansteckende Krankheiten. Manche davon haben auch für die menschliche Gesundheit Bedeutung. Infektionen mit diesen Krankheiten, beispielsweise der Parvovirose, wären oft fatal. Daher sollte alles darangesetzt werden, die Ausbreitung dieser Gefahr zu verhindern, beziehungsweise die Ansteckung zu vermeiden oder die Symptome zu vermindern. Im Folgenden erfahren Sie, welche Impfungen für Hunde sinnvoll sind, was in Bezug auf die Grundimmunisierung zu beachten ist und welche Nebenwirkungen nach einer Impfung auftreten können.

Wie funktioniert eine Impfung?

Der Impfstoff wird meist unter die Haut verabreicht, eventuell entsteht daraufhin eine kleine Schwellung an der Impfstelle aufgrund des Flüssigkeitsvolumens.

Impfungen für Hunde lassen sich anhand verschiedener Kriterien unterteilen. Beispielsweise gibt es die aktive und die passive Impfung, wobei die aktive Impfung im Alltag die größere Bedeutung hat.

Aktive Impfung beim Hund

Bei der aktiven Impfung werden dem Hund abgeschwächte oder tote Erreger beziehungsweise Erregerprodukte verabreicht. Die Oberflächenstrukturen des Erregers oder des Erregerproduktes werden von bestimmten Zellen des Immunsystems als potenziell gefährlich erkannt. Daraufhin folgt ein komplizierter Prozess, bei dem das Immunsystem zur Bekämpfung der Erreger unter anderem spezielle Antikörper entwickelt und der am Ende zur Bildung von sogenannten Gedächtniszellen führt.

Diese Gedächtniszellen speichern die Information, welche Oberfläche ein bestimmter Erreger hat. Gedächtniszellen können extrem langlebig sein. Kommt es später zu einer Infektion, kann der Erreger dank der Gedächtniszellen sehr schnell bekämpft und beseitigt werden. Die aktive Impfung hat eine lange Wirkungsdauer, allerdings kann es einige Wochen dauern, bis die volle Wirkung einsetzt.

Passive Impfung beim Hund

Die passive Impfung des Hundes besteht nur aus sogenannten Antikörpern. Diese werden normalerweise von bestimmten Immunzellen im Körper des Hundes produziert. Die Antikörper im Impfstoff werden jedoch aus dem Blut anderer Tiere gewonnen, zum Beispiel von Kaninchen oder Pferden, und ersetzen die Produktion von Antikörpern durch den Hund.

Die Erregereliminierung setzt sofort ein, hat aber nur eine geringe Dauer. Deshalb wird sie statt in der Vorbeugung eher in der Therapie von Krankheiten eingesetzt, beispielsweise nach einem Biss durch ein tollwütiges Tier.

Was ist eine Grundimmunisierung und warum ist sie so wichtig?

Die Grundimmunisierung wird meist im Welpenalter durchgeführt und ist eine Serie von zwei bis drei Impfungen im Abstand von jeweils vier Wochen und einer darauffolgenden Impfung nach einem weiteren Jahr. Dabei werden Gedächtniszellen aufgebaut und dem Körper Zeit gegeben, eine Immunität gegen die geimpfte Krankheit zu entwickeln.

Bei der Grundimmunisierung werden oft alle sechs Krankheiten geimpft, die im Folgenden aufgezählt werden, je nachdem gegen welche Krankheiten ein Schutz vorhanden sein soll. Leptospirose zum Beispiel wird davon ausgeschlossen, wenn das Ansteckungsrisiko gering ist.

Es kann vorkommen, dass bei der Grundimmunisierung eines Hundes Fehler gemacht werden. Zum Beispiel kann es sein, dass Welpen zu früh geimpft werden oder der Abstand zwischen den Impfungen mehr als vier Wochen beträgt. Das kann dazu führen, dass trotz den regelmäßigen Nachimpfungen keine belastbare Immunität aufgebaut werden kann. Deshalb sollten bei der Grundimmunisierung größtmögliche Sorgfalt angewandt und Impftermine genau eingehalten werden.

Gegen welche Krankheiten wird am häufigsten geimpft?

Nach der Grundimmunisierung werden Hunde meist regelmäßig gegen sechs bestimmte Krankheiten geimpft. Die Impfstoffe dafür können kombiniert verabreicht werden – vor allem vier davon werden häufig zusammen geimpft. Der Name der Impfung besteht aus den Anfangsbuchstaben der Krankheiten, vor denen die Impfung den Hund zukünftig schützen soll: SHPPi + LT. Diese Abkürzung steht für:

Produktnamen solcher kombinierten Impfungen sind beispielsweise Eurican® oder Nobivac®.

Zusätzlich zu diesen Standardimpfungen können Hunde auch noch gegen Krankheiten wie Borreliose, Tetanus, Piroplasmose oder Leishmaniose geimpft werden.

Die Impfung gegen Zwingerhusten ist sinnvoll für Hunde, die mit vielen anderen Hunden in Kontakt kommen, zum Beispiel in Welpenspielgruppen, Tierheimen oder bei Ausstellungen.

Bei häufigen Spaziergängen im Wald ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, von einer Zeckenart gestochen zu werden, die Borreliose übertragen kann. In diesem Fall kann man in Erwägung ziehen, gegen Borreliose zu impfen.

Impfen oder nicht – Ist die Hundeimpfung notwendig?

Innerhalb Deutschlands sind Impfungen keine Pflicht für Hunde. Nur bei Reisen ins Ausland muss eine Tollwutimpfung vorgewiesen werden.

Dennoch gilt es durchaus als sinnvoll, seinen Hund impfen zu lassen. Impfungen sollen vor Infektionskrankheiten schützen oder zumindest die Symptome abschwächen, wenn eine Ansteckung nicht verhindert werden kann (zum Beispiel bei der Staupe- oder Leptospiroseimpfung).

Als Hundebesitzer sollte man jedoch wissen, dass keine Impfung den Hund zu 100 Prozent schützt. Gründe für sogenannte Impfdurchbrüche können in der fehlerhaften Aufbewahrung oder Gabe des Impfstoffes liegen.

Außerdem hat auch der Hund selbst einen Einfluss auf die Wirkung. Funktioniert beispielsweise das Immunsystem des Hundes zum Zeitpunkt der Impfung nur unzureichend, kann eventuell keine Immunität gegen den geimpften Erreger aufgebaut werden.

Wann sollte ich mit dem Impfen beginnen?

Ab wann der Welpe geimpft wird, bestimmt maßgeblich die sogenannte "Immunologische Lücke". Am Anfang seines Lebens hat ein Hundewelpe noch Antikörper der Mutter im Blut, die den Impfstoff unwirksam machen würden. Die Anzahl dieser Antikörper nimmt innerhalb der ersten zwei Lebensmonate ab. Danach werden eigene Antikörper gebildet. In der Zeit zwischen diesen Vorgängen ist der Welpe sehr empfänglich für Krankheiten, da kaum Antikörper vorhanden sind.

Diese immunologische Lücke möchte man abdecken und beginnt daher möglichst in der achten Lebenswoche mit der ersten Impfung für die Grundimmunisierung.

Wie oft sollte ich meinen Hund impfen lassen?

Das Intervall der Impfungen ist abhängig vom Impfstoff, der Infektionskrankheit und dem Infektionsdruck der Krankheit, also wie wahrscheinlich es für den Hund ist, mit dem Erreger in Kontakt zu kommen.

Lebt der Hund zum Beispiel in einem Risikogebiet für Leptospirose, wird manchmal empfohlen, häufiger als einmal pro Jahr gegen die Krankheit zu impfen.

Bei Staupe, Parvovirose und HCC ("Hepatitis contagiosa canis" oder ansteckende Leberentzündung) kann der sogenannte Impftiter bestimmt werden. Dabei wird getestet, ob noch Antikörper gegen diese Krankheit im Blut des Hundes zu finden sind. Ist dies der Fall, kann eine Auffrischung der Impfung weiter hinausgezögert werden. Dadurch werden nicht unbedingt nötige Impfungen vermieden.

Welche Nebenwirkungen kann ich erwarten?

Der Hauptgrund vieler Hundebesitzer, ihren Hund nicht impfen zu lassen, sind befürchtete Nebenwirkungen. Nebenwirkungen von Impfungen können beim Hund in drei Gruppen unterteilt werden:

Die "Beule", die ab und zu an der Impfstelle entsteht, gehört zu den Impferkrankungen. Diese werden durch die im Impfstoff enthaltenen Antigene verursacht. Hintergrund dieser Schwellung ist meist eine lokale Entzündungsreaktion, eventuell kann diese auch von Adjuvantien (Hilfsstoffen) hervorgerufen werden und mit Schmerzen bei Berührung verbunden sein.

Impfdurchbrüche sind Erkrankungen an der Infektionskrankheit – trotz der Impfung. Diese kann zahlreiche Ursachen haben, wie zum Beispiel falsche Lagerung des Impfstoffes. Dabei sollte auch beachtet werden, dass kein Impfstoff hundertprozentigen Schutz bietet.

Impfschäden werden direkt durch den Impfstoff oder die Injektionstechnik verursacht. Beispielsweise können Abszesse entstehen, falls durch die Injektion Bakterien in die Haut eingeschleppt werden.

Nachwirkungen von Impfungen beim Hund

Obwohl ein Impfstoffhersteller die Unschädlichkeit seines Produktes nachgewiesen haben muss, kann es wie bei anderen Medikamenten auch infolge einer Impfung zu unerwünschten Nachwirkungen beim Hund kommen, die aber nicht länger als einen Tag andauern sollten.

Nachwirkungen einer Impfung beim Hund können unter anderem folgende Symptome beinhalten:

  • Müdigkeit
  • geringes Fieber
  • Durchfall
  • Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Impfstelle
  • Erbrechen
  • Atemprobleme
  • allergische Reaktionen
  • Symptome der Krankheit, gegen die geimpft wurde

Im Allgemeinen sind aber möglichen Risiken einer Impfung gegenüber den Gefahren der geimpften Erkrankung zu vernachlässigen.

Was ist nach der Impfung zu beachten?

Auf jeden Fall sollte der Hund nach der Impfung geschont werden. Stresssituationen und starke körperliche Belastung sind zu vermeiden.

Sehr selten sind die auftretenden Nebenwirkungen so stark, dass die Behandlung durch einen Tierarzt erforderlich ist. Hierbei gilt: Im Zweifel einmal zu oft zum Tierarzt fahren und den Hund untersuchen und behandeln lassen.

Manche Hunde reagieren sensibler auf Impfungen als andere Artgenossen. Treten nach einer Impfung oben beschriebene Nebenwirkungen auf, sollte der Hund nach den darauffolgenden Impfungen ebenfalls genau beobachtet werden. Auch ist es dann umso mehr wichtiger, den Hund nicht öfter als wirklich nötig zu impfen.

Mit welchen Impfkosten muss ich rechnen?

Für eine Komplettimpfung des Hundes (SHPPi+LT) muss je nach Praxis mit etwa 50 Euro gerechnet werden. Wenn nicht gegen alle Krankheiten geimpft wird, kann der Preis sinken.

Was muss ich noch beachten?

Der zu impfende Hund sollte zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein, sprich: über ein funktionierendes Immunsystem verfügen. Um den Gesundheitszustand festzustellen, wird der Hund vom behandelnden Tierarzt gründlich untersucht.

Selten wird empfohlen, dass das Tier vor dem Impftermin nüchtern zu halten oder Impfungen während der Läufigkeit zu vermeiden. Starke Hormonschwankungen könnten das Immunsystem beeinflussen.

Müssen Hunde im Alter geimpft werden?

Ein alter Hund wurde schon oft in seinem Leben geimpft und hat eventuell noch Antikörper im Blut. Bei Bedarf können diese wie zuvor beschrieben über einen Test des Antikörperspiegels bestimmt werden. Jede Impfung ist für den Hund eine Belastung des Immunsystems und birgt gewisse Risiken in sich.

Doch auch ein alter Hund kann sich mit den impfbaren Infektionskrankheiten anstecken und schwerwiegende Symptome entwickeln, wenn keine Antikörper dagegen vorhanden sind. Die Abwägung der Risiken und die Entscheidung, ob Sie Ihren Hund im Alter noch impfen lassen wollen oder nicht, liegt letztlich bei Ihnen.

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Impfung beim Hund: was, wann & wie oft?

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Wie oft sollte man den Hund impfen?

Impfungen werden kontrovers diskutiert. Umso mehr beschäftigt viele Hundebesitzer die Frage, ob und wie oft man den Hund impfen sollte.

Wichtig ist dabei: In Deutschland gibt es keine Impfpflicht für den Hund. Deshalb ist niemand gezwungen, seinen Hund tatsächlich impfen zu lassen, so lange er mit dem Hund das Land nicht verlässt. Bei Reisen ins Ausland wird ein Impfschutz verlangt, dafür gibt es den EU-Heimtierausweis.

Es existiert grundsätzlich eine Empfehlung für eine Grundimmunisierung.

Diese umfasst bei unseren Vierbeinern vor allem folgende Krankheiten, gegen die geimpft werden kann:

Vor allem Staupe und Parvo (Parvovirose) gelten neben der Tollwut als die wichtigsten Impfungen. Beide Infektionskrankheiten treten in Deutschland auf. Eher selten ist beim Hund eine Hepatitis zu finden. Aber auch gegen dagegen kann eine Impfung sinnvoll sein.

Wie oft den Hund gegen Krankheiten impfen lassen?

Wie bei der Frage, ob und wie oft man den Hund entwurmen soll, scheiden sich auch hier die Geister. Die einen empfehlen seit vielen Jahren eine jährliche Impfung. Die anderen halten diese Vorgehensweise für nicht mehr zeitgemäß und gehen davon aus, dass alle drei Jahre sinnvoll ist. Dieser Meinung haben sich inzwischen sogar Impfstoffhersteller angeschlossen.

Und wieder andere sind davon überzeugt, dass eine gründliche Grundimmunisierung im Welpenalter mit drei Impfungen völlig ausreicht. Man kann aber davon ausgehen, dass die Impfungen grundsätzlich sehr wirksam sind. Außerdem haben sich die Impfstoffe im Laufe der Jahre weiterentwickelt.

Das wird auch unterstrichen von der Einschätzung des Weltverbandes der Kleintierärzte. Dieser stellte fest, dass ein Hund, der als Welpe gegen Staupe, Parvo und Hepatitis geimpft wurde, für den Rest des Lebens geschützt ist. Andere Experten gehen zumindest fest davon aus, dass die Impfstoffe gegen Staupe, Parvo und Hepatitis mindestens sieben Jahre lang wirksam sind.

Geimpft wird hier in der Regel in der siebten oder achten Lebenswoche sowie dann noch einmal in der 12. oder 13. Lebenswoche. Das Nachimpfen ist für die Grundimmunisierung notwendig, damit das Immunsystem richtig aufgebaut wird.

Den Hund gegen Tollwut impfen

Viele halten es für angebracht, den Hund zumindest gegen Tollwut impfen zu lassen. Diese Impfung wird ab der zwölften Lebenswoche vorgenommen. Die Tollwut-Impfung ist wichtig, wenn man ins Ausland reisen möchte. Dann muss diese im EU-Heimtierausweis nachgewiesen werden.

Gerne wird außerdem eine Impfung gegen Leptospirose oder auch gegen Zwingerhusten und Zecken-Borreliose empfohlen. Hier gelten ähnliche Regeln wie bei den Impfungen gegen Staupe, Parvo und Hepatitis.

Muss man den Hund überhaupt impfen?

Ob man den Hund überhaupt impfen lässt, muss jeder Hundebesitzer für sich entscheiden. Tatsächlich wird die Impfung immer mehr hinterfragt und viele Hundefreunde sind skeptisch geworden.

Es hat sich mehr und mehr die Ansicht durchgesetzt, dass Hunde zu oft geimpft werden, manche Impfungen überflüssig, wenn nicht sogar schädlich sind. Zwar vertragen Hunde die üblichen Impfungen gut, allerdings können auch Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Juckreiz, Unruhe, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Grundsätzlich sollte sich jeder Hundebesitzer zu den Impfungen umfassend informieren und dann seine persönliche Entscheidung für seinen Hund treffen. Natürlich gilt es dabei auch zu berücksichtigen, ob man selbst ins Ausland reisen und den Hund mitnehmen möchte. In dem Fall holt man am besten Informationen ein, wie der Hund für die jeweiligen Länder geimpft sein sollte.

Video zur Impfung beim Hund mit weiteren Infos

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Hunde richtig impfen

Niemand käme auf die Idee sich jährlich gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen, aber bei Hund und Katze ist das Gang und Gäbe. Aber warum ist das so? Was ist der Grund dafür, dass man noch immer dazu angehalten wird jährlich alles auffrischen zu lassen? Und wie lang hält der Impfschutz wirklich vor?

Alles Wichtige zum Thema „Hunde richtig impfen“ erfahren Sie hier!

Inhalt dieses Artikels

Wie oft und gegen welche Krankheiten impfen

Natürlich wollen Sie, dass es Ihrem Liebling gut geht. Damit dies auch über Jahre hinweg gewährleistet ist und Ihr Hund sich nicht mit gefährlichen Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Parvovirose, ansteckt, sollte er geimpft werden. Beim richtigen Zeitpunkt und der Anzahl der Wiederholungen sind sich die Tierärzte nicht einig und Hundehalter oft verunsichert. Zu oft wird man vom Tierarzt dazu angehalten den Hund jedes Jahr erneut zu impfen. Doch ist das wirklich nötig? Wie oft und gegen welche Krankheiten Sie Ihren Vierbeiner wirklich impfen lassen müssen erfahren Sie im folgenden Artikel.

Impfungen für Hunde halten mehrere Jahre - Wissenschaftlich belegt

Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, das auch die Impfungen für Hunde mehrere Jahre halten und nicht, wie von vielen Tierärzten gepredigt, nur ein Jahr lang. Doch warum raten Tierärzte dann noch immer zum jährlichen impfen? Und kann man einen Hund überimpfen? Was sind die Nebenwirkungen? Und was hat es mit den adjuvanshaltigen Impfstoffen auf sich?

Impfungen für Hunde halten mehrere Jahre und nicht nur ein Jahr lang!

Es hat sich sogar der „WSAVA“ (der Weltverband der Kleintierärzte) zu diesem Thema geäußert.

Was ist der WSAVA? - World Small Animal Veterinary Association

Die WSAVA ist der Weltverband für Kleintierärzte. Aktuell gibt es 93 Mitgliedsverbände mit über 180.000 einzelnen Tierärzten aus der ganzen Welt. Dieser Verband hat im Jahre 2013 neue Richtlinien zur Welpenimpfung herausgebracht.

Und diese Äußerung ist ganz im Sinne der Tiere und auch im Sinne Ihres Geldbeutels. Denn der WSAVA hat ein Impfschema veröffentlicht, der ganz klar darlegt, dass viele Impfungen mehrere Jahre und teilweise sogar ein Hundeleben lang anhalten! Es wird dringend davon abgeraten Hunde (und auch Katzen!) zu oft zu impfen. Ständige Wiederholungsimpfungen belasten den Körper der Tiere immens, erhöhen die Gefahr auf Impfsarkome und erhöhen den Impfschutz NICHT!

Doch warum pochen Tierärzte dann immer noch so vehement darauf, die Tiere jedes Jahr komplett durchimpfen zu lassen? Sind sie einfach nur übervorsichtig? Oder spielt das Geld eine Rolle?

Es ist… das Geld! Die Pharmaindustrie kauft Tierärzte quasi schon in ihrer Ausbildung. Ebenso wie die Futtermittelindustrie (mehr zu diesem Thema unter „Ernährung“). Die Pharmaindustrie hat längst erkannt wie viel Geld sich mit der Übervorsicht der Tierbesitzer machen lässt und macht den Tierärzten das jährliche Impfen schmackhaft durch Vorteilspakete (umso mehr Impfstoff – umso günstiger im Einkauf – umso mehr Gewinn für den Tierarzt!).

Welche Impfungen sind sinnvoll?

Welche Impfungen vorgenommen werden müssen ist auch vom Alter des Hundes abhängig. Haben Sie einen Welpen zuhause hat dieser von seiner Mutter bereits Antikörper bekommen. Diese sind etwa bis zur 10. Lebenswoche aktiv.

Dann, mit 10 Wochen, sollten Sie zum ersten Mal impfen. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Kombinationsimpfung sehr sinnvoll, bestehend aus: Staupe, Hepatitis und Parvovirose. Danach erfolgt mit 4 Wochen Abstand die Auffrischungsimpfung. Wieder die Kombinationsimpfung aus Staupe, Hepatitis und Parvovirose und dazu zusätzlich Leptospirose. Die nächste Impfung erfolgt im Abstand von erneut 4 Wochen. Dabei muss lediglich Leptospirose aufgefrischt werden.

Was sind das für Infektionskrankheiten, gegen die geimpft werden soll?

Mehr Informationen zu den einzelnen Infektionskrankheiten finden Sie Artikel Infektionskrankheiten.

Tollwutimpfung

Weiterhin ist die Tollwutimpfung sinnvoll, auch wenn Deutschland als Tollwutfrei gilt. Eine generelle Impfpflicht gibt es nicht, auch nicht für Tollwut. Sollten Sie jedoch vorhaben mit Ihrem Hund Ausstellungen, Hundeshows oder das Ausland zu besuchen ist eine gültige Tollwutimpfung Pflicht! Die erste Tollwutimpfung sollte frühestens mit 3 Monaten, besser mit 6 Monaten erfolgen, bzw. erst nach abgeschlossenem Zahnwechsel (EMPFOHLEN!).

Sollten Sie wie oben erwähnt Hundeausstellungen oder das Ausland besuchen wollen muss die Tollwutimpfung alle 3 Jahre aufgefrischt werden. Ansonsten ist eine Auffrischung der Tollwutimpfung nicht notwendig.

Nach diesen Impfungen ist Ihr Hund grundimmunisiert. Ab diesem Zeitpunkt brauchen Sie vorerst nicht mehr zum Impfen zum Tierarzt. Die Impfungen halten nach neuesten Studien bis zu 9 Jahre!

Titerbestimmung

Dennoch ist es sinnvoll alle 2-3 Jahre eine sogenannte „Titerbestimmung“ vornehmen zu lassen. Dabei wird dem Hund Blut abgenommen und die Menge der Antikörper wird bestimmt. Ist der Titerwert in Ordnung muss nicht nachgeimpft werden. Ist der Titerwert zu niedrig (Länge der Impfwirkung ist vom Impfstoff abhängig) muss die Impfung aufgefrischt werden.

Somit lässt sich also folgendes Impfschema für Welpen erstellen:

  • 10.-12. Lebenswoche: Staupe + Hepatitis + Parvovirose
  • 14.-16. Lebenswoche: Staupe + Hepatitis + Parvovirose + Leptospirose
  • 18-20. Lebenswoche: Leptospirose
  • 6. Monat oder nach Abschluss des Zahnwechsels: Tollwut als Einzelimpfung
  • Bei Bedarf: alle 3 Jahre Tollwut nachimpfen
  • Titerbestimmung alle 2-3 Jahre

Warum erzählt Ihnen der Tierarzt, sie sollten besser jedes Jahr nachimpfen?

Viele Tierärzte raten leider noch immer zum jährlichen Impfen, da sie es entweder nicht besser wissen oder einfach aus reiner Profitgier! Hinter der Impfstoffherstellung steht eine milliardenschwere Pharmaindustrie, welche natürlich daran interessiert ist so viel Impfstoff wie möglich an den Mann zu bringen. Leider zum Leidwesen der Tiere!

Denn wieso sollten Impfstoffe beim Menschen 10 Jahre oder gar Lebenslang halten und die von Tieren nur 1 Jahr? Oder würden Sie auf die Idee kommen sich jedes Jahr erneut gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen? Was viele nicht wissen: Impfstoffe für Mensch und Tier sind ähnlich aufgebaut und kommen oftmals aus derselben Herstellungsfirma.

Kann man einen Hund überimpfen?

Ganz klar: JA! Ständiges Nachimpfen kann das Immunsystem des Hundes sogar schädigen. Außerdem treten häufig Unverträglichkeiten auf, wie beispielsweise Durchfall, Erbrechen, bis hin zu Autoimmunerkrankungen, Lähmungen und Hirnhautentzündungen. Hin und wieder treten auch sogenannte „Impfsarkome“ auf. Das sind Tumore die an der Impfstelle auftreten. Außerdem stehen Impfungen im Verdacht Allergien, Immunschwächen, Arthrosen und Diabetes hervorzurufen. Leider ist die Forschung in diesem Gebiet mehr als mangelhaft.

Oftmals werden Reaktionen im Körper nur in einem Zeitraum von 2-3 Tagen erforscht. Spätfolgen werden so gut wie nie in die Forschung einbezogen! Doch genau diese Spätfolgen, die oftmals nicht mehr mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden, sind tückisch und gefährlich.

Zum Abschluss ist zu sagen: Lassen Sie sich nichts von Ihrem Tierarzt aufquatschen und lassen Sie sich nicht zu unnötigen Impfungen überreden. Sie handeln damit zum Wohle Ihres Tieres! Wenn Sie die Möglichkeit haben wechseln Sie den Tierarzt. Suchen Sie sich einen Tierarzt, der beim Thema Forschung auf dem neuesten Stand ist und das neue empfohlene Impfschemata umsetzt!

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Impfschutz für viele Krankheiten über Jahre hinweg gegeben und somit ein jährliches Nachimpfen absoluter Unsinn ist! Ausnahmen in der Wirkdauer sind durch Bakterien verursachte Krankheiten wie Leptospirose oder Zwingerhusten. Diese Krankheiten sind aber gut therapierbar und somit ist die Impfung absolut gegenstandslos! Denn bei diesen Impfungen ist das Risiko der Schädigung des Immunsystems deutlich höher, als der Nutzen!

Hier noch einige Zitate von anerkannten Professoren zum Thema Impfen:

Professor Alice Wolf (Texas A&M University, Austin, Veterinary Proceedings, 1998):

“Kinder oder Erwachsene werden nicht jährlich neu geimpft, und es werden auch keine Titer gemessen, ob sie noch einen angemessenen Schutz haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das der Fall ist. Humanimpfstoffe sind nicht anders als Tierimpfstoffe und das Immunsystem von Hund und Katze ist auch nicht anders als das Immunsystem des Menschen.“

T.R.Philipps / R.D. Schultz (Kirk´s Current Veterinary Therapy, 1992):

“Eine Praxis, die vor vielen Jahren einsetzte und der es an wissenschaftlicher Gültigkeit oder Rechtfertigung mangelt, sind jährliche Wiederholungsimpfungen. Für jährliche Revakzinierungen besteht fast ohne Ausnahme keine immunologische Notwendigkeit. Die Immunität gegen Viren hält über Jahre oder das ganze Tierleben lang an. Eine wirksame Impfung gegen die meisten bakteriellen Krankheitserreger ruft ein immunologisches Gedächtnis hervor, das über Jahre anhält und es dem Tier ermöglicht, eine protektive anamnestische Antwort zu entwickeln, wenn es virulenten Erregern ausgesetzt ist…“

Prof. Roland Friedrich, Virologe an der Universität Gießen:

„Jährliche Impfungen sind überflüssig.“

„Die Impfung gegen Leptospirose sollte vermieden werden… Zwingerhustenimpfung halte ich ebenfalls für unnötig. Entscheidend für den Schutz vor Zwingerhusten ist nicht die Impfung, sondern die Art der Haltung.“

Buch- und Leseempfehlungen:

  • Dr. Jutta Ziegler - Hunde würden länger leben, wenn… Schwarzbuch Tierarzt
  • Dr. Jutta Ziegler – Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden: Neue Wege der Therapie

WSAVA Impfrichtlinien für neue Welpeneigentümer

Impfempfehlungen für Hunde und Katzen

Alle aufgeführten Richtlinien wurden durch die "accination Guideline Group (VGG)" der "World Small Animal Veterinary Association (WSAVA)" zusammengestellt.

WSAVA Richtlinien für die Impfung 2015

Infektionskrankheiten Hund

In diesem Artikel finden Sie eine Liste von Infektionskrankheiten mit Informationen zu dieser Krankheit und wie oft Sie wirklich zur Prevenzion dieser Krankheit impfen müssen.

Dieser Beitrag wurde am 08.12.2013 21:16 verfasst.

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Wie oft sollte man den Hund impfen?

Wie oft sollte man den Hund impfen? Die Grundimmunisierung erfolgt im Welpenalter (Fotolia / © Mikkel Bigandt)

Impfungen werden kontrovers diskutiert. Umso mehr beschäftigt viele Hundebesitzer die Frage, ob und wie oft man den Hund impfen sollte.

Wichtig ist dabei: In Deutschland gibt es keine Impfpflicht für den Hund. Deshalb ist niemand gezwungen, seinen Hund tatsächlich impfen zu lassen, so lange er mit dem Hund das Land nicht verlässt. Bei Reisen ins Ausland wird ein Impfschutz verlangt, dafür gibt es den EU-Heimtierausweis.

Es existiert grundsätzlich eine Empfehlung für eine Grundimmunisierung.

Diese umfasst bei unseren Vierbeinern vor allem folgende Krankheiten, gegen die geimpft werden kann:

Vor allem Staupe und Parvo (Parvovirose) gelten neben der Tollwut als die wichtigsten Impfungen. Beide Infektionskrankheiten treten in Deutschland auf. Eher selten ist beim Hund eine Hepatitis zu finden. Aber auch gegen dagegen kann eine Impfung sinnvoll sein.

Wie oft den Hund gegen Krankheiten impfen lassen?

Wie bei der Frage, ob und wie oft man den Hund entwurmen soll, scheiden sich auch hier die Geister. Die einen empfehlen seit vielen Jahren eine jährliche Impfung. Die anderen halten diese Vorgehensweise für nicht mehr zeitgemäß und gehen davon aus, dass alle drei Jahre sinnvoll ist. Dieser Meinung haben sich inzwischen sogar Impfstoffhersteller angeschlossen.

Und wieder andere sind davon überzeugt, dass eine gründliche Grundimmunisierung im Welpenalter mit drei Impfungen völlig ausreicht. Man kann aber davon ausgehen, dass die Impfungen grundsätzlich sehr wirksam sind. Außerdem haben sich die Impfstoffe im Laufe der Jahre weiterentwickelt.

Das wird auch unterstrichen von der Einschätzung des Weltverbandes der Kleintierärzte. Dieser stellte fest, dass ein Hund, der als Welpe gegen Staupe, Parvo und Hepatitis geimpft wurde, für den Rest des Lebens geschützt ist. Andere Experten gehen zumindest fest davon aus, dass die Impfstoffe gegen Staupe, Parvo und Hepatitis mindestens sieben Jahre lang wirksam sind.

Geimpft wird hier in der Regel in der siebten oder achten Lebenswoche sowie dann noch einmal in der 12. oder 13. Lebenswoche. Das Nachimpfen ist für die Grundimmunisierung notwendig, damit das Immunsystem richtig aufgebaut wird.

Den Hund gegen Tollwut impfen

Viele halten es für angebracht, den Hund zumindest gegen Tollwut impfen zu lassen. Diese Impfung wird ab der zwölften Lebenswoche vorgenommen. Die Tollwut-Impfung ist wichtig, wenn man ins Ausland reisen möchte. Dann muss diese im EU-Heimtierausweis nachgewiesen werden.

Gerne wird außerdem eine Impfung gegen Leptospirose oder auch gegen Zwingerhusten und Zecken-Borreliose empfohlen. Hier gelten ähnliche Regeln wie bei den Impfungen gegen Staupe, Parvo und Hepatitis.

Muss man den Hund überhaupt impfen?

Ob man den Hund überhaupt impfen lässt, muss jeder Hundebesitzer für sich entscheiden. Tatsächlich wird die Impfung immer mehr hinterfragt und viele Hundefreunde sind skeptisch geworden.

Es hat sich mehr und mehr die Ansicht durchgesetzt, dass Hunde zu oft geimpft werden, manche Impfungen überflüssig, wenn nicht sogar schädlich sind. Zwar vertragen Hunde die üblichen Impfungen gut, allerdings können auch Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Juckreiz, Unruhe, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Grundsätzlich sollte sich jeder Hundebesitzer zu den Impfungen umfassend informieren und dann seine persönliche Entscheidung für seinen Hund treffen. Natürlich gilt es dabei auch zu berücksichtigen, ob man selbst ins Ausland reisen und den Hund mitnehmen möchte. In dem Fall holt man am besten Informationen ein, wie der Hund für die jeweiligen Länder geimpft sein sollte.

Video zur Impfung beim Hund mit weiteren Infos

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3 thoughts on “ Wie oft sollte man den Hund impfen? ”

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Hunde impfen mit Verstand

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht: Niemand braucht sein Tier oder sich selbst gegen irgend etwas impfen zu lassen, wenn er und sein Tier die deutschen Grenzen nicht verlässt.

Die AGT empfiehlt jedoch eine Grundimmunisierung mindestens gegen Staupe, Parvo und Hepatitis. Dabei muss das Tier gesund sein. Die Impfung gegen Tollwut sollte entsprechend den Vorschriften der deutschen Tollwutverordnung erfolgen. Tollwutwiederholungsimpfungen sind auch in Deutschland in dreijährlichen Abständen zulässig.

Immer noch werden sie verschickt, die Einladungskarten der Tierärzte zur „jährlichen Wiederholungsimpfung“. Dabei entspricht die jährliche Impferei nicht einmal mehr der offiziellen „Leitlinie“ der Tierarztverbände. Aber das interessiert viele Tierärzte nicht, sie möchten auf den schönen Umsatz nicht verzichten.

Kein Mensch geht jährlich zum Impfen. Die einzige Ausnahme ist die Grippeimpfung (falls man an deren Wirksamkeit glaubt). Grippeimpfstoffe werden fast jedes Jahr neu entwickelt, weil sich Grippeviren ständig verändern und die Impfstoffe dann nicht mehr zu den zirkulierenden Erregern passen. Aber sonst sind jährliche Wiederholungsimpfungen in der Humanmedizin unbekannt.

In der Tiermedizin ist das anders, da wird so getan, als hätten Hunde (oder Katzen) kein Immungedächtnis. Das ist natürlich Unfug, alle Säugetiere haben Immungedächtniszellen, ob Mensch, Katze, Hund oder Maus.

Welche Impfungen sollten alle Hunde bekommen?

Sinnvolle und wichtige Impfungen beim Hund sind die gegen Staupe und Parvovirose (Parvo). Beide Infektionskrankheiten kommen auch in Deutschland noch vor, vor allem Parvo. Dagegen sollten möglichst alle Hunde als Welpen geimpft werden. Auch gegen Hepatitis sollten alle Hunde grundimmunisiert sein. Der Erreger kommt zwar in Deutschland kaum noch vor, kann aber wieder eingeschleppt werden. Wenn viele Hunde dagegen Immunität besitzen, kann er sich nicht von neuem ausbreiten.

Tollwut: Deutschland ist seit Herbst 2008 offiziell frei von Fuchstollwut. In den letzten Jahren wurde nur noch Fledermaustollwut festgestellt. Fledermaustollwut wurde bei Hunden in Europa unseres Wissens noch nie diagnostiziert, Katzen können allerdings – sehr selten - daran erkranken. Auf jeden Fall nötig ist eine gültige Tollwutimpfung bei grenzüberschreitenden Reisen mit dem Hund. Gültiger Impfschutz ist jedoch auch im Inland sinnvoll, und zwar für das Restrisiko, dass der Hund mit einem tollwutinfizierten Import-Hund in Kontakt kommt. Das ist zwar sehr selten, aber nicht völlig auszuschließen. Die meisten Tollwutimpfstoffe für Hunde haben eine Zulassung für drei Jahre. Impfstoffe, die nur für ein oder zwei Jahre zugelassen sind, sollte man nicht geben lassen.

Wie oft sollten Hunde gegen Staupe, Parvo und Hepatitis (SHP) geimpft werden?

Wenn es nach der Mehrheit der Tierärzte ginge: Jährlich. Wenn man sich nach den Impf-„Leitlinien“ richtet: Alle drei Jahre. Wenn man sich nach Wissenschaftlern wie etwa Professor Ronald Schultz richtet: Grundimmunisierung und basta. Also zwei- oder dreimalige Impfung im Welpenalter und dann Schluss. Die letzte Impfung sollte nicht zu früh sein, also mit 16 Wochen oder später, zum Beispiel mit sechs Monaten. Die Impfstoffe gegen Staupe, Parvo und Hepatitis gelten als gut wirksam. Es handelt sich um Viruslebendimpfstoffe, die ähnlich wie die Masernimpfstoffe für Menschen sehr dauerhaften Schutz verleihen. Das ist der Grund, weshalb Menschen weder jährlich noch alle drei Jahre gegen Masern nachgeimpft werden. Treten Masern auf, werden nur diejenigen Personen zur Impfung aufgerufen, die noch gar keinen Impfschutz haben. „Nachgeimpft“ oder „aufgefrischt“ wird nicht!

2013 hat der Weltverband der Kleintierärzte (WSAVA) in seinen Impfempfehlungen dankenswerterweise klargestellt, dass ein Hund, der als Welpe richtig gegen SHP geimpft wurde (letzte Impfung mit 16 Wochen oder später), für den Rest seines Lebens immunisiert ist. Ähnlich so wie Menschen mit ihrer Masern-Mumps-Röteln-Impfung im Kleinkindalter.

Wie oft sollten Hunde gegen Tollwut geimpft werden?

Für die amtliche Gültigkeit der Tollwutimpfung ist der Nachimpf-Abstand maßgeblich, den der Hersteller im Beipackzettel angibt. Eine Impfung zum Beispiel mit einem Zweijahrestollwutimpfstoff gilt amtlich nur zwei Jahre, auch wenn der Hund damit länger als zwei Jahre geschützt ist. Hundebesitzer sollten sich Tierärzte suchen, die Dreijahres-Tollwutimpfstoffe verwenden und die drei Jahre in den Heimtierpass eintragen.

Sind Impfungen gegen Zwingerhusten sinnvoll?

Gegen Zwingerhusten gibt es zwei Impfstoffe: Den Impfstoff gegen das Parainfluenzavirus, der oft in Kombination mit Staupe-Parvo-Hepatitis gegeben wird, und den Impfstoff gegen den bakteriellen Erreger Bordetella bronchiseptica (einzeln oder als Zweier-Kombi Parainfluenzavirus). Zwingerhusten kann durch viele verschiedene Erreger verursacht werden, daher erkranken auch regelmäßig gegen Zwingerhusten geimpfte Hunde an dieser in den allermeisten Fällen undramatischen Erkältungskrankheit. Professor Ronald Schultz impft deshalb seine Hunde nie gegen Zwingerhusten.

Was ist mit der Lepto-Impfung?

Leptospiren sind Bakterien, die bei Hunden schwere und sogar tödliche Erkrankungen auslösen können. Die meisten Lepto-Infektionen verlaufen jedoch ohne Symptome oder mild. Auch geimpfte Hunde können an Lepto erkranken, weil die älteren Impfstoffe nur zwei der bei uns vorkommenden Lepto-Arten abdecken, die etwas neueren Produkte decken drei, bzw. vier Arten ab. Lepto-Impfstoffe gelten als nebenwirkungsträchtig, weil sie aus ganzen Bakterien hergestellt werden. Wer gegen Lepto impfen lässt, sollte beachten, dass der Schutz erstens nicht sicher und zweitens relativ kurzlebig ist. Professor Ronald Schultz impft seine Hunde nicht gegen Lepto.

Borreliose, Leishmaniose, Babesiose

Vor allem die Borreliose-Impfstoffe werden hierzulande ziemlich aggressiv vermarktet. Kritische Experten wundern sich darüber; denn die allerwenigsten Hunde, die sich per Zeckenstich mit Borrelien infizieren, werden davon krank. Und wenn, lässt sich die Krankheit gut mit Antibiotika behandeln. Viel häufiger und viel schwerer erkranken Hunde in Deutschland an Anaplasmose, doch darüber erfahren Hundehalter wenig; denn da gibt es keinen Impfstoff zu vermarkten. Borreliose-Impfstoffe gelten als nebenwirkungsträchtig, weil sie genauso krude hergestellt werden wie die Lepto-Impfstoffe, also aus ganzen Bakterien.

Beim relativ neuen Impfstoff gegen Babesiose ist die Frage, ob er wirklich schützt. Hundehalter sollten lieber auf guten Zeckenschutz achten. Auch beim Impfstoff gegen Leishmaniose (der, wenn überhaupt, nur bei Reisen in Leishmaniose-Länder sinnvoll wäre) kann man Zweifel hegen, ob er wirkt.

Können Impfungen schaden?

Die meisten Hunde stecken Impfungen einigermaßen gut weg, auch wenn sie viel zu oft geimpft werden. Manche aber erleiden Nebenwirkungen. Besonders betroffen sind Welpen und kleine Hunderassen, sie haben ein höheres Risiko als ausgewachsene Hunde und größere Rassen. Die Nebenwirkungen können mild und vorübergehend sein: Fieber, Mattigkeit, Appetitverlust, (Gelenk-) Schmerzen u.ä.. Sie können aber auch gravierender sein, etwa wenn allergische Impfreaktionen auftreten mit Kopfschwellung, juckenden Quaddeln auf der Haut, Atemnot, Durchfall, Erbrechen u.ä.. In schweren Fällen kann eine allergische Impfreaktion (anaphylaktischer Schock) den Tod zur Folge haben, wenn der Hund nicht unverzüglich dagegen behandelt wird. Sehr gravierend und sogar manchmal tödlich sind impfbedingte Autoimmunerkrankungen wie Thrombozytopenie und autoimmunhämolytische Anämie, die allerdings sehr selten sind.

Gesundheitsuntersuchungen statt Jahresimpfung

Vor allem ältere Hunde sollten regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden. Aber auch für jüngere Hunde ist ein regelmäßiger Check-up sinnvoll, damit die so häufigen Erkrankungen von Gebiss und Maulhöhle rechtzeitig behandelt werden.

Mit ausdrücklicher Genehmigung von Monika Peichl für die AGT

Alle Rechte vorbehalten. - All rights reserved.

Buch “Hunde impfen/Der kritische Ratgeber”

Einzelpreis: 14,80 EURO.

Veröffentlich im Norbert Höpfinger Verlag

Die AGT empfiehlt ausdrücklich das Buch von Monika Peichl.

Jährliche Impfungen bei Haustieren sind medizinisch größtenteils nicht gerechtfertigt. Sie nützen den Tieren nichts und können ihnen sogar schaden, bis hin zum Tod. In diesem Buch wird erläutert, wie Impfungen funktionieren, welche Impfungen für Hunde sinnvoll sind und welche nicht, und es wird die Forschung über Impfschäden dargestellt. Ziel ist es, Tierhaltern eine informierte Entscheidung über Art und Häufigkeit der Impfungen zu geben.

Impfplan für Welpen – Wann sollte der Hund geimpft werden?

“Natürlich ist der Welpe geimpft”, erzählt der Züchter beim Kennenlernen. Der zukünftige Hundehalter nickt zufrieden – das ist gut. Aber wogegen ist der Welpe eigentlich geimpft und wie oft? Muss man vielleicht in ein paar Wochen die Impfungen auffrischen lassen? Wir verraten Euch, wie ein möglicher Impfplan für Welpen aussieht.

Pflichtimpfstoffe & Wahlimpfstoffe

Bei den Impfungen unterscheidet man zwischen Pflichtimpfstoffen (Core-Vakzinen) und Wahlimpfstoffen (Non-Core-Vakzinen). Zu den Pflichtimpfungen gehören Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Tollwut. Gegen diese Krankheiten sollte Euer Hund immer geimpft bzw. geschützt sein. Achtet beim Hundekauf also darauf, dass diese Impfungen im EU-Heimtierausweis oder Impfpass vermerkt sind. Gleicht die Daten auch mit dem empfohlenem Impfplan für Welpen ab. Soll der Hund erst acht Wochen alt sein, aber im Heimtierausweis ist eine Tollwut-Impfung vermerkt, stimmt irgendetwas nicht.

Es können aber auch noch andere Impfungen im Heimtierausweis stehen: Die sogenannten Wahlimpfstoffe. Hierzu gehören bspw. Immunisierungen gegen Zwingerhusten, Borreliose oder gegen das Herpesvirus. Ob eine Impfung gegen diese Krankheiten notwendig ist, sollte individuell – abhängig von Konstitution, Alter und Haltung des Hundes – entschieden werden.

Übersicht der Impfstoffe

H.c.c. (Hepatitis contagiosa canis)

Vorraussetzungen für die Impfung des Welpen

Bevor der Welpe geimpft werden kann, ist es wichtig, dass er äußerlich und innerlich frei von Parasiten (z.B. Flöhe) sowie entwurmt ist. Zusätzlich dürfen nur gesunde Hunde geimpft werden. Je geschwächter ein Welpe ist, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen. Die Impfung sollte weiterhin nicht zu früh stattfinden, da sich das Immunsystem der Welpen erst bilden muss.

Mögliche Nebenwirkungen der Impfung:

  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Schmerzen
  • Schwellung des Kopfes
  • Atemnot
  • Erbrechen

Stellt Ihr Nebenwirkungen fest, solltet Ihr unbedingt Euren Tierarzt aufsuchen. Zusätzlich kann es zu einer leichten Spritzreaktion, also zu einer Schwellung an der Impfstelle, kommen. Die Schwellung bildet sich in der Regel aber kurz nach der Behandlung zurück.

Empfohlener Impfplan für Welpen (Pflichtimpfstoffe):

Jede Impfung besteht aus einer Grundimmunisierung und den Wiederholungsimpfungen (in der Regel alle 1 bis 3 Jahre). Die erste Immunisierung besteht jeweils aus zwei bis drei Teilimpfungen im Abstand von ca. vier Wochen und einer abschließenden Impfung nach spätestens einem Jahr.

Empfohlener Impfplan für Welpen (Wahlimpfstoffe):

Die Impfung gegen Borreliose schützt weder vor Zecken, noch davor, dass der Hund an Borreliose erkrankt. Der Impfstoff enthält nämlich nur einen der möglichen fünf Borrelien-Stämme. In Deutschland gibt es jedoch hauptsächlich andere Borrelien-Erreger, gegen die kein Schutz garantiert wird. Deshalb muss zusätzlich ein wirksamer Zeckenschutz erfolgen. Die Impfung wird vor allem in Gebieten empfohlen, in denen Zecken sehr häufig vorkommen. Eine Auffrischung sollte jährlich vor Beginn der Zeckensaison (vor März) erfolgen.

Impfung gegen das Herpesvirus

Zusätzlich kann eine trächtige Hündin gegen das Herpesvirus geimpft werden. Insbesondere in der Hundezucht kann die Impfung relevant sein, da das Virus teilweise zu erheblichen gesundheitlichen Schäden bei den Welpen führt. Deshalb wird die Krankheit auch manchmal als “infektiöses Welpensterben” bezeichnet.

Wer sich für eine Impfung gegen das Herpesvirus entscheidet, sollte seine Hündin während der Läufigkeit bzw. etwa eine Woche nach dem Deckakt erstmals impfen lassen. Eine Auffrischung ist ein bis zwei Wochen vor dem Wurftermin ratsam. Stimmt im Einzelfall mit Eurem Tierarzt ab, ob die Impfung für Eure Hündin sinnvoll ist und wann bzw. wie oft sie erfolgen sollte.

DeineTierwelt

Dein Tier in besten Händen: Wir geben Dir Informationen und Tipps zu Deinem Liebling.

1 25. Januar 2016

Guten tag, wie hoch sind die kosten für diese Impfungen

Eine Frühimmunisierung empfiehlt sich in gefährdeten Beständen

1 В bei Welpen ohne FrГјhimmunisierung

2 В FГјr einige Tollwutimpfstoffe wird in den Gebrauchsinformationen eine zweite Immunisierung mit 15 Lebensmonaten empfohlen,В

das trifft auf den Tollwutimpfstoff der Firma MSD Tiergesundheit nicht zu. Eine Wiederholungsimpfung ist bei Verwendung des Tollwutimpfstoffs der Firma MSD Tiergesundheit mit 15 Monaten gemäß Zulassung nicht erforderlich.

Bb = Bordetella bronchiseptica

L4 = Leptospirose (4-fach)

Leitlinie zur Impfung von Kleintieren, 12. Dez. 2016, 4. Auflage

Impfung hund wie oft

Wie oft sollte ein Hund mit Duramune geimpft werden

Duramune ist ein Kombinationsimpfstoff für Hunde gedacht. Es schützt Hunde gegen Parvovirose, Staupe , Hepatitis, Parainfluenzavirus , Coronavirus und Adenovirus Typ 2. Wenn die Duramune Impfung für einen Hund gegeben , das Immunsystem entwickelt die notwendigen Antikörper zur Abwehr dieser Krankheiten . Die Duramune Impfung wird oft für Hunde empfohlen, da es eine kostengünstige und zeitsparende Impfung.

Duramune als multivalenter Impfstoff bekannt. Was dies bedeutet, ist, dass sie zur Stimulierung der verschiedenen Arten von Antikörpern in den Hund , verhindert verschiedenen Krankheiten und Krankheiten nicht nur eine ist . Kombinationsimpfstoffe wie diese können bei Hunden jeden Alters verwendet werden, um gegen verschiedene Krankheiten angewendet werden. Duramune wurde entwickelt, um gegen Hepatitis , Staupe , Parainfluenza-Virus , Parvovirus und Coronavirus mit einer Mischung aus beiden modifizierten Lebend und abgetöteten Impfstoffen impfen.

Beginn der Serie

Ein Welpe kann zu den ersten in einer Reihe von Injektionen Duramune Impfung im Alter von 6 Wochen. Da Duramune wird in einer Reihe verabreicht werden mehrere Schüsse notwendig bei diesem Verfahren vor der vollen Wirkung der Impfung zu spüren . Nach der ersten Injektion sollte die Welpen eine zweite Injektion drei Wochen später , und einer dritten Impfung drei Wochen nach der das empfangen. Diese erste Reihe von Impfungen wird sichergestellt, dass der Welpe richtig für all diese Krankheiten.

One Year Booster

Nach dem ursprünglichen Zeitplan von Impfungen verabreicht wurde geschützt, der Hund nicht brauchen einen zusätzlichen Duramune Impfung bis sie 1 Jahr alt. Ein Duramune Auffrischungsimpfung wird dazu beitragen, weiteren Schutz Immunsystem des Hundes von den Krankheiten und Krankheiten , die der Impfstoff schützt vor zu gewährleisten.

Nach dem einjährigen Duramune Impfung Booster ist eine weitere Impfung mit Duramune erst zwei bis drei Jahre später erforderlich. Im Gegensatz zu einigen Impfungen, ist die Duramune Impfung eine, die für die gesamte Lebensdauer Ihres Hundes ständig erforderlich ist und keine dauerhafte Immunität erzeugt.

Fragen Sie Ihren Tierarzt

Die Duramune Impfung unter Tierärzten beliebt, weil es kostengünstig ist und einfach, da es sechs verschiedene Krankheiten und Krankheiten behandelt alle auf einmal. Weil Ihr Hund kann nicht wirklich fordern Impfung für alle diese Krankheiten jedoch kann es am besten mit Ihrem Tierarzt vor der Planung auf einem Duramune Impfung konsultieren. Es gibt einzelne Impfungen für jede der Krankheiten, die Duramune -Adressen als auch , und diese können besser für Ihren Hund in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren wie geographische Lage und Rasse des Hundes anzugeben.

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