frei Schnauze!
die ultimative Hundeantwort

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Du, Flegel ! – der pubertierende Hund
Unser Hund kann theoretisch alles was er „können“ sollte und weiß dies auch. Dachte ich zumindest bis vor Kurzem. „Hier“, „Sitz“, „Aus“, „Bleib“ und sonstige Grundkommandos beherrscht er mustergültig. Ein echter Streber. Wenn man seinen Namen ruft, scheint er zu wissen das er gemeint ist, wenn er sich von mir entfernt und mittels „Hier“ gerufen wird, kommt er. Beim Gassigehen zieht er mich nicht hinter sich her, im Gegenteil, er geht an der locker gehaltenen Leine, und sobald wir einem anderen Hund oder Menschen begegnen, verhält er sich „normal“ und geht weiter.
Bereits im Welpenalter habe ich ihm vieles erlernt und bin begeistert wie schnell und nachhaltig er dies alles beherrscht.
Ich werfe mitleidige Blicke auf andere Hundebesitzer, bei denen dies so ganz anders ist und welche vermeintlich am Ende ihrer Kräfte zu sein scheinen, wenn es um das Thema „Hundeerziehung“ geht. Viele von ihnen haben scheinbar vor ihrem Hund kapituliert, so das in deren Mensch-Hund Beziehung mittlerweile der Hund das Sagen hat.
STOP, einmal Rückspulen bitte! Ich befinde mich derzeit in einer Hundebesitzer-Phase, in welcher es mir nicht viel anders geht als den Menschen, denen ich noch vor einem Monat meine mitleidigen Blicke zugeworfen habe und mir dachte „Zum Glück ist das bei uns nicht so!“
Was ist mit meinem 10-monatigen Junghund los? Was ist aus diesem Musterknaben geworden? Welcher Schalter im Kopf wurde vor einigen Wochen umgelegt ohne daß ich hierauf hingewiesen wurde? Was habe ich falsch gemacht? Habe ich etwas übersehen? Mache ich derzeit etwas falsch? Geht das vorbei?
Ein „Sitz“ wird nun generell beim ersten Mal überhört, „hier“ scheinen wir nie gelernt zu haben und „Toni“ wer ist das? Eine Leine kennt mein Hund auch nicht mehr, diese scheint, wenn es nach ihm ginge, nicht mehr benötigt zu werden, denn „Herr Hund“ möchte nun beim Gassigang selbst entscheiden in welche Richtung es geht. Andere Hunde denen wir begegnen sind plötzlich „Feinde“, bei deren Anblick mein sozialisierter, liebevoller Familienhund zur Bestie mutiert.
Na Bravo! Willkommen in der Pubertät, der „Flegelphase“ wie diese auch genannt wird. Da das Wort „Flegel“ jedoch so negativ behaftet ist, versuche ich dies hier zu vermeiden.
Ich wusste daß es diese Phase gibt, dachte aber in meinem jugendlichen Leichtsinn diese Phase eventuell überspringen zu können und unser Hund würde über Nacht vom Junghund zum adulten Hund werden. Falsch gedacht.
Die Pubertät hat uns fest im Griff.
Experten empfehlen in dieser Phase „die Nerven zu behalten“ und dem Hund gegenüber Ruhe und Souveränität auszustrahlen. Das sollte man auch und das muss man auch.
Übertriebene Strenge und Härte dem pubertierenden Hund gegenüber sind das falsche Erziehungsmittel und sind definitiv hinderlich für die weitere Bindung und Entwicklung. Ich weiß dies alles, theoretisch, sage es mir auch täglich, und trotzdem gelingt es mir nicht immer, diese Regel einzuhalten. Denn es nervt, es nervt unglaublich.
Wie ihr seht bin auch ich nur ein Mensch der nicht jeden Tag gleicht gut gelaunt ist und der nicht täglich mit der nötigen Portion Geduld und Ausgeglichenheit versehen ist. Ich kann hier schnell klug schreiben und könnte mich ebenfalls als „Mrs. Perfect in Sachen Hundeerziehung“ darstellen, dies verbietet mir allerdings meine „freiSchnauze“ Einstellung.
Die Pubertätsphase beim Hund fordert einiges an Reserven beim Hundehalter, denn wie bei pubertierenden Kindern, äh, Jugendlichen, so testet auch der „fast“ erwachsene Hund seine Grenzen aus und „bockt“ bei allem was er tun oder nicht tun soll.
Um diese wilde Phase gut zu überstehen muss man konsequent bleiben. Ich selbst habe in den letzten Wochen gemerkt, daß ich die notwendige Konsequenz fast außer Acht gelassen hätte und habe das ein oder andere Mal meinem Hund seinen Willen gelassen nur damit ich Ruhe habe. Das Ergebnis durfte ich schnell sehen.
Wenn er nicht nach dem zweiten „Hier“ nicht gekommen ist, dachte ich „lass es halt bleiben“ , wenn er an der Leine zog wie ein Zugpferd, weil er unbedingt auf die andere Straßenseite wollte, habe ich nachgegeben bevor mir meine Schulter ausgekugelt wird und wenn er mir, obwohl ich ihn dreimal auf seinen Platz geschickt habe, dreimal nachgelaufen ist, habe ich es beim vierten Mal ignoriert.
Wenn er wie eine wilde Bestie, andere Hunde beim Spazierengehen angeknurrt und mit fletschenden Zähnen angebellt hat, habe ich ihn angeschrien.
Was bin ich nur für eine Hundemutter?
Das war nicht gut, gar nicht gut. Also, alles zurück zum Anfang!
Wie wir es schaffen werden unseren „Halbstarken“ wieder auf normales Niveau zu bringen, dazu später. Vorab beschäftigt mich die Frage was in dieser, für mich unnötigsten, Entwicklungsphase mit meinem Hund passiert.
Die Adoleszenz-Phase, also die Zeit des Heranwachsens, wird von jedem Hund durchlebt und ist eine wichtige Phase in der Entwicklung eines Hundes.
In dieser Phase erreichen die Junghunde ihre Geschlechtsreife, was jedoch nicht gleichermaßen bedeutet das sie nun erwachsen sind. Man beschreibt die Adoleszenz-Phase als die Entwicklungsphase des Hundes zwischen der Geschlechtsreife und dem Erwachsensein. Der Zeitpunkt und die Dauer können von Rasse zu Rasse und Hund zu Hund von unterschiedlicher Dauer sein. Bei dem einen Hund setzt diese Phase früher ein, beim anderen später. Im Regelfall tritt diese jedoch zwischen dem 7. Und 12. Monat ein.
Ein Zeichen der beginnenden Adoleszenz-Phase bei Rüden kann die Tatsache sein, das sie mittels Beinheben ein Markierverhalten an den Tag legen, Hündinnen werden in dieser Phase zum ersten Mal läufig.
Okay, das Markierverhalten ist bei uns stark erkennbar, zu stark. (aber dies möchte ich in einem anderen Beitrag beschreiben)
Woran kann man aber nun erkennen, daß der Hund von der Pubertät in Beschlag genommen wurde? Hier einige Anzeichen
- Der Hund wird EMPFINDLICH was spontane Berührungen betrifft. Teilweise zuckt er regelrecht zusammen, wenn er spontan angefasst wird.
- ENTSPANNUNG durch direkte Berührung fällt ihm schwerer und es dauerst somit länger bis er mittels ruhigem Streicheln in eine entspannte Haltung zurückkehrt
- UNKONZENTRIERTHEIT bei der Beschäftigung lässt sich erkennen, da der Hund am liebsten zehn Dinge auf einmal tun möchte. Spielen oder doch lieber ruhen? Auf dem Kauknochen kauen, oder doch lieber zu Herrchen kommen und gestreichelt werden?
- Die neu entdeckte FREIHEIT wird beim Spazierengehen deutlich. Der Hund entfernt sich nun wesentlich weiter von uns als noch vor Wochen.
- MARKIEREN „was das Zeug hält“. Phasenweise muss sich der Hund nochmals umdrehen wenn er beim Vorbeigehen eine scheinbar interessante Geruchsstelle „überrochen“ hat, teilweise wird hier sogar der Urin des Vorgängers regelrecht aufgeschleckt um einen noch intensiveren Eindruck über dessen Hormonstatus zu erlangen.
- Ein schnelles ERREGUNGSNIVEAU, welches nur langsam zu sinken scheint ist erkennbar.
- VERTEIDIGUNG und HORTEN von RESSOURCEN kann sich dahingehend äußern, daß Knabbersachen in Sicherheit gebracht werden und nicht mehr seelenruhig in Anwesenheit von anderen Hunden genossen werden können.
- SPIELVERHALTEN : ein vormals noch ausgelassenes Spiel zwischen befreundeten Hunden kann plötzlich forscher werden und dient nun der Herstellung der Rangordnung.
- Plötzlich wird ein bis dato noch nicht erlebtes JAGDVERHALTEN erkennbar.
Ich sag mal so: würde ich „Hunde-Pubertäts-Lotto“ spielen, hätte ich nun nen Sechser mit Zusatzzahl und Super-Joker. JACKPOT!
Das klingt nach einer ausreichenden Portion geistigem Stress den unsere „jungen Wilden“ nun durchleben, und das ist es auch für sie. Der Junghund nabelt sich nach und nach ab und wird nun langsam erwachsen.
Im Großen und Ganzen ist er nun anfälliger für Stress, da in seinem Gehirn eine Großbaustelle Einzug genommen hat. Erinnern wir uns an unsere Pubertät – eine chaotische Gefühlswelt.
Mit der Einstellung „das geht schon vorbei“ haben wir hier allerdings den falschen Ansatzpunkt. Klar, es geht schon vorbei, irgendwann und irgendwie. Der Hund der allerdings am Ende dieser Phase „herauskommt“, wenn wir diese Phase mit der „es geht schon vorbei“-Einstellung ignorieren wird jedoch ein anderer sein, als der, den wir als süßen Welpen und gelehrigen Junghund hatten.
Ich selbst ertappe mich bei Mitmenschen mit Sprüchen wie „das hat er noch nie gemacht“ oder „das macht er nun mit Absicht“. Merke auch das mein tägliches Training weniger wurde, da ich davon ausging das er ja alles mit Bravour beherrscht und kehre mit dieser Erkenntnis nun zurück zu meinem alten, täglichen Training.
Welch schwierige Folgen es haben kann, wenn ich nicht zu meiner früheren Konsequenz zurückkehren würde, möchte ich hier aufzeigen
- Die Mensch-Hund Beziehung kann gefährdet werden da man sich, gegenseitig, emotional gefrustet, nach oben schaukelt wodurch man schneller lauter wird als vorher was das Vertrauen des Hundes sinken lässt
- Angst-, und oder Aggressionsverhalten kann hieraus entstehen
- Der Hund wird frustriert, da er seinen Bedürfnissen nicht mehr nachkommen darf
So, nun habe ich den theoretischen Teil ausreichend beschrieben, fehlt scheinbar nur noch die Praxis.
Und „ja“ ich habe aus meinen Fehlern gelernt und begleite unseren Hund mit Geduld und Konsequenz in dieser Entwicklungsphase.
- Ich achte nun wieder mit Bedacht darauf zuerst die Haustür zu verlassen bevor es nach draußen geht.
- Sobald unser lieber Toni an der Leine glaubt, vorpreschen zu müssen, bleibe ich stehen und warte bis er zu mir zurückkehrt. Ich vermeide es ihn an der Leine zu mir zurück zu zerren, warte bis er an meine Seite kommt und mich anschaut, und gehe erst dann weiter. Diese Prozedur kann zeitweise 2,3 Minuten dauern, aber ich merke das er so langsam wieder merkt, wer entscheidet, wann gegangen wird.
- Wenn ich hundische Artgenossen sehe dann nehme ich ihn nicht gleich fest an die kurze Leine und gebe ihm somit nicht das Gefühlt „Gefahr in Anmarsch“ und wenn er den anderen Hund anbellt, schreie ich ihn nicht an, da dieses Anschreien ihn in seiner Erregung bestärken kann. Nein ich gehe einfach weiter, und wenn er sich ruhig verhält wird er belohnt.
- Wenn er sich im Freilauf befindet, übe ich verstärkt „Hier“ und belohne ihn wenn er kommt ohne ihn gleich wieder anzuleinen. Wenn er beim zweiten „Hier“ nicht kommt, dann hole ich ihn, leine ihn an und gehe mit ihm weiter.
- Wenn es an der Tür klingelt, wird Toni auf seinen Platz geschickt und muss dort warten bis unsere Besucher unsere Wohnung betreten haben. Ein Anspringen und Anknabbern der Besucher wird NICHT toleriert.
- Sobald ich ihn auf seinen Platz schicke, achte ich darauf daß er auch dort bleibt, ich übe dies so lange, bis dies auch funktioniert und erlöse ihn dann wenn er liegen geblieben ist.
Kurzum, ich bin der Herr im Haus und außer Haus sowieso. Trotz allem darf unser Hund sich ausleben, darf rennen, spielen und lernen. Dies alles versuche ich mit einem ruhigen aber bestimmten Ton zu begleiten ohne zu Schreien.
Was soll ich sagen? Ich war kurz vor der Resignation, das gestehe ich, habe mich aber zusammengerissen und gemerkt, daß es mir und uns im Zusammenleben nur besser gehen kann, wenn ich diese Phase akzeptiere und zu meiner alten Stärke als Rudelführer zurückkehre.
Heute wurden nur noch zwei von vier Hunden angebellt und der 40 minütige Spaziergang, der mittels stop and go um circa 30 Minuten erweitert wurde, führte letztlich dazu das ich wieder einen Hund hatte, der an der locker gehaltenen Leine an meiner Seite trabte.
So soll es weitergehen…. Toni, bitte werd schnell erwachsen….
Flegelphase hund
Die Flegelphase: Hirn außer Betrieb?

Die Zeit mit dem niedlichen Welpen ist um. Quasi über Nacht ist der kleine, herzig aussehende Welpe in die Höhe geschossen, besteht fast nur noch aus Beinen und hat das Kindliche fast vollständig abgelegt. Doch nicht nur das Aussehen verändert sich rapide. Einmal mehr stehst du da und verzweifelst, weil du das Verhalten deines eigenen Hundes nicht mehr wiedererkennst.
Rien ne va plus?
Nichts geht mehr?
Genau das Gefühl hast du!
Manch ein Zweibeiner mit Junghund an seiner Seite fragt sich, warum er sich um Himmels Willen bloß zu allem, was er sonst noch um die Ohren hat, auf das Abenteuer Hund einlassen musste. Was sich in der Welpengruppe womöglich noch leicht anging, kann jetzt zur mittelschweren Sinnkrise führen. Denn alles, was so gut anfing in Sachen Hund, klappt nun rein gar nicht mehr. Kleine Fehler im Umgang mit dem Welpen, die man gemacht hat, muten jetzt an wie das bröckelige Fundament, auf dem man unmöglich ein ganzes Haus bauen kann.
Aber auch die, die in der Welpenarbeit einen echt „sauberen“ Job gemacht haben, sind irgendwann im Junghundealter ihrer Hunde an einem Punkt, wo die kleinen und großen Zweifel kommen können, denn nichts will mehr so richtig funktionieren. Der Hund, der bis dato eher der eigene Schatten war, wird selbstständig. Ist man zuvor mehr noch über ihn gestolpert, kann jetzt die Zeit kommen, in der er, flügge geworden, alles vergessen zu haben scheint, was man ihm mit viel Liebe und Engagement bislang beizubringen geglaubt hat. Der Hund ist unaufmerksam, hat scheinbar seinen Namen vergessen und schaut dich bei Übungen, die zuvor bestens geklappt haben an, als wenn ein Außerirdischer vor ihm stehen würde, dessen Sprache er noch nie gehört hat. Falls er überhaupt noch zuhört! Hier? Sitz? Platz? Ist anscheinend alles ausverkauft.
Du hast bei deinem Hund das Gefühl, er schläft nachts auf deinen alten Tarzanheften, so dicke Hosen hat er an? Und im nächsten Moment fürchtet er sich plötzlich mimosenhaft vor Dingen, die er früher nicht mal eines Blickes gewürdigt hat?
Herzlich willkommen in der Flegelphase deines Hundes!
Bevor deine Mundwinkel noch weiter nach unten gehen, weil du dich und deinen Frust gerade genau beschrieben fühlst, die gute Nachricht: Dein Hund pubertiert zwar gerade, aber zum Glück geht das sogar schneller vorbei als bei unseren Menschenkindern!
Darin steckt vor allem die Information: E s g e h t v o r b e i!
Du musst nur geduldig sein und am Ball bleiben. Je gelassener du die Flegelphase deines Hundes annehmen kannst und eben nicht gleich kapitulierst und dich, deine Entscheidungen für den Hund, deinen Hundeverein, die Trainer oder Gott-weiß-wen für schuldig erklärst, desto schneller hast du diese Phase überstanden.
Tue dir, deinem Hund und allen anderen Beteiligten den Gefallen, NICHT das Handtuch zu werfen. Nimm es mit starken Nerven und einem wissenden Lächeln, denn das steht dir besonders jetzt sehr gut!

Aber erst mal ein paar Infos, was gerade geschieht: Das Wort Pubertät kommt aus dem Lateinischen von pubertas und bedeutet „Geschlechtsreife“. So bezeichnet man auch bei Hunden die einsetzende Geschlechtsreife im Alter von etwa 7-10 Monaten als Pubertät oder auch Flegelphase.
Beim ein oder anderen fällt sie arg lang oder besonders spürbar aus, beim anderen geht’s schneller vorbei oder ist weniger heftig.
Was geht bloß in seinem Kopf vor?
Das hat übrigens nicht so viel mit dir und deiner Kompetenz zu tun, sondern liegt in den Genen deines Hundes und ist ein völlig normaler Entwicklungsprozess.
Im Zuge des Reifens und Erwachsenwerdens prägen sich erst Dinge wie Territorialverhalten, Sexual- und Jagdinstinkt aus. Manche davon stehen im direkten Zusammenhang mit den Hormonen, die der Körper jetzt ausschüttet. Doch Pubertät bedeutet mehr als nur das Erlangen der Geschlechtsreife. Es bedeutet den langen und oft schwierigen Prozess des Erwachsenwerdens, eine regelrechte Stimmungsachterbahn.
Es sind also nicht nur äußerliche Veränderungen, die man unschwer sehen kann, es ist vor allem auch ein großer Umbruch im Gehirn des Hundes im Gange: Während der Welpe fast wahllos alles aufgenommen und wie ein Schwamm aufgesogen hat, wird nun umgewandelt, sortiert, im Oberstübchen neu verknüpft oder ins Nirwana verschoben. Effizienter und energiesparender soll das Gehirn jetzt arbeiten. Ähnlich wie beim Menschen wird beobachtet, dass das Gehirn in der Pubertät eine Art Umbauphase durchläuft. Die Nervenzellen erleben vor der Pubertät einen enormen Wachstumsschub. In der Pubertät scheint es, als würde grundlegend renoviert, denn übermäßige und wenig genutzte Zellen und Kontaktstellen sterben ab, andere wichtige Schaltstellen erleben eine Art Festigung, so als ob sich das Gehirn für die Aufgaben und Herausforderungen eines Erwachsenen rüstet.
Nicht alle Areale des Gehirns reifen dabei gleichermaßen. Maßgeblich übergeordnet als eine Art „Oberkommandozentrale“ ist der präfrontale Cortex. Er reguliert die kognitiven Prozesse so, dass situationsgerechte Handlungen ausgeführt werden können. Dieser reift jedoch nachweislich am langsamsten, was eine Begründung dafür sein könnte, dass pubertierende Lebewesen wesentlich impulsiver und emotionaler handeln als Erwachsene.
Ebenso kann erklärt werden, warum es einen Einbruch in Sachen Motivation und dem bisherigen Belohnungsprinzip gibt, denn wesentliche Nervenbahnen in Sachen Dopamin (=Glückshormon) sollen laut aktueller Forschungen im Umbruch ebenso abgebaut werden, währenddessen die Stressempfindlichkeit ansteigt. Der Hund ist leichter erregbar, Angst-, Frustrations- oder auch Aggressionsverhalten wird in dieser Lebensphase viel leichter ausgelöst, man spricht davon, dass der zuvor coole Hund jetzt plötzlich eine Phase hat, in der er „spooky“ ist (= Gespenster sieht).
Im präfrontalen Cortex werden Sinnesreize verarbeitet, es erfolgen emotionale Bewertungen und er ist somit zuständig für situationsangemessene Entscheidungen. Übersetzt bedeutet das, Wahrnehmungs- und Gedächtnisleistungen verringern sich, der Hund reagiert emotional oft völlig unangemessen und ist abgelenkter durch Außenreize.
Der eigene Rüde provoziert plötzlich ein aggressives Kräftemessen mit seinem bislang liebsten Spielkumpel oder die Hündin reagiert plötzlich unentspannter auf sexuell motivierte Rüden oder auch andere Hündinnen.
Besucher werden vielleicht neuerdings verbellt, Markierungsverhalten nimmt stark zu, der Hund testet, welche für ihn wichtigen Ressourcen er für sich beanspruchen kann und ob zuvor gesetzte Grenzen nicht vielleicht doch aufzuheben oder wenigstens zu versetzen sind.

Viele Hunde zeigen sich in dieser Phase jedoch auch dünnhäutig, reizbar und ängstlich. Laute Worte, eine schnelle Bewegung oder ein Geräusch schüchtern den Hund ein, Kleinigkeiten machen dem Hund Angst, das Ego steht irgendwo zwischen „Größenwahn“ und „Hypersensibilität“ und die Stimmung schlägt oft binnen Sekunden um.
Natürlich wird der Hund diese Lebensphase bei euch durchstehen, zumindest hoffe ich, dass ihr ihn nicht zum Züchter zurückbringt, ins Tierheim abgebt oder voller Frust dem nächsten Nachbarn schenkt.
Es scheint, als trage er das Weltschicksal auf seinen Schultern!
Als Erstes gilt es also, Kenntnis über und Verständnis für das zu haben, was in und mit euren Hunden geschieht.
Geduld lässt euch diese Phase durchstehen, aber das alleine reicht nicht aus, denn neben den hormonellen Veränderungen gibt es die unzähligen Lernerfahrungen, auf die eurer Hund auch nach Durchleben seiner Pubertät zurückgreifen wird.
Es gilt für zweifelnde Hundebesitzer: Raus aus der Hilflosigkeit, Pläne schmieden, lenken, leiten und führen!
Spätestens jetzt sollte also das Training den Schwerpunkt darauf legen, dass Hund wie Mensch lernen, an Aufmerksamkeit, Ruhe, Gelassenheit, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz zu arbeiten. Es gilt, den Hund einfühlsam und vorausschauend zu führen, lieber einmal mehr abzusichern und nicht durch sinnlose und unüberlegte Dinge im Erregungslevel permanent hochfahren zu lassen, auch wenn der Hund scheinbar nie wieder mehr strotzt vor lauter Power und Aktivität.
„Mit Verstand und Souveränität führen“ ist die Devise, nicht aber den Hund mehr und noch mehr zu fordern und zu scheuchen oder gar aus Verzweiflung und Frust den Hund nun härter anzupacken. Wir Menschen können verhindern, dass der Hund aus unserer Sicht Fehler macht. Sei es, in dem brenzligen Situationen vermieden werden oder der Hund einmal mehr mit einer langen Leine abgesichert wird. Ruhe, Geduld und Gelassenheit helfen besonders in Angstphasen mehr, als wenn ein Hund während der Umbauarbeiten in seinem Kopf einen ebenso kopflosen Menschen an seiner Seite hat.
Einmal mehr gilt der Spruch: „Willst du einen ruhigen und gelassenen Hund an deiner Seite haben, musst du selbst erst ruhig und gelassen sein!“
Ich wünsche und hoffe, dieser kleine Artikel konnte ein wenig dazu beiragen, dass du verstehst, was gerade bei dir und deinem Hund passiert. Ich wünsche dir, dass du einmal mehr zeigst, dass dein zweiter Vorname Geduld ist, du dich nicht persönlich angegriffen fühlst durch seltsame Reaktionen und unangemessenes Verhalten deines Hundes und dass du weiterhin Spaß daran hast, dein Leben trotz aller kleineren und größeren Schwierigkeiten mit einem Hund zu teilen, auch wenn du jetzt gerade einen besonders großen Sack Humor brauchst, um es gelassen nehmen zu können.
NEU: Job your dog KIDS
(Erster Kurs startet im März)
Der nächste JYD Kurs startet im März 2018
"Stress an der Leine"
Canicross & Dogscootering Workshop für Winter in Planung
"Fit your dog" Fr. 16.30 Uhr
Fundummy (Fr vormittags)
Wir verabschieden Anke Lache aus dem Team und wünschen ihr alles Gute für die Zukunft.
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Die Flegelphase
Was tun mit einem Hund, der mitten in der Pubertät steckt und partout nicht mehr das tun will, was er als reizender Junghund gerne und bereitwillig gemacht hat? Der nicht mehr kommt, wenn man ihn ruft, der plötzlich beginnt, mit Artgenossen zu raufen, der das Sofa verteidigt und der die Lust am Hasenjagen ganz neu für sich entdeckt hat? Die meisten Hundehalter raufen sich in dieser Phase verzweifelt die Haare und erkennen ihren eigenen Vierbeiner nicht wieder. Nun ist Konsequenz gefragt – und manchmal auch eine gute Portion Humor!
In der Pubertät wird auch die Bindung zwischen Hund und Menschen gefestigt. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie diese wichtige Zeit entsprechend nutzen und Ihrem Hund nicht mit Strenge und Härte begegnen. Auch wenn es manchmal nervt, wenn er nicht kommt, wenn er soll: Schreien Sie ihn nicht an und werden Sie niemals aggressiv. Ihr Hund braucht gerade jetzt, in dieser auch für ihn chaotischen Zeit, Sicherheit. Strahlen Sie ruhige Souveränität aus. So merkt Ihr Hund, dass er sich auf Sie verlassen kann und Sie schwierige Situationen für ihn meistern können – sehr wichtig für die Mensch-Hund-Bindung.
Wichtig während der Pubertät ist in jedem Fall Konsequenz. Hundehalter mit Vierbeiner in der Flegelphase wissen dies: Ihr Liebling scheint plötzlich alles vergessen zu haben, was man ihm vorher liebe- und mühevoll beigebracht hat. Umso wichtiger ist es nun, dass Sie nicht die Flinte ins Korn werfen und täglich weiter üben und trainieren. Einige Minuten sollten Sie jeden Tag reservieren, um Signalwörter wie "Komm", "Bleib", "Sitz" und "Platz" weiterhin konsequent zu üben. Experten empfehlen während der Pubertät auf besonders wirksame Motivationshilfen zurückzugreifen: Geben Sie Ihrem Hund ruhig seine absoluten Lieblingsleckerli, wenn er etwas gut gemacht hat, oder setzen Sie sein favorisiertes Spielzeug als kleinen Jackpot ein, wenn die Übung gut geklappt hat. Das motiviert – und Spaß beim Lernen ist gerade auch in der Pubertät sehr wichtig. Ein guter Grundgehorsam, zu dem der Grundstein bereits vor der Pubertät gelegt wurde, kann sich nun auszahlen – denn dieser kann in der Regel mit einiger Konsequenz recht schnell wieder abgerufen werden.
Bei Problemen mit Hundebegegnungen, die in der Pubertät nicht selten ist, versuchen Sie nun Ihren Hund ruhig aus der Situation zu bringen. Nehmen Sie ihn an kurzer Leine und führen ihn wortlos am Artgenossen vorbei. Schreien Sie nicht – dies verstehen manche Hunde als Anfeuerung und "Aufruf zur Schlacht". Bei Aggressionsproblemen lohnt es sich nun, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit diese sich nicht einschleifen. Auch plötzliche Ängste sind in der Pubertät nicht selten. Trösten und streicheln Sie Ihren Hund nun nicht, sondern vermitteln Sie ihm durch ruhige Gelassenheit, dass alles okay ist.
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Der Rottweiler
Rottweiler
♀ Hündin: 56-63 cm (ideal: 60-61 cm)
♀ Hündin: ca. 42 kg




Rottweiler: starker Hund mit weichem Kern
Ein Kraftpaket mit einer Seele aus Samt – so kennen Menschen, die mit einem Rottweiler leben, diese Hunderasse. Ein Rottweiler ist seinem Menschen zutiefst zugetan, wird ihn begleiten und beschützen.
Rottweiler sind freundliche “Hundekraftpakete”. Die Rüden werden bis zu 50 kg schwer und bis zu 68 cm hoch. Das ist eine Menge Hund, die im Falle des Falles gehalten werden muss:
Ein Rottweiler ist also kein Hund für gebrechliche alte Damen. Eine Rottweiler Hündin kann immerhin noch bis zu 42 kg auf die Waage bringen, und bis zu 63 cm groß werden.
Junges Paar mit Rottweiler
Rottweiler haben ein kurzes schwarzes Fell mit rotbraunen Abzeichen im Gesicht, auf der Brust, den Beinen und am Rutenansatz. Der Körperbau der Hunderasse ist gerade und kräftig – sie haben einen breiten Brustkorb.
Seine Ohren sind dreieckig und ziemlich hoch am Kopf angesetzt. Sie liegen am Kopf an. Der breite Schädel eines Rottweilers wirkt besonders beeindruckend. Zur Lebenserwartung: Mit Ihrem Rottweiler können Sie, wenn Sie Glück haben, bis zu 12 erfreuliche Jahre verbringen.
10 Fakten über den Rottweiler
- FCI- Standard Nr. 147, Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde, Sektion 2: Molossoide, 2.1: Doggenartige Hunde (mit Arbeitsprüfung)
- Ursprungsland: Deutschland
- Erhielt im Mittelalter den Namen Rottweiler, da er besonders oft in der Umgebung von Rottweil (wichtiges Viehhandelszentrum im heutigen Baden-Württemberg) anzutreffen war.
- Im Rassestandard des ADRK werden die Rottweiler je nach Größe unterteilt in: „klein“, „mittelgroß“, „richtige Größe“ und „sehr groß“.
- Der Rottweiler gilt als Listenhund (was ist das?) in einigen Bundesländern
- Der erste aufgestellte Rassestandard ließ noch mehr Farbvariationen beim Rottweiler zu als heute. Darunter auch eine reine rote Fellzeichnung. Sie kommt heute noch in manchen Würfen vor, ist jedoch äußerst selten.
- Die Metzger und Viehhändler banden dem Rottweiler oft ein Halsband mit Lederbörse um den Hals, worin sie ihre Einnahmen zuverlässig aufbewahrten.
- Die Vorfahren der Rottweiler wurden zum Treiben, Bewachen und Hüten von Vieh eingesetzt.
- Die Rute des Rottweilers bleibt naturbelassen. Einige Rottweiler werden jedoch mit Mutzschwanz geboren (angeborene Stummelrute).
- Der Rottweiler ist der größte und schwerste unter den sechs Diensthunderassen.
Rottweiler Ursprung – Ein Hund mit langer Geschichte
Wie bei vielen anderen Hunderassen, lässt sich auch beim Rottweiler nicht hundertprozentig nachvollziehen, wer alles zur Entstehung der Rasse beigetragen hat und welche Hundetypen miteinander gekreuzt wurden, so dass es den Rottweiler in seiner heutigen Form gibt. Hunde waren reine Gebrauchstiere und wurden eher nach ihren Qualitäten ausgewählt und gezüchtet und nicht nach einem einheitlichen Typ.
Vermutlich kamen seine Vorfahren aber im 1. Jahrhundert nach Christus mit den römischen Legionen über die Alpen und in die Gegend um Rottweil. Die Stadt im heutigen Baden Württemberg gilt daher als Ursprung der Rottweiler-Rasse und gab ihr gleichzeitig auch ihren Namen. Die dort eintreffenden Römer wurden nämlich von mastiffartigen Hunden (Molossern) begleitet, welche die mitgeführten Viehherden trieben, hüteten und bewachten. Diese Rinderherden dienten als lebender Proviant und sollten die Versorgung der Soldaten sicherstellen. Doch die Hunde hatten noch mehr Aufgaben: Die Molosser wurden auch für Kriegszwecke und für Schaukämpfe im Kollosseum gegen Hunde, andere Tiere und sogar Gladiatoren eingesetzt.
Die Mastiffs der Soldaten wurden schließlich auch mit den bereits vorhandenen Hunden in den von den Römern besetzten Gebieten gekreuzt und erfreuten sich dank ihrer hervorragenden Qualitäten schnell großer Beliebtheit. So mauserten sich die Hunde schließlich im Laufe der Zeit zu unentbehrlichen Helfern der Metzger und Viehhändler. Daher auch der Name „Rottweiler Metzgerhund“.
Zwar kam es gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Flaute in der Zucht und der Bestand an Rottweilern nahm rapide ab, doch einige Züchter übernahmen Verantwortung, schlossen sich in Klubs zusammen und sicherten so den Erhalt dieser wunderbaren Rasse. Anfang des 20. Jahrhunderts erkannten auch Polizei und Militär die herausragenden Eigenschaften des Rottweilers und es folgte seine Anerkennung als Diensthund.
Mehr über die Geschichte und den Ursprung des Rottweilers: hier
Prominente mit Rottweiler
Auch einige Stars wissen die Qualitäten des Rottweilers zu schätzen und haben ihr Herz an die schöne Rasse verloren. So gibt es unter anderem folgende VIPs, die einen Rotti ihr Eigen nennen oder genannt haben:
- Will Smith (Schauspieler und Sänger) – Hatte bis zu 5 Rottweiler auf einmal
- Bruno Mars (Sänger)
- Leonardo DiCaprio (Schauspieler)
- Robbie Williams (Sänger)
Stämmig, aber nicht behäbig
Rottweiler sind freundliche “Hundekraftpakete”. Die Rüden werden bis zu 50 kg schwer und bis zu 68 cm hoch. Das ist eine Menge Hund, die im Falle des Falles gehalten werden muss:
Ein Rottweiler ist also kein Hund für gebrechliche alte Damen. Eine Rottweiler Hündin kann immerhin noch bis zu 42 kg auf die Waage bringen, und bis zu 63 cm groß werden.
Rottweiler haben ein kurzes schwarzes Fell mit rotbraunen Abzeichen im Gesicht, auf der Brust, den Beinen und am Rutenansatz. Der Körperbau der Hunderasse ist gerade und kräftig – sie haben einen breiten Brustkorb.
Seine Ohren sind dreieckig und ziemlich hoch am Kopf angesetzt. Sie liegen am Kopf an. Der breite Schädel eines Rottweilers wirkt besonders beeindruckend.
Quelle: FCI – Standard Nr. 147 Rassennomenklatur der FCI http://www.fci.be
Charakter und Wesen – Was ist typisch Rottweiler?
Obwohl seine imposante äußere Erscheinung vielleicht anderes vermuten lässt, ist die Grundstimmung und das Wesen des Rottweilers freundlich und friedlich. Tatsächlich liebt der Rotti die Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten seiner Menschen und kann als kinderlieb und mit anderen Tieren verträglich beschrieben werden. Ein Grund, warum er auch häufig als Familienhund gehalten und geschätzt wird. Natürlich werden dem Rottweiler diese Charakterzüge nicht automatisch in die Welpenkiste gelegt, sondern bilden sich mit der Zeit heraus und hängen viel von seiner Aufzucht, Sozialisation und Ausbildung ab.
Letzteres ist besonders wichtig, denn seiner früheren Verwendung ist es nämlich außerdem zu verdanken, dass die Rasse zusätzlich mit einem natürlichen Beschützer- und Wachinstinkt gesegnet ist. Er ist mutig, zuverlässig sowie selbstbewusst und seinem Halter gegenüber äußerst loyal. Dabei ist er selten nervös oder vorsätzlich angriffslustig. Vorausgesetzt, er vertraut seinem Besitzer und wurde konsequent und gut erzogen. Gegenüber Fremden bleibt der Rottweiler hingegen eher distanziert und wachsam.
Intelligent, arbeitswillig und lernfähig wie er ist, gepaart mit seinem loyalen und unerschrockenen Charakter, eignet sich der Rottweiler hervorragend als Wach-, Dienst- und Schutzhund. In einigen Ländern geht er sogar noch seiner ursprünglichen Verwendung als Hütehund nach.
Was ist typisch Rottweiler?
- Braucht eine Bezugsperson (Ein-Mann-Hund)
- Freundlich und friedlich
- Loyal und anhänglich
- Arbeitsfreudig und gehorsam
- Nervenfest
- Unerschrocken, mutig und selbstbewusst
- Wachsam
- Intelligent
- Ausgeprägter Schutztrieb
- Hervorragender Wachhund
- Bei entsprechender Sozialisation und Erziehung für Familien mit Kindern geeignet
- Fremden gegenüber eher distanziert
Achtung Kampfhund?
Der muskulöse und kraftvolle Rottweiler hat tatsächlich eine imposante und für manche Menschen furchteinflößende Erscheinung. Dabei ist er allerdings viel besser und weniger gefährlich als sein Ruf. Dennoch wird er in einigen Bundesländern Deutschlands als Listenhund geführt.
Dort zählt der Rottweiler zu den vermutlich gefährlichen Rassen bzw. Rassen mit höherem Aggressionspotenzial. In einem Wesenstest kann der Rottweiler jedoch unter Beweis stellen, dass er nicht gefährlich ist. Dieser Nachweis kann ihn außerdem von der Leinen- und Maulkorbpflicht befreien.
Am besten sollten vor dem Kauf immer genaue Informationen eingeholt werden, unter welchen Voraussetzungen die Haltung eines Rottweilers erlaubt ist, da diese je nach Wohnort variieren können. Zudem müssen Rotti-Halter leider manchmal mit Anfeindungen und unschönen Kommentaren anderer Menschen rechnen, da die Rasse leider doch noch immer mit Vorurteilen behaftet ist. Vielleicht können Sie und Ihr gut erzogener und freundlicher Rottweiler aber in Zukunft mit solchen Vorurteilen kräftig aufräumen?
Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Rottweilers?
Die Lebenserwartung des Rottweilers liegt mit 8-10 Jahren leider etwas unter dem Durchschnitt in der Hundewelt. Schließlich altern größere und schwere Rassen wie der Rotti schneller, als kleine und leichte Hunde.
Wer einiges beachtet, kann jedoch viel zu einem gesunden und langen Hundeleben beitragen:
- Eine artgerechte Haltung mit Familienanschluss trägt viel zum Wohlbefinden des Rottweilers bei
- Ausreichende Beschäftigung in Form von körperlicher Bewegung und geistigen Aufgaben.
- Hochwertiges Futter und das Vermeiden von Übergewicht
- Rundumpflege von Kopf bis Pfote
- Kontakt zu Artgenossen
- Tierärztliche Versorgung im Notfall und generelle Vorsorge (Impfungen, Wurmkuren, regelmäßige Kontrollen für den alternden Rotti, Vermeidung von Zahnstein etc.)
Rassetypische, genetische oder altersbedingte Krankheiten können die Lebensqualität und Lebenserwartung hingegen verringern. Wer den Rottweiler von einem seriösen Züchter kauft, ermöglicht dem Welpen aber zumindest einen bestmöglichen Start ins Hundeleben. Immerhin achtet der auf gesunde Elterntiere und ein einwandfreies Wesen seiner Zuchttiere. Dabei ist die Zuchtauslese offenbar von Erfolg gekrönt. Immerhin berichten viele Halter, dass ihre Rottweiler mittlerweile bis zu 12 Jahre leben.
Doch egal, wie gut und liebevoll Sie für den Rotti sorgen: Auch das beste und aufregendste Hundeleben geht einmal zu Ende und der Rottweiler geht über die Regenbogenbrücke. Ein schwerer und oft tränenreicher Abschied. Immerhin ist der Rottweiler nicht nur ein Vierbeiner, sondern für viele ein festes und geliebtes Familienmitglied, das schmerzlich vermisst wird. Zum Glück gibt es heutzutage viele Möglichkeiten, dem Hund würdevoll zu Gedenken und von ihm Abschied zu nehmen. Eine Einäscherung oder Beisetzung sind ebenso denkbar, wie kreative und wunderschöne Andenken, um den verstorbenen Rottweiler in Erinnerung zu behalten. Insbesondere für Kinder kann dies bei der Trauerbewältigung helfen.
Süße Rottweiler-Welpen – Das sollten Sie beachten
Sind alle Voraussetzungen für die Haltung eines Rottweilers gegeben und ein guter Züchter gefunden, vergehen für die baldigen Hundebesitzer lange Wochen des Wartens, bis sie ihren neuen Schützling endlich abholen und in sein neues Zuhause bringen können. Doch diese Wartezeit können sich die zukünftigen Halter etwas versüßen.
Beispielsweise indem sie die Erstausstattung für den Rottweiler-Welpen kaufen und die Wohnung bzw. Haus und Garten hundesicher machen. So ist alles bestens vorbereitet, wenn Tag X endlich gekommen ist. Das Lesen von Erziehungsratgebern oder Rottweilerbüchern kann ebenfalls nicht schaden. Wer mag, kann sich auch schon über das Kursangebot der örtlichen Hundeschule informieren.
Besonders wichtig bei der Ankunft des Welpen ist eine ständige Bezugsperson, die im besten Falle mehrere Wochen Urlaub hat, um dem tapsigen Wirbelwind die Eingewöhnung zu erleichtern und bereits mit seiner Erziehung zu beginnen. Denn dies sollte keinesfalls auf die lange Bank geschoben werden. Egal, wie niedlich so ein Rottweilerwelpe ist: er wird schneller groß, als Sie glauben!
Achten Sie bitte darauf, den Welpen nicht zu starken körperlichen Belastungen auszusetzten. Allzu wildes und langes Toben und Spielen wirkt sich unter Umständen negativ auf seinen Bewegungsapparat aus und kann zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen führen. Auch das Treppensteigen sollte so lange wie möglich vermieden werden, ebenso wie Sprünge ins Auto oder aufs Sofa.
So erkennen Sie, ob der Rottweiler-Welpe gesund ist:
- Klare Augen, ohne Ausfluss oder Verklebungen
- Ohren sind sauber und riechen nicht streng
- Keine Verkrustungen oder Ausfluss aus der Nase
- Saubere Zähne und gesundes Zahnfleisch
- After und Hinterläufe sind frei von Verklebungen (sonst Anzeichen für Durchfall)
- Glänzendes und gesundes Fell, frei von Parasiten oder kahlen Stellen
- Der Welpe wirkt weder mager, noch zu dick
- Der Bauch wirkt nicht aufgebläht (sonst womöglich Anzeichen für Würmer)
- Keine Scheu oder gar Angst vor dem Züchter oder Besuchern
- Verspielt und neugierig
Erziehung und Haltung des Rottweilers
Der Rotti ist sicherlich kein typischer Anfängerhund. Hundeerfahrung bzw. sehr viel Engagement und Motivation sind bei der Haltung und Erziehung des Hundes unbedingt von Nöten. Er braucht eine zuverlässige Bezugsperson, der er vertrauen kann und die ihm zeigt wo es langgeht. Immerhin muss sein natürlicher Beschützerinstinkt in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Der Rottweiler sollte unbedingt lernen, dass alle anderen Familienmitglieder im Rang immer über ihm stehen und nicht nur seine Bezugsperson. Konsequenz, klare Regeln und Grenzen sind darum ein Muss, ebenso wie eine gute und frühe Sozialisation.
- Lassen Sie sich bei der Erziehung von einer Hundeschule helfen und anleiten (besonders bei Anfängern)
- Gewöhnen Sie bereits den Welpen an alles, womit er später ständig zu tun haben wird (variiert je nach Wohnort und Haltungsbedingungen)
- Bringen Sie den Rottweiler mit Artgenossen und anderen Tieren in Kontakt
- Sozialisierung bedeutet auch, den Rotti an Menschen jeden Alters zu gewöhnen
- Der Rottweiler wird bis zu 50 kg schwer. Leinenführigkeit sollte darum früh trainiert werden.
- Üben Sie das Alleinbleiben.
- Einmal aufgestellte Regeln gelten immer und überall
- Stubenrein wird der Rottweiler umso schneller, je mehr Möglichkeiten Sie ihm geben, sein Geschäft draußen zu verrichten. Auch nachts.
Bei entsprechender Sozialisierung und Gewöhnung sind andere (Haus-)Tiere in der Regel kein Problem. Viel Kontakt zu Artgenossen und das regelmäßige Spielen mit anderen Hunden wären wünscheswert. Auch Besuchern und Freunden der Familie gegenüber ist er aufgeschlossen und freundlich. Bei Fremden bleibt er jedoch etwas zurückhaltend und wachsam.
Die Haltung des Rottweilers in der Wohnung ist bei entsprechenden Räumlichkeiten und körperlichem Ausgleich durchaus möglich. Denn meist verhält sich der Hund im Haus ruhig, möchte draußen aber gerne gefordert werden und braucht eine Aufgabe.
Falls Sie zur Miete wohnen: Holen Sie vor dem Kauf immer die schriftliche Erlaubnis des Vermieters ein. Der Rottweiler ist ein Listenhund und Sie könnten auf Widerstand stoßen.
Darum ist eine solide Erziehung des Rottweilers so wichtig:
- Grundpfeiler für ein harmonisches Zusammenleben von Hund und Mensch.
- Der Rottweiler hat bei vielen leider keinen guten Ruf. Wenn Ihr Exemplar beispielsweise an der Leine zieht oder dauernd kläfft, ist dies nicht nur nervenaufreibend für Sie, sondern trägt auch nicht gerade dazu bei, dass Vorurteile abgebaut werden.
- Ein gut erzogener Rottweiler darf viel mehr Freiheiten und Privilegien genießen, weil er sich zu benehmen weiß.
- Der Rotti kann problemlos überall hin mitgenommen werden.
- Training und Gehorsam können den Rottweiler vor Gefahren schützen (z.B. Ablassen von Giftködern, zuverlässiges Abrufen auch bei Ablenkung)
Rottweilerwelpen nur von seriösen Züchtern
Ein seriöser Züchter ist die Anlaufstelle Nr. 1, wenn es um wesensfeste und vor allem gesunde Rottweiler-Welpen geht, die alle guten Eigenschaften der Rasse in sich vereinen und dem FCI Rassestandard 147 entsprechen. Der höhere Anschaffungspreis bei einem guten Rottweiler Züchter lohnt sich allemal, denn schließlich möchten Sie einen agilen und mopsfidelen Hund und keinen, mit dem Sie später womöglich Dauergast beim Tierarzt sind. Seien Sie bei „Schnäppchen-Rottweilern“ darum immer skeptisch und fragen Sie sich doch einmal, warum der Welpe eigentlich so günstig abgegeben werden kann. Oder andersherum: Worauf achtet ein seriöser Züchter und was ist diesem besonders wichtig?
Daran erkennen Sie einen guten Rottweiler Züchter:
- Interessenten werden vor und nach dem Kauf eingehend beraten
- Jeder Welpe liegt ihm am Herzen, darum wird er wissen wollen, wo sein Schützling hinkommt, was der neue Halter mit ihm vorhat und welche Erfahrung seine neue Familie mitbringt.
- Er züchtet im Verein und unterliegt damit Kontrollen und Auflagen.
- Seine Zuchttiere sind wesensfest, entsprechen dem Standard und sind gesund. Dies wurde in einer Zuchttauglichkeitsprüfung bzw. Körung unter Beweis gestellt
- Alle Hunde sind artgerecht untergebracht und haben Familienanschluss
- Er gibt seine Welpen nicht vor der 8. Woche ab
- Die Welpen werden mehrmals entwurmt, erhalten bereits erste Impfungen und sind gechipt
- Er beginnt mit der Sozialisierung der Welpen
- Er ist stolz auf seine Zuchttiere
- Sie dürfen die Mutterhündin und die Wurfkiste sehen
- Die Anzahl der Hunde ist überschaubar und eine optimale Versorgung sämtlicher Zuchttiere gewährleistet (keine Massenhaltung oder mehrere Rassen in der Zuchtstätte)
- Die Hunde reagieren positiv auf den Züchter, sind gut erzogen und wirken gesund
Was macht einen guten Rottweiler-Deckrüden aus?
Wer mit dem Gedanken spielt, seine Hündin von einem Rottweilerrüden decken zu lassen, sollte sich dies gut überlegen. Welpenaufzucht ist ein spannendes und sicherlich schönes Unterfangen, es geht jedoch auch sehr viel Verantwortung damit einher. Zudem lässt sich mit der Zucht und dem Verkauf der Welpen kein Lebensunterhalt bestreiten. Wer mit Rottweilern züchtet, macht dies allein aus Liebe und Faszination zur Rasse.
Natürlich könnte die ausgewählte Hündin prinzipiell von jedwedem Rottweiler gedeckt werden. Wer bei der Verpaarung jedoch einige wesentliche Dinge nicht beachtet, geht ein hohes Risiko ein. Rottweiler ist immerhin nicht gleich Rottweiler. Schließlich möchten Sie doch gesunde, wesensfeste und kräftige Welpen, die einen gelungenen Start ins Leben haben und gute Charaktereigenschaften mitbringen.
Darum hat es gleich eine ganze Reihe von Vorteilen, wenn Sie sich für einen Rottweiler Deckrüden entscheiden, der sich für die Zucht in einer Prüfung erst qualifizieren musste. Rottis, die eine Zuchttauglichkeitsprüfung abgelegt und bestanden haben, wurden nämlich auf Herz und Nieren geprüft und für geeignet empfunden.
Vorteile eines geprüften Deckrüden sind:
- Entspricht dem Rassestandard
- Hervorragende Noten auf Zuchtschauen
- Bestandener Wesenstest
- Bestandener Leistungstest/Ausdauerprüfung
- Abgelegte und bestandene Zuchttauglichkeitsprüfung
- Evtl. bestandene Körung
- Ahnentafel (Stammbaum lässt sich zurückverfolgen)
- Medizinische Untersuchungen auf mögliche Erbkrankheiten mit unauffälligem/unbedenklichem Befund
- Evtl. bereits erfolgreich eingesetzt in der Zucht mit hervorragender Nachzucht
Rassetypische Rottweiler Krankheiten
Natürlich wird auch der Rottweiler irgendwann einmal krank. Dabei kann es sich um kleinere Wehwehchen und Krankheiten handeln, wie etwa Parasiten oder Durchfall, aber leider auch um erblich bedingte Leiden oder rassetypische Krankheiten, von denen die Rasse manchmal heimgesucht wird.
Nicht bei jeder Krankheit, muss der Rottweiler aber sofort einem Tierarzt vorgestellt werden. Einige Probleme lassen sich zunächst beobachten oder mit Hausmitteln behandeln, adere Krankheiten hingegen benötigen der sofortigen Abklärung durch einen Arzt und einer Therapie oder Medikamentengabe.
In diesen Situationen sollten Sie Ihren Rottweiler immer in die Tierarztpraxis bringen:
- Bei absolut ungewohntem und untypischem Verhalten
- Wenn der Hund Schmerzen zeigt oder Schonhaltungen einnimmt
- Bei verändertem Trink- oder Fressverhalten (z.B. großer Durst, Futterverweigerung)
- Anhaltendem Durchfall oder Erbrechen
- Eitrigem oder blutigen Ausfluss
- Wunden und Verletzungen
- Fremdkörpern
- Knubbel unter der Haut
- Fellproblemen, wie z.B. Haarausfall oder Schuppen
- Fieber
- Antriebslosigkeit und dauernder Müdigkeit
- Koordinationsproblemen
- Häufiges Kratzen und/oder Kopfschütteln
- Lahmen
- Würmern oder anderem Parasitenbefall
- Verdacht auf Vergiftung
Natürlich sollten Sie auch immer dann in die Praxis fahren, wenn Sie sich unsicher sind. Lieber einmal zu viel den Tierarzt aufsuchen, als einmal zu wenig.
Außerdem gibt es diverse genetische Erkrankungen und rassetypische Probleme, mit denen einige Rottweiler zu kämpfen haben. Dazu gehören:
- Hüftdysplasie
- Entropium (einwachsen der Augenlider)
- Kreuzbandriss
- Schnarchen
- Übergewicht
- Sehr selten Leukoenzephalomyelopathie
- Herzerkrankungen auf dem Vormarsch (z.B. Herzvenenverengung)
- Schilddrüsenprobleme
- Osteochondrose
Natürlich erkrankt nicht jeder Rottweiler an diesen Leiden, aber durch unseriöse Zucht und vor allem Welpen- Vermehrern, kann es verstärkt zu solchen Krankheiten innerhalb der Rasse kommen. Daher sind Zuchtauslese und gesunde Elterntiere so wichtig bei der Rottweilerzucht und Kaufinteressenten sollten nur bei einem seriösen Züchter und Fachmann kaufen.
Impfungen – Wichtige Gesundheitsvorsorge beim Rottweiler
Die ersten Impfungen erhält der Rottweiler-Welpe bereits beim Züchter. Dabei werden alle verabreichten Impfstoffe im gelben Impfbuch oder auch EU-Heimtierausweis vermerkt, welcher dem neuen Besitzer bei der Abgabe des Welpen ausgehändigt wird. Hieraus lässt sich genau ablesen, wann welche Impfungen wiederholt werden müssen, damit der Rottweiler rundum geschützt bleibt.
Ist die Grundimmunisierung schließlich abgeschlossen, benötigt der erwachsene Boxer nur noch etwa alle 3-5 Jahre seine Auffrischungen. Schon lange ist man von der jährlichen Impfwiederholung abgekommen und injiziert Impfseren nur noch so wie wenig wie möglich und so oft wie nötig, um den Körper nicht unnötig zu belasten.
Dabei spricht die Ständige Impfkommission Vet. Empfehlungen aus, welche Hundebesitzern sehr ans Herz gelegt werden. Die sogenannten Core-Impfungen sind dabei am wichtigsten, denn sie schützen den Rottweiler vor den häufigsten und oft auch gefährlichsten Hundeerkrankungen:
Ist der Großteil der Hundepopulation gegen diese Krankheiten geimpft, entstünde ein umfassender Herdenschutz, der auch alle anderen Artgenossen schützen würde, die noch zu jung oder vielleicht zu krank und altersschwach sind, um eine Injektion zu erhalten. Vielen typischen Hundekrankheiten könnte so endgültig der garaus gemacht werden.
Weitere Impfungen (Non-Core) sind hingegen abhängig von den Haltungsbedingungen, Kontakt zu weiteren Tieren und der Verwendung des Rottweilers. Sie werden je nach individuellem Risiko verabreicht. Am besten, Sie besprechen den optimalen Impfplan mit Ihrem Tierarzt und lassen sich gegebenenfalls Beipackzettel von Impfseren und deren Auffrischintervalle zeigen.
Parasiten beim Rottweiler sind ein Gesundheitsrisiko
Sowohl für Hund, als auch Halter wenig erfreulich: Parasiten beim Rottweiler! So schnell sich Ihr Vierbeiner diese lästigen Krabbeltiere oder Würmer einfangen kann, so rasch werden Sie die Untermieter aber normalerweise auch wieder los. Eine Wurmkur beseitigt Parasiten im Magen-Darm-Trakt schnell und zuverlässig und auch Spot-Ons für äußerliche Plagegeister befreien den Rottweiler schnell wieder von juckendem Ungeziefer, wie Flöhen, Zecken oder Milben.
Eine schnelle Behandlung bei Parasiten ist immer angeraten, da ein unbehandelter Befall das Wohlbefinden des Rottweilers stark beeinträchtigt und ihn sogar ernsthaft krank machen kann. Neben Problemen, wie Haarausfall, starkem Juckreiz oder Ekzemen, können noch schlimmere Folgen auftreten: Organschäden, langsames Verhungern oder Übertragung von Krankheiten wie beispielsweise der Borreliose.
Darum ist es empfehlenswert den Rotti nach jedem Spaziergang auf Zecken abzusuchen und auch sonst bei der Pflege auf Parasiten zu achten (Flohkamm verwenden!). Zecken lassen sich oft entfernen, noch ehe sie eine geeignete Stelle zum Saugen gefunden haben, ansonsten hilft eine Zeckenzange oder Pinzette dabei, die Spinnentierchen rasch zu beseitigen.
Wer eine Flohkur einsetzt, sollte auch die Umgebung zu Hause mit behandeln, da sich der Hund ansonsten immer wieder neu anstecken kann (z.B. über Liegeplätze). Schließlich besiedelt nur ein kleiner Prozentsatz der Flöhe den Hund für ihre Blutmahlzeit und der Rest der Brut befindet sich ansonsten in der Nähe ihrer Nahrungsquelle. Außerdem versteht es sich eigentlich von selbst, das Mehrhundehalter immer gleich alle Vierbeiner gleichzeitig behandeln lassen, egal, von welchem Parasit ein oder mehrere seiner Hunde befallen sind.
Augen auf beim Rottweilerkauf!
Wer den Kauf eines Rottweilers in Betracht zieht oder sich bereits Hals über Kopf in die Rasse verliebt hat, sollte sich dennoch ganz bewusst die Frage stellen, ob der eigene Lifestyle und weitere Umstände mit der Haltung eines Hundes vereinbar sind. Das Leben mit Rottweiler ist sicherlich schön und der Vierbeiner eine absolute Bereicherung.
Bin ich bereit für einen Rottweiler?
Doch setzten Sie die rosarote Brille für einen Moment ab und prüfen Sie bei aller Vorfreude doch einmal genau die Voraussetzungen für die Rottweilerhaltung:
- Haben Sie ausreichend Zeit für Erziehung und Beschäftigung? Jeden Tag? Auch an Wochenenden, Feiertagen oder wenn Sie krank sind?
- Ist genügend Platz für den Rottweiler vorhanden?
- Ist die Hundehaltung überhaupt erlaubt?
- Wäre der Hund jeden Tag stundenlang allein zu Hause? Das wäre nicht optimal.
- Sind alle mit der Anschaffung einverstanden?
- Gibt es Allergien oder Ängste, die gegen einen Kauf sprechen?
- Ist die Hundehaltung finanziell möglich? Gibt es ein Polster auf dem Konto für unvorhergesehene Notfälle oder Operationen?
- Wohin mit dem Rottweiler, wenn Sie ernsthaft krank sind oder in den Urlaub fahren?
Darüber hinaus hat die Rottweilerhaltung auch einige Nachteile bzw. bringt sie Einschränkungen mit sich:
- Hundehaare und Schmutz in der Wohnung
- Ein Rottweiler nach dem Bad oder nach einem Spaziergang im Regen kann müffeln
- Tägliches Gassigehen bei jedem (!) Wetter
- Viel Zeit für Beschäftigung und Training und dadurch weniger Freizeit für Freude, andere Hobbys etc.
- Kot aufsammeln beim Spazierengehen
- Kosten, Kosten, Kosten (Tierarzt, Futter, Steuern, Versicherungen, Hundeschule, Spielzeug …)
- Evtl. Anfeindungen von Mitmenschen wegen der Rasse
- Besondere Auflagen, wenn Sie in einem Bundesland wohnen, dass den Rottweiler als Listenhund führt.
- Ein alter Hund macht oft etwas mehr Arbeit oder braucht mehr Pflege/Aufmerksamkeit
- Mögliche Einschränkungen bei Urlauben, Freizeitplanung, Spontanität
Doch natürlich gibt es auch viele wunderbare Vorteile, wenn ein Rotti bei Ihnen einzieht:
- Gibt es etwas Süßeres, als einen Rottweilerwelpen? Wohl kaum!
- Es macht Freude, den Hund aufwachsen zu sehen und ihn nach eigenen Vorstellungen zu erziehen.
- Der Rottweiler ist ein loyaler Freund
- Sie bekommen einen guten Wachhund, der auf Sie, Ihre Familie und Ihr Haus aufpasst
- Training, Erziehung und Beschäftigung mit dem Hund machen einfach gute Laune. Insbesondere, wenn es Fortschritte und Erfolge zu feiern gibt.
Ehrgeizige können mit dem Rottweiler eine Hundesportart ausüben und/oder an Wettkämpfen teilnehmen.
Wo kann ich einen Rottweiler kaufen?
Es gibt vielseitige Möglichkeiten, wo Sie einen Rottweiler kaufen können. Seriöse Züchter sind da natürlich immer die beste Anlaufstelle. Erst recht, wenn es unbedingt ein Welpe sein soll. Wer einen Rottweiler nämlich von einem eingetragenen und erfahrenen Züchter erwirbt, hat die besten Chancen auf einen wesensfesten und gesundheitlich einwandfreien Hund.
Laienzüchter ohne Vereinszugehörigkeit gibt es natürlich auch. Sie unterliegen allerdings keinen Kontrollen und Auflagen durch die diversen Klubs und sollten daher immer mit etwas Vorsicht betrachtet werden. Fragen Sie am besten immer nach Attesten und vorgenommenen tierärztlichen Untersuchungen der verpaarten Elterntiere, damit sie wenigstens einen Überblick über den Gesundheitszustand der Hunde erhalten.
Rottweiler in Not
Selbst im Tierheim werden oft Rassehunde abgegeben und auch aus dem Ausland gibt es immer wieder reinrassige Notfälle, die sich nach einem neuen Zuhause sehnen. Darunter sind leider auch viele Rottweiler in Not. Sie können aus den unterschiedlichsten Gründen heimat- und familienlos werden:
- Schwere Tierhaarallergie eines Familienmitgliedes
- Hundehaltung nach Umzug nicht gestattet
- Auswanderung
- Scheidung/Trennung seiner Besitzer und niemand möchte den Hund haben
- Hundehaltung aus finanziellen oder beruflichen Gründen nicht mehr möglich
- Familienzuwachs und die Angst, die Konstellation Hund und Kind (bzw. Baby) geht nicht gut
- Krankheit/Leiden des Besitzers macht die Haltung des Rottweilers unmöglich
- Vorbesitzer ist verstorben
- Überforderung der Besitzer, z.B. wegen mangelnder Kenntnis/Erfahrung oder der Zeit-, Geld und Arbeitsaufwand wurde schlicht unterschätzt
- Ausgesetzter Rottweiler, beispielsweise wegen Unarten oder Verhaltensauffälligkeiten
Manchmal werden sie auch direkt von den Vorbesitzern oder anderen Privatpersonen (Pflegestellen) vermittelt oder verkauft. Erfragen Sie unbedingt die Abgabegründe und/oder bringen Sie etwas über die Vorgeschichte des Hundes in Erfahrung, damit Sie sich bestmöglich auf den Neuankömmling vorbereiten können und über evtl. Probleme gleich im Vorfeld Bescheid wissen.
Auf keinen Fall sollten Sie vermeintlich billige Rottweiler aus dem Kofferraum oder auf einem Markt erwerben. Werden Sie bitte auch bei dubiosen Angeboten aus dem Internet hellhörig. Bei solchen „Schnäppchen“ handelt es sich fast immer um arme Wühltischwelpen vom Vermehrer, die aus unhygienischen und gesundheitlich mehr als bedenklichen „Zuchtstätten“ stammen. Nur, wenn die Nachfrage nach diesen Billigwelpen versiegt, kann das Leid der Tiere dort ein Ende finden.
Geben Sie einem Rottweiler in Not eine Chance!
Spiel, Spaß und Beschäftigung für ihren Rotti
Nichts ist schlimmer für den Rottweiler, als aufgaben- und tatenlos zu Hause zu sitzen. Der Vierbeiner liebt nämlich die Bewegung, viel Action und ausreichend Spiel und Beschäftigung mit seinen Menschen. Zudem hat er gerne eine sinnvolle Aufgabe, der er nachgehen kann. Spaziergänge alleine reichen dem Rotti also bei Weitem nicht.
Ein unterforderter Rottweiler wird darum auch oft unliebsame Verhaltensweisen und Unarten entwickeln, die seinem Besitzern absolut nicht gefallen werden. Solch lästige Angewohnheiten lassen sich später nur schwer wieder abtrainieren, weshalb es am besten gar nicht erst so weit kommt.
Der Rottweiler ist ein Allrounder und ein Kraftpaket noch dazu. Geben Sie ihm die Aufmerksamkeit, die er verdient und braucht. Dabei sollten Sie ihn nicht nur körperlich fordern, sondern auch sein markantes Köpfchen vor neue Herausforderungen stellen. Geistige Beschäftigung kann nämlich für den Rottweiler ebenfalls anstrengend sein, hält ihn jedoch mental fit. Achten Sie also auf eine gute Mischung von Bewegung und Köpfchenarbeit.
Seien Sie kreativ! Gestalten Sie Spaziergänge abwechslungsreich, probieren Sie Intelligenzspielzeug aus oder basteln Sie selbst ein paar knifflige Aufgaben für Ihren Hund. Besuchen Sie Workshops in der Hundeschule, sorgen Sie für eine solide Ausbildung, versuchen Sie sich gemeinsam an einer Hundesportart oder streben Sie ein spezielles Training an (Rettungshund, Schutzhund, Begleithund usw.). Zeit und Aufmerksamkeit sind das Schönste, was Sie Ihrem Rottweiler schenken können.
Rottweiler Welpen mit Ball beschäftigen
Grundregeln für das Spielen mit dem Rottweiler
- Welpen und Junghunde sollten nicht zu viel und lange toben. Vermeiden Sie plötzliche Richtungswechsel, häufiges Springen und abruptes Anhalten beim Spielen, dies alles belastet den Bewegungsapparat
- Körperliche Anstrengung ist nicht gut, wenn der Hund gerade gefressen hat.
- Sorgen Sie für ausreichend Motivation, z.B. mit Leckerlis oder einem Lieblingsspielzeug als Belohnung
- Überfordern Sie den Rottweiler nicht und steigern Sie den Schwierigkeitsgrad langsam
- Zwang bringt niemals den gewünschten Erfolg, allenfalls sorgt er für Verweigerung und Ablehnung
- Arbeiten Sie ausschließlich mit positiver Verstärkung
- Beachten Sie die Vorlieben Ihres Rottweilers beim Spielen, sorgen Sie jedoch hin und wieder für Abwechslung und neue Herausforderungen
- Sicherheit geht vor! Spielen Sie enstprechend dem Alter und der Kondition Ihres Hundes und lassen Sie ihn mit neuen Spielsachen nie ohne Aufsicht spielen.
Rottweiler Mischlinge
Es gibt viele Rottweilermischlinge. Einige werden gezielt gezüchtet, andere sind hingegen das Ergebnis einer zufälligen Verpaarung. Bei geplanten Würfen mit einer anderen Rasse steht oft der Wunsch dahinter, dem Mischling bestimmte Attribute eines oder auch beider Elternteile mitzugeben. Dazu zählen beispielsweise Fellbeschaffenheit, Charakterzüge, Statur, Größe, Fellzeichnung oder Farbe.
Natürlich gelingt dies nicht immer und ein Rottweiler Mix kann eine wahre Wundertüte sein. Wer sich also für einen Mischling interessiert, sollte immer beide Ausgangsrassen eingehend studieren und sich über Wesensmerkmale, Größe und Aussehen gut informieren. So erhalten Sie zumindest einen kleinen Überblick, wie Ihr Rottweilermix einmal werden könnte.
Sofern sich die beiden Elterntiere hinsichtlich Aussehen und Charakter ähneln, dürften natürlich auch beim Nachwuchs entsprechende Merkmale zu finden sein. Doch was, wenn der Paarungspartner gänzlich andere Charakterzüge aufweist oder viel kleiner oder größer ist? Hier ist Geduld gefragt, denn die finale Widerristhöhe oder Wesenzüge zeigen sich oft erst beim Junghund oder gar erwachsenen Rottweiler.
Häufig wird der Rottweiler mit folgenden Rassen verpaart:
Zu beachten ist: Je nach Bundesland kann auch ein Rottweilermischling als Listenhund gelten und somit müssen zur Haltung entsprechende Auflagen erfüllt werden.
Mit dem Rottweiler in den Urlaub – Geht das?
Wer sich einen Rottweiler anschafft, sollte sich natürlich im Vorfeld darüber in Klaren sein, dass dies für die Urlaubszeit einige Einschränkungen bedeuten könnte, oder zumindest besser geplant werden muss, damit es für alle eine erholsame und entspannte Zeit wird. Die meisten Besitzer möchten Ihren Vierbeiner dabei gerne an ihrer Seite wissen und gestalten den Urlaub hundefreundlich. Dabei geht es meist mit dem Auto, Wohnmobil oder Caravan in die Ferien, da dies für den Hund am stressfreisten ist und alle Beteiligten unterwegs und vor Ort flexibler sind.
Unverzichtbar dabei: Der sichere Transport des Rottweilers. Vielleicht haben Sie einen großen abgetrennten Kofferraum als Platz für Ihren Hund auserkoren, wo er während der Fahrt schlafen oder aus dem Fenster sehen kann. Am sichersten wäre jedoch eine Transportbox, die quer zur Fahrtrichtung ausgerichtet wird. Der Aufenthalt darin ist in der Regel kein Problem, wenn der Hund lange im Voraus und behutsam an die Transportkiste gewöhnt wird. Ideal wäre es im Welpenalter. Dabei könnte die Box einfach als „Schlafhöhle“ angeboten werden. Je sicherer und wohler sich der Rottweiler darin fühlt, desto problemloser ist später der Transport in selbiger.
Doch Urlaub mit dem Rottweiler ist nicht nur auf Anreisen mit dem Auto beschränkt. Auch die Anfahrt mit der Bahn oder gar dem Flugzeug wäre denkbar. Hierbei gelten jedoch besondere Bestimmungen, die je nach Eisenbahn- oder Fluggesellschaft unterschiedlich ausfallen können. Da der Rottweiler in einigen (Bundes-)Ländern als Listenhund gilt, verweigern einige Airlines mitunter die Beförderung, da der Rotti als Kampfhund eingestuft wird.
Tipps für den Urlaub mit Rottweiler
Sich vor dem Urlaub genau zu informieren ist also das A und O.
- Holen Sie alle notwendigen Informationen zu geltenden Einreisebestimmungen ein.
- Ist das Urlaubsziel hundefreundlich?
- Gibt es Impfvorschriften?
- Wie sind die örtlichen Regelungen zur Mitnahme von Hunden? Darf der Rotti mit an den Strand oder gibt es eine Maulkorbpflicht?
- Planen Sie das Reisegepäck Ihres Rottweilers gewissenhaft. Was gibt es evtl. nicht vor Ort und muss zwingend mitgenommen werden.
- Packen Sie eine Notfallapotheke für den Ernstfall ein und denken Sie an Medikamente, die Ihr Rotti nehmen muss.
- Ebenfalls wichtig: Die Unterkunft sollte Hunde und natürlich auch den Rottweiler im Speziellen erlauben. Eine gute Erziehung und solide Ausbildung ihres Vierbeiners kommen hier allen zugute.
- Erkundigen Sie sich bitte auch nach der Adresse des nächstgelegenen Tierarztes am Urlaubsziel.
- Denken Sie an alle Dokumente des Hundes, wie Heimtierausweis, Impfpass, Zug- oder Flugticket.
Gesunde Ernährung und Futter für den Rottweiler
Zu Beginn werden Sie den Rottweiler-Welpen vermutlich mit dem gleichen Futter füttern, welches er schon vom Züchter gewohnt ist. Dies erleichtert ihm die Eingewöhnung bei Ihnen zu Hause, wo sowieso schon alles neu und ungewohnt ist. Wenn Sie später auf eine andere Fütterungsart oder andere Marke umstellen möchten, so sollte dies bitte nicht von heute auf morgen passieren. Der Verdauungsapparat des Welpen ist sehr empfindlich, weshalb eine schrittweise Umstellung besser wäre.
Ob Sie nun Fertigfutter anbieten oder lieber die Mahlzeiten Ihres Rottweiler selber zubereiten möchten, hängt ganz von Ihren Vorlieben, Ihrer Zeit, dem Geldbeutel und natürlich auch dem Geschmack des Hundes ab. Egal, ob Sie sich am Ende für Trockenfutter, Dosenfutter oder BARF (Rohfütterung) entscheiden, ausgewogen, artgerecht und gesund sollte die Ernährung des Rottweilers sein. Eine zu einseitige oder gar falsche Ernährung kann Mangelerscheinung oder ein Überangebot an bestimmten Nährstoffen verursachen und den Hund auf Dauern krank machen. Dies kann sogar über mehrere Jahr hinweg langsam und schleichend passieren. Zudem neigt der Rotti leider etwas zu Übergewicht, weshalb es umso wichtiger ist, auf eine passende Ernährung zu achten und sie seinem Alter und Aktivitätsgrad anzupassen.
Achten Sie also nicht allein auf den Preis, wenn sie kommerziell hergestelltes Hundefutter kaufen. Ein Blick auf die Zutatenliste ist viel wichtiger und entscheidender. Als Faustregel gilt: Je weniger Inhaltsstoffe aufgeführt sind und je verständlicher die Inhaltsstoffe, umso besser ist meist das Produkt. Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Zucker und reichlich Füllstoffe ohne wirklichen Nährwert sollten nicht enthalten sein. Richtig und wichtig wäre hingegen ein hoher Fleischanteil, aber auch Obst, Gemüse, wertvolle Öle und weitere schmackhafte und gesunde Zutaten.
Wer absolut sicher gehen möchte, was da täglich im Napf seines Rottweilers landet, der sollte sich mit der Rohfütterung genauer auseinandersetzen. Sie gilt als besonders artgerecht, beugt Allergien, Mundgerucht und schlechten Zähnen vor, sorgt für glänzendes Fell und schmeckt den meisten Vierbeinern obendrein noch ausgesprochen gut.
Natürlich darf dem Rottweiler trotzdem nicht alles serviert werden. Viele Lebensmittel, die für den Menschen gesund und lecker sind, können dem Hund ausgesprochen gefährlich werden. Zwar ist der Rottweiler mit seinen rund 50 kg ein imposanter und eher schwerer Hund, den so leicht nichts umhaut, dennoch kann auch er sich böse Magenverstimmungen oder gar eine Vergiftung einhandeln, wenn er mit den falschen Dingen gefüttert wird.
Rottweiler Pflege: Der Rottweiler ist pflegeleicht
Der Rottweiler hat Stockhaar, bestehend aus Deckhaar und Unterwolle. Sein Haarkleid ist kurz, hart und dicht und absolut pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten 1-2 Mal pro Woche ist ausreichend, um Staub und Schmutz zu entfernen. Während des saisonalen Fellwechsels und bei Hündinnen vor der Läufigkeit empfiehlt es sich ein wenig häufiger zu striegeln, da es hier vermehrt zu Haarausfall kommt. So befreien Sie das Fell nicht nur von toten Haaren, sondern verringern auch die herumfliegenden Haare in Ihrer Wohnung.
Baden sollten Sie den Rottweiler hingegen nur im Notfall. Besonders wasseraffin sind die meisten Rotties sowieso nicht. Ein Bad kann jedoch angeraten sein, wenn Ihr Vierbeiner sich in übelriechenden Dingen gewälzt hat, wie beispielsweise Kot oder Aas, oder er mit etwas Giftigem in Kontakt gekommen ist.
Zur ganzheitlichen Pflege des Rottweiler gehört natürlich mehr, als ein gepflegtes Fell. Widmen Sie dem Hund täglich ein wenig Aufmerksamkeit und kontrollieren Sie Maul und Zähne, Augen, Ohren, Nase und die Pfoten. Um Zahnstein zuverlässig zu vermeiden, kann dem Rottweiler regelmäßig das Gebiss geputzt werden. Auch die Augen bedürfen vermehrter Kontrollen. Insbesondere, da die Rasse zu Entropium (Roll-Lid) neigt, wobei die Augenlider nach innen wachsen. Achten Sie zudem auf elastische und gesunde Ballen und kürzen Sie die Krallen falls nötig.
Pflege Grundaustattung
Als Grundausstattung sollten Sie zu Hause haben:
- Bürste und Striegel
- Zeckenzange
- Flohkamm
- Krallenzange
- Zahnpflegeartikel, wie Zahnbürste und Hundezahnpasta
- Hundeshampoo
- Fettcreme für die Ballen und auch die Nase (wichtig im Winter)
- Tücher, fusselfreie Lappen oder Küchenrolle für die Reinigung von Augen, Nase und Ohren
- Gegebenenfalls Ohrlotion und Reinigungspads für die Augen
Wer seinen Rottweiler schon früh an die nötigen Handgriffe gewöhnt, wird später kaum auf Widerstand stoßen und einen gelassenen Hund vor sich haben, der die Pflegeroutine (und insbesondere das Bürsten) vielleicht sogar ein bisschen genießt. Wer jetzt noch seinen Rottweiler während der Pflege auf Auffälligkeiten, Parasiten und Veränderungen hin untersucht, leistet einen enorm wichtigen Beitrag zu seiner Gesunderhaltung. Immerhin kann schneller und effektiver behandelt werden, je eher Krankheiten, lästige Untermieter oder anderweitige Probleme erkannt werden.
Darf es ein bisschen mehr sein?
Wer den Rottweiler in Aktion sehen und sich ein besseres Bild von dieser wunderbaren Rasse machen möchte, sollte sich durch die zahlreichen Videos klicken. Hier finden Sie neben allerlei wichtigen und nützlichen Informationen zur Rasse auch viele lustige und hinreißende Beiträge, die den Rotti ins rechte Licht rücken und beweisen, dass er allenfalls ein Kampfschmuser ist und keinesfalls den Titel des Listenhundes verdient hat. Außerdem finden Sie auf unseren Seiten ebenso viele Fotos, welche die Schönheit und den Charme der Rasse perfekt einfangen.
Wer immer noch nicht genug hat, kann sich im Forum mit anderen Rottweiler-Fans im Forum austauschen und seine Fragen stellen. Hier geben erfahrene Halter den Neulingen wertvolle Tipps, es werden neue Kontakte geknüpft und Freundschaften entstehen. Egal, ob Sie Hilfe bei einer Kaufentscheidung brauchen, Erziehungstipps suchen oder neue Anregungen zu Spiel und Beschäftigung mit ihrem Rottweiler.
Rottweiler machen glücklich!
Was ist für Sie typisch Rottweiler? Macht Sie der Rottweiler glücklich? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!
18 Gedanken zu „ Der Rottweiler “
ich bin 14 Jahre alt und wünsche mir schon immer einen Rottweiler.
Allerdings sind meine Eltern strickt dagegen, da sie denken ich würde mich nicht um den Hund kümmern. Ich habe schon alles versucht aber es noch nicht geschafft sie zu überzeugen.
Habt ihr vielleicht eine Idee sie zu überzeugen??
Danke schon mal im Vorraus für eure Antworten
Hallo Leute , ich hoffe mir kann in meiner Geschichte jemand helfen. Und zwar: vor einem halben Jahr sollten meine Freundin und ich auf einen Rottweiler zwei Wochen aufpassen. Diese zwei Wochen sind eigentlich reibungslos verlaufen, doch der Besitzer war nicht mehr aufzufinden. Ich bin ehrlich zuerst wollten wir den Hund wieder weggeben, weil wir ihn gerade noch so tragen konnten, doch mittlerweile würden wir den Hund für nichts auf der Welt weggeben! Die Unterlagen sind auch auf uns überschrieben und es ist unser Baby , doch ein Problem gibt es : LKW’s , Roller – & Motorradfahrer. Er ist 3 Jahre alt und ihn interessieren andere Menschen und Hunde so gut wie gar nicht, aber wenn ein LKW oder ein extrem lautes Auto/Roller/Motorrad kommt flippt er aus. Wir haben schon so einige Sachen probiert, mit leckerlies, Kopf wegdrehen etc nichts hat geholfen , hat jemand Tipps ?
was bitte heißt: er flippt aus? Angst und an der Leine reißen mit aller Kraft oder “Angriff” auf den Störenfried?
Davon würde ich die weitere Vorgehensweise abhängig machen…
Wenn du eine Hundeschule/Hundeverein in der Nähe hast, dann schildere oder zeig denen das Problem. Ideal wäre natürlich, wenn ihr einen Rottweiler-Verein vor Ort hättet…
Da ich Rottweiler immer als nervenstarke Tiere kennen gelernt habe, bin ich überzeugt, dass man das durchaus noch korrigieren kann.
Ich finde es schade, jedesmal zu lesen, dass der Rottweiler kein Hund für Jemanden ist, der noch nie einen Hund hatte.
Auch wenn ich die Essenz dieser Aussage schon nachvollziehen kann, da solch ein Hund ein Herrchen braucht, der verantwortungsbewusst, motiviert, ausgeglichen und zuverlässig ist. Diese Eigenschaften einem Menschen abzusprechen, welcher noch nie einen Hund hatte, halte ich für falsch.
Eine solche Hunderasse ist doch eine Bereicherung für jede Familie und auch für jeden Menschen, der sich voll dem Hund hingeben will. Ich bin der Meinung die Hundeliebhaber sollte eher Schulungen, Übungen und Iformationen anbieten, um jedes, ernst gemeinte Interesse diesen Hund als Teil seines Lebens sein zu lassen zu unterstützen, nicht das Interesse, von Anfang an abzuwürgen.
Auch wenn ich noch keinen Hund hatte, werde ich mir dennoch diesen Traumhund für meine Familie auswählen und verantwortungsbewusst mit ihm umgehen und lieb haben 😛
Hab da mal eine Frage .Verstehen sich Rothweiler mit Katzen die 4 Jährig sind .
Unser Rottweiler versteht sich mit jedem Tier in der Familie. Dazu gehören freifliegende Kakadus, diverse andere Hunde und alles was zu Besuch kommt.
Rottis sind Hütehunde. Hatte der Rotti schon einmal Erfahrung mit Katzen ? Ist die Katze dominant und zickig ?
Meine Eltern hatten 12 Jahre lang einen Rottweiler. Ein ganz liebes Tier. Wenn andereHunde ihn angeknurrt oder angebellt haben, tat ernichts anderes als sich aufzurichten, seine volle Größe und Stärke zu zeigen, diese Hunde zu fixieren mit einem Blick – “Bist Du wirklich sicher mich angreifen zu wollen ?” -, sonst tat er nichts und der kläffende oder knurrende Hund beschäftigte sich dann anderweitig. Einmal ging ich mit unserem Castor (so hieß der Rotti) in meine Wohnung weil ich kurz etwas holen wollte und hielt ihn an der Leine. Mein Mann war zu Hause – die Balkontüre auf – und herein kam unser Kater (Platzhirsch in seinem Revier). Ihm gefiel es nicht in seiner Wohnung einen Hund zu sehen. Der Kater machte einen Buckel, seine Haare sträubten sich, er fauchte und schlich sich immer näher an Castor heran. Casor stand da,ruhig, sehr wachsam, je näher der Kater kam entstand auch auf seinem Nacken eine nicht zu unterschätzende Bürste. Dann ging auch er langsam einen Schritt auf den Kater zu (Angriffstellung !). Ich weiß nicht was passiert wäre, wenn ich den Hund nicht in einen anderen Raum gebracht hätte. (Entweder wäre er von der Katze geschminkt worden – Katzen sind sehr schnell – oder er hätte sie schwer verletzt oder getötet). Ich holte umgehend die Sache die ich holen wollte, nahm den Hund und ging wieder aus der Wohnung. Ich abe nicht mit ihm geschimpft, es wollte sich nur verteidigen aber mit der Kraft eines Rottis ist nicht zu spaßen. Vielleicht würde es funktionieren wenn beide Tiere noch klein wären oder zumindest die Katze (Rotti tut nichts wenn keine Gefahr droht). Hatte die Katze denn schon vorher Kontakt mit Hunden, geht sie diesen aus dem Weg oder würde sie eher so reagieren wie mein Kater (dann besser nicht). Ich hoffe Dir mit meiner Erfahrung geholfen zu haben.
Vielleicht fragst Du aber auch mal in der Hundeschule nach welche Möglichkeiten es geben könnte und sie kennen dort den einen oder anderen Tip, dann würde ich mich irren. Sag niemals: “Nie !”.
Hallo, ich bin’s nochmal. Mein Mann und ich haben in Tunesien ein Haus in einem Berggebiet gebaut, direkt an einem Stausee. Wunderschöne Landschaft und viel Natur direkt vor der Haustür. Das Grundstück auf dem dieses Haus steht ist ebenfalls sehr groß. Wenn wir in Rente sind wollen wir sie auch dort verbringen. In diesem Gebiet lebt auch die große Familie meines Mannes. Diese hat natürlich auch viele kleine Kinder. Wir möchten dann zwei Rotti-Rüden zu uns holen die dieses Haus streng bewachen. In Tunesien gibt es viele Diebe, Neider und Leute denen die Gesundheit von Tieren egal ist. Wachhunde werden dort oftmals vergiftet wenn sie einer Diebestour im Wege stehen. Wie wir die Tiere liebevoll dazu bringen die Familie und erwünschte Gäste von äußerst unwillkommenen und nicht gewünschten Besuchern zu unterscheiden wissen wir.
Diese Hunde sollen also sowohl kinderlieb, Familienhunde als auch Wachhunde sein. Und jetzt meine Frage, weil ich leider diesbezüglich noch keine Erfahrungen gemacht habe:
“Wie bringe ich einem Hund bei niemals Futter von fremden Menschen anzunehmen ?”
Ich hoffe jemand von Euch kann dafür einige Ratschläge geben. Dankeschön.
Ich habe das große Glück und lebe seit meinem 15 Lebensjahr mit Rottweilern zusammen.
Mittlerweile bin ich 36 und meine 6 jährige Tochter ist schon ein genauso großer Rottifan wie ich 🙂
Meine Eltern und ich haben bereits den dritten Rottweiler und eine andere Rasse kommt für uns auch nicht in Frage da der Rottweiler perfekt für uns passt!
Unsere Erste wurde 10,5 Jahre, die Zweite 12,5 Jahre und die Dritte ist nun 6 Monate!
Alle drei hatten immer mit Kindern zu tun und die Hündin die wir jetzt haben und meine 6 Jährige Tochter sind schon jetzt ein eingeschweisstes Team 😉
Obwohl wir bereits 2 Rottis gut erzogen haben und die Hunde-Erfahrung hatten, haben wir auch diesmal
an einem Welpen- und Junghundekurs teilgenommen, täglicher Auslauf und Familienanschluss sollte eine Selbstverständlichkeit sein! Wir haben einen großen Garten und der Rotti lebt mit uns im Haus.
Rottis sind sehr verschmust, folgsam, kinderlieb und anhänglich.
Keine Spur von “Kampfhund”! Es kommt – wie auch bei Kindern eben immer auf die Erziehung an und unter welchen Bedingungen sie groß werden…
Rottis sind einfach toll!
Was soll ich noch sagen, mein Rottweiler Amor ist 3,5 Jahre alt. Als er 2014 “einzog” hatte ich 4 Katzen. 1 Jahr später kam meine erste Bulgarin. Heute habe ich 17 Katzen, lebe auf 500 qm und 100 qm Katzenaußengehe. Er nimmt jede Katze in liebe an. Sie rennen durch die Bude, über ihn, alles egal. Sogar Teamwork ist angesagt. Sobald er hört, sie sind auf der Küche, geht er dorthin, irgendwas kann ja immer runterfallen. Und er hatte mehrfach Glück, der Quatschkopf. Er wurde mehrfach gebissen, jammernd kam er zu mir. Ein Labi hat ihn umgenietet als er 6 Monate alt war und ein Stück Knochen am Vorderläufer rausgehauen. Deren Besitzer haben sich sofort verpisst. Das war schrecklich, was hat er geweint. Er ist unkastriert und versteht sich mit ALLEN Hunden. Es ist ein Bild für die Götter, wenn ein Mops ihm hinterherrennt. Und ALLE in der Familie betteln förmlich, dass ich mit meinem Amor komme. Sie sind wahrhaft Götter der Liebe. Und viele Menschen konnte Amor überzeugen. Ich bin übrigens 1,60 und mein Rüde relativ groß.
Ich bin 22 Jahre seid ich denken kann wollt ich schon immer einen eigenen Rottweiler, das lag daran das ich mit Rottweiler und Pitbulls aufgewachsen bin. Zu meinem 21igsten Geburtstag habe ich mir meinen Traum erfüllt, Gino ist ein Rottweiler Rüde und mit 9 1/2 Wochen bei mir eingezogen, mir war bewusst das außer viel Arbeit nun auch sehr viel Verantwortung vor mir liegt. Da ich den Menschen auch gerne einfach zeigen möchte das NICHT DIE RASSE sondern der Halter für den Charakter seines Hundes verantwortlich ist. Mittlerweile ist Gino 1 Jahr und 2 Monate alt und was soll ich sagen, unser ganzes Dorf kennt Ihn sogar die Polizei, Bäcker, Metzger bis zum Apotheker und alle lieben Ihn, und ich besonderst da ich jeden Tag immer mehr stolz auf Ihn werde und für mich es keine bessere entscheidung gab als ihn zu holen. Gino ist auch überall dabei er arbeitet mit mir im Büro wird Ihm da da langweilig darf er sich im Lager oder auf dem Hof austoben.
JA ein Rottweiler ist sehr kräftig, aber wenn dieser Hund in die richtigen Hände kommt hat er ein weiches gutmütiges und liebevolles Herz.
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Flegelphase hund
Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann beginnt die Flegelphase
Unsere Hanya ist ja jetzt etwas ьber 4 Monate alt.
Kann es sein, dass sie jetzt schon in der Flegelphase ist oder ist das zu frьh?
Beim Gassi gehen rennt sie ins Feld und hцrt null auf mein Rufen oder pfeifen. Manchmal schaut sie mich an, wenn ich ihr rufe und dreht sich dann in die andere Richtung oder sie ignoriert mich vollkommen. Wenn ich "Nein" oder "Aus" sage, wenn sie bspw. in Blumen beiЯt, dann hцrt sie auf, guckt mich an und beiЯt dann erst recht rein:ranting:
Kommandos mьssen befolgt weden, sonst lernt Sie gleich, ach wenn ichs ignoriere dann klappt das auch..
Schleppleine sollte jetzt Pflicht sein. wieder vermehrt Bindungsspiele machen und wenn es mal geht . verstecken hilft auch oft
Kommandos mьssen befolgt weden, sonst lernt Sie gleich, ach wenn ichs ignoriere dann klappt das auch..
Schleppleine sollte jetzt Pflicht sein. wieder vermehrt Bindungsspiele machen und wenn es mal geht . verstecken hilft auch oft
Hinterherlaufen soll man ja nicht. Weglaufen in andere Richtung hat auch nix gebracht. Mit Leckerlies locken hat auch nicht geklappt und das ist auch nicht so gut oder? Streng rufen half nix, nett rufen half nix.
Aber ich muss dem Hund ja auch mal bei Fehlverhalten das er in dem MOment zeigt, aufzeigen das das ein NOGO ist.. und nicht tolleriert wird
genau das wollte ich wissen, wie zeige ich ihr, dass das nicht geht. denn wenn sie dann kommt und ich lob sie noch, dann merkt sie ja, dass es fьr sie null Konsequenzen hat. Frauchen lobt mich ja auch, wenn ich erst beim 100. Ruf komme.
Wie kann ich richtig "bestrafen"?
Verstecken machen wir eigentlich immer im Wald. Auf Zuruf kommen (bisher zumindest*g*) haben wir auch immer geьbt, also ohne Ablenkung wie jogger oder so.
HeiЯt stumpfes herziehen des Hundes nutzt nichts.. weil der Hund dann nicht wirklich was versteht.. oder doch ev vielleicht durch 1500 wiederholungen..
Ich weiЯ jetzt kommt der Aufschrei das das Tierquдlerei ist..
Aber wer dem kritisch gegenьber steht und ganz ohne Druck mit seinem Hund arbeiten will an diesem Problem, dem bleit die
Jogger simulieren mьsste klappen. das probieren wir am WE gleich mal aus.
Die ьben das mit der Schleppleine auch so. Hab ich mal in der Stunde nach uns mit den дlteren Hunden gesehen. Also auch mal voll reinlaufen lassen. Da wьrfelt es die Hunde ganz schцn. Aber die meinten auch, ein oder zweimal und dann hat es der Hund begriffen.
Wie meinst du das mit dem Abbruchsignal? Ein bestimmtes Wort oder ein Pfiff?
Sollte ich bei der Schlepp dann lieber ein Geschirr benutzen und kein Halsband?
Also rufen und wenn sie nicht von selbst kommt, dann Abbruchsignal und auf die Leine steigen. Ich kanns mir irgendwie noch nicht genau vorstellen.
Ich weiЯ jetzt kommt der Aufschrei das das Tierquдlerei ist..
Spricht eigentlich was dagegen zwei Hundeschulen zu besuchen? kommt sie da durcheinander oder bringt es was? meinetwegen den einen Kurs mit mir und den anderen mit meinem Mann?
Weil: 2 Huschus 2 Trainer im schlimmsten Fall 2 grundunterschiedliche Methoden!!
So werden wir es probieren. Geschirr und Schleppleine haben wir.
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Hundeschule an der Leine
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Donnerstag, 29. März 2012
Wie lernen Hunde - wie trainiere ich richtig?


- etwas Angenehmes hinzufügen (=positive Verstärkung) (Leckerli, Zuwendung, Spiel und vieles mehr. Übrigens kann nur der Hund entscheiden, was für ihn belohnend ist, das ist nicht immer deckungsgleich mit dem, was wir denken…)
- etwas Unangenehmes entfernen (=negative Verstärkung), der Hund verspürt Erleichterung – dies würde funktionieren, aber wir müssten die Hunde zunächst in eine Situation bringen, die so unangenehm ist, dass über das Auflösen der Situation und negative Verstärkung gearbeitet werden müsste – diese Form der Verstärkung kann nur angewendet werden, wenn der Hund sich vorher sehr schlecht fühlt und ist keine Basis für ein gutes Training und erfolgreiches Lernen (wie z. B. im Constructional Aggression Treatment, was ist wohl die vorherrschende Emotion? Pawlow ist immer mit dabei!)
- etwas Unangenehmes hinzufügen (+ Strafe), z.B. Schimpfen, Schlagen, Zwicken, Rucken an der Leine, Kneifen etc. (der Hund lernt hierbei NICHT, was er stattdessen tun soll, sondern nur (wenn man Glück hat, lernt er überhaupt, da Lernblockade durch Angst), was er nicht tun soll. Diese Art der Arbeit belastet die Vertrauensbasis stark und ist bei einer guten Bindung des Hundes auch überhaupt nicht nötig – bitte nicht, Strafen können zur Gegenaggression führen, müssen immer stärker werden und Fehler im Timing sind hier fatal!) Es ist schon interessant, mit welchen beschönigenden Begriffen so manche Hundetrainer für den schlichten Einsatz von Aversiva arbeiten, z. B. „Arrete“ für einen Leinenruck oder Begrifflichkeiten wie Harmonie im Zusammenhang mit Kneifen und Zwicken (= Strafe) und negativer Verstärkung (Strafe hört auf)…es ist unglaublich!
- etwas Angenehmes wegnehmen (- Strafe), z.B. unsere Aufmerksamkeit durch das Ignorieren oder eine Auszeit. Diese Methode funktioniert bei einer guten Beziehung und Bindung sehr gut und kann gezielt eingesetzt werden, ohne körperlich zu werden oder den Hund in Angst zu versetzen.

Achtung, diese Art des Lernens findet immer situativ statt, es muss verallgemeinert werden – Hunde lernen immer orts- und situationsbezogen. Deshalb kann einerseits nicht ausgeschlossen werden, dass der Hund etwas, was er in diesem Moment sieht oder hört in das Training mit verknüpft (ist besonders beim Strafeinsatz, z. B. bei Leinenaggression von Bedeutung) und andererseits muss das Trainierte an verschiedenen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Situationen wiederholt werden.Weiterhin sind die Ablenkungen im Training nur langsam zu steigern und der Belohnungsrhythmus muss nach der Festigung variiert werden. Wie dies am besten umzusetzen ist, erkläre ich im Basisintensivkurs meiner Hundeschule.
- Belohnen Sie das, was Sie sehen möchten, möglichst zeitnah (0,5 bis eine Sekunde).
- Zeigt Ihr Hund von Ihnen nicht erwünschtes Verhalten, so sollten Sie dies entweder zeitnah neutral korrigieren (Signal wiederholen) oder komplett ignorieren (nicht ansehen, nicht anfassen, nicht ansprechen – besonders wirksam bei Aufmerksamkeit forderndem Verhalten)
- Bitte vermeiden Sie den Einsatz von Strafen, wer genauer nachlesen möchte, kann dies in meinem Blogarchiv tun – ich habe bereits über Motivation und Strafe geschrieben.
- Die Ablenkung nur langsam steigern, unterschiedliche Orte, Zeiten und Situationen in das Generalisationsschema einbringen (Ihr Hund kann das Verhalten nur in denjenigen Situationen / Orten ausführen, an welchen Sie es mit ihm gelernt und geübt haben)
- Die Feinheiten zum Kommandoaufbau (Hörzeichen, Sichtzeichen) und die genaue Technik in einer guten Hundeschule erlernen
- Denken Sie an die Gewöhnung! Bitte wiederholen Sie die Signale nicht ständig (gelernte Irrelevanz) oder Sie bringen Ihrem Hund so versehentlich bei, dass das Kommando immer erst fünfmal gesagt werden muss, er lernt dies als komplettes Signal….Geben Sie das Kommando nach einer deutlichen Pause (10 Sekunden) erneut und markieren Sie das Nicht-Ausführen des Kommandos zeitnah mit einem „Fehlersignal“ (Basiskurs)
- Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Hund sie sowieso nicht wahrnimmt, geben Sie auch keine Signale (Gefahr der Habituation), sondern machen Sie auf sich aufmerksam, ohne Kommandos zu rufen!
- Wenn der Hund ein Signal nach Beachtung der oben angegebenen Regeln nicht befolgt, so ist er nicht dumm oder hat einen Dickkopf, sondern er hat das Signal vermutlich noch nicht verinnerlicht (zu selten trainiert, Fehler des Hundehalters), die Folge des geforderten Verhaltens war bislang nicht so gut, als dass sie die Motivationslage des Hundes beeinflussen konnte (Belohnungsqualität und -technik an Schwierigkeitsgrad anpassen, Fehler des Hundehalters) oder er kann es im Moment aus körperlichen Gründen nicht ausführen / die Situation lässt es für ihn als Hund nicht zu (z.B. ein geforderter Rückruf, wenn der Hund sich gerade in passiver Demut gegenüber einem anderen Hund befindet).
- Lassen Sie sich in einer guten Hundeschule zu effektivem Training beraten, es kann so einfach sein!
Freitag, 2. März 2012
Pubertät bei Hunden oder "Wegen Umbau vorübergehend geschlossen"



Gehirnbereiche, die für Emotionen und Reaktivität zuständig sind, sind in dieser Phase durch den unter dem Einfluss der Geschlechtshormone entstehenden Umbau viel sensibler, so dass Wahrnehmung, Reaktionen und Erregungslagen sich verändern. Die Hunde sind dadurch sehr anfällig für Angst- oder Aggressionsprobleme. Gleichzeitig sind gerade die Bereiche der Großhirnrinde, die für strukturiertes und überdachtes Vorgehen zuständig sind, vorübergehend ein wenig lahm gelegt – das Gedächtnis und auch die Wahrnehmung leidet. Insgesamt sind Hunde in dieser Zeit sehr leicht ablenkbar, können sich nicht lange und gut konzentrieren, sind schneller aufgeregt / reagieren leichter auf Reize und reagieren meist sehr emotional und kaum rational.

- Aufmerksamkeit als Bereitschaft, mit Ihnen zusammen zu arbeiten, können Sie sehr schön fördern. Hierzu sollten Sie auch freiwillige Aufmerksamkeit des Hundes wahrnehmen, loben und können dies auch belohnen. Jedes Verhalten, das Sie fördern, wird häufiger gezeigt, wenn es aus Hundesicht gute Konsequenzen hat!
- Achtung, Impulskontrolle ist nicht unendlich vorhanden, sie muss immer wieder "aufgeladen" werden - dies geht gut durch Ruhepausen, Futter und vorallem Training in kleinen Schritten, nur solche Schritte, die der Hund auch bewältigen kann. Sie erinnern sich, mit der Konzentrationsfähigkeit steht es bei Ihrem Vierbeiner gerade nicht zum besten.
In meiner Hundeschule immer wieder ein Thema: Achtung im Hundekontakt: Der Hundebesitzer, der seinen Hund angeleint führt und Ihnen entgegen kommt, wird einen guten Grund haben, seinen Hund nicht frei laufen zu lassen. Sei es, weil der Hund unverträglich mit anderen Hunden ist, sei es, der Hund ist läufig, krank oder hat ein Jagdproblem – die Liste ließe sich lange fortsetzen.
Flegelphase hund
Pubertдrer Hund (ca. 7. bis ca. 11. Lebensmonat):
Die sogenannte Pubertдt oder "Flegelphase" beim Hund ist zum Glьck meist von relativ kurzer Dauer. Der Hund zeigt ein aufsдssiges Verhalten gegenьber Mensch und Tier. Zwei bis vier Monate lang hat der junge Hund plцtzlich anscheinend "vergessen", was er gelernt hat. Ьbungen, von denen man glaubte, die wдren dem Hund bereits in Fleisch und Blut ьbergegangen, gestalten sich nun auf einmal als scheinbar nie gelernt. In dieser Phase versucht der Hund oftmals, sich selbst zum Chef aufzuspielen.
Er kann im Spiel grobe Zьge eines Halbstarken zeigen oder sich gegenьber seinen Artgenossen besonders rьpelhaft benehmen. Hier ist nun ganz besonders eine konsequente, aber dennoch liebevolle Erziehung angesagt. Alle gelernten Ьbungen sollten tдglich mehrfach trainiert werden.
Erwachsener Hund (ab ca. 12. Lebensmonat):
Je nach GrцЯe, Rasse und Individuum variiert der Zeitpunkt des Erwachsenwerdens und damit auch der Geschlechtsreife beim Hund zwischen dem 7. und 12. Monat. Diese Reifephase erreicht die Hьndin durch ihre erste Lдufigkeit. Beim Rьden erkennt man das Erwachsenwerden am ersten Beinchen-Heben.
Nun ist der Hund ausgewachsen, das heiЯt seine kцrperliche GrцЯe ist erreicht. Allerdings kann es noch bis zu 6 Monate dauern, bis die Baby-Rundungen sich in eher eckige Formen wandeln.
Auch das endgьltige Gewicht wird erst mit etwa 18 Monaten erreicht sein.
Auch die emotionale Reife erreichen die Vertreter groЯer Rassen manchmal erst mit 30 Monaten, wofьr die kleinen Hunde nur ca. die halbe Zeit benцtigen.
Mit dem 10. bis 12. Lebensmonat erwacht der Jagdtrieb bei Hunden, die hierfьr die Veranlagung haben.
Alle Texte und Fotos unserer Tierseite "Tierwissen.de" sind Urheberrechtlich geschьtzt.
Ausnahmen gelten nur fьr die Fotografen, in Absprache der Seitenbetreiber untereinander, sowie mit schriftlicher Genehmigung.
wird durch uns ohne Ausnahme rechtlich verfolgt!
An viele Hundebesitzer, warum erzieht ihr eure Hunde nicht richtig?
Grad war ich mit dem Rad unterwegs. Da läuft ein Rottweiler direkt vor mir auf den Radweg. Und was macht sein Herrchen? Sagt mal kurz: nein. Und auch dieses Herrchen entschuldigt sich nicht. Wenn ich nicht eine Vollbremsund hingelegt hätte, dann wär ich gestürzt und wahrscheinlich hätt die Töle dann auch noch gebissen.
Liebe Hundebesitzer, nicht jeder liebt euren Hund so wie ihr das tut. Ich will von eurem Hund nicht abgeschleckt, besprungen oder gebissen werden noch möchte ich, daß er an mir rumschnüffelt. Und ich will dabei auch nicht von euch hören: "der tut nix". Wenn ihr euren Hund nicht unter Kontrolle habt, dann nehmt ihn an die Leine oder tauscht ihn gegen einen Stoffhund um.
Nur um das klar zu stellen, ich habe keine Angst vor Hunden und ich hasse sie auch nicht. Ich rase nicht mit dem Rad und die Vollbremsung war nötig, weil der Hund aus einem Eingang (also für mich nicht zu sehen) dahergeschossen kam.
Dieser Frau hätt ich schon gern die Meinung gesagt, aber sie wurde gerade von ihrem Schäferhund durch die Gegend gezogen, nachdem er mich angefallen hatte. Wer hält das für eine gute Idee, seine Wut über den Vorfall da rauszulassen. Kann ich ja gleich Abendessen auf meinen Arm schreiben und ihn dem Hund im Schälchen servieren.
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Aber du hast recht, viele Menschen können ihren hund nicht richtig erziehen! Mein 4monatiger Doggenrüde hört mittlerweile besser als mancher erwachsener Hund!
Ich verstehe manche hundebesitzer auch nicht, die ihre Hunde freiherunlaufen lassen, obwohl sie nicht hören und nochdazu beissen.
Aber schwaze Schafe gibt es leider überall!


Wenn der süsse Welpe etwas macht, was er eigentlich nicht darf, wird das oft als "niedlich" verurteilt. Da wird begeistert reagiert, weil der Welpe so "frech" ist. Später dann hat der Hund verinnerlicht, das Herrchen und Frauchen die Reaktion SO wollen und versteht erstmal nicht, was jetzt daran falsch sein soll!
Dann wird nichts getan, um dem Hund von Anfang an klar zu machen, WER der Chef im "Rudel" ist. Kommt dann der Hund mit 15 Moanten in die Flegelphase, hat er schon soviel Bestärkung bekommen, das er sich nicht kampflos "unterbuttern" lässt. Er knurrt - Frauchen hat Angst - Ende.
Zu guter Letzt ist der Hund heute kein Hund mehr, sondern eher ein vermenschlichtes Etwas. Das wird als Kindersatz genommen, an dem wird alles kompensiert, was man an Mankos hat und er dient oft auch als "Lebenspartner". Und weil er SO geliebt wird, kann Frauchen/ Herrchen ihn doch nicht bestrafen, nein, da wird erklärt. Als ob der Hund jetzt auch die menschliche Sprache verstehen würde!?


Es ärgert mich doppelt, weil ich selber zwei Hunde habe, die so erzogen sind, dass sie anderen Menschen nicht zu nahe kommen, ihre Geschäfte da erledigen, wo es angebracht ist und die nur kurz bellen, wenn Fremde an der Tür sind.Dabei habe ich keine dressierten, unterwürfigen, mit Gewalt erzogene Hunde, sondern ganz normale, mit Liebe und Konsequenz erzogene Senfhunde mittlerer Größe.








Sorry for my bad german.




Deine Sichtweise ist einseitig: gegenseitige Rücksichtnahme ist angesagt. Wenn Radfahrer sich bemerkbar machen und in angemessener Geschwindigkeit vorbeiradeln, kann ein Hundehalter auch problemlos seine Hunde abrufen. Wenn du schreibst, dass du eine Vollbremsung hast hinlegen müssen, gehe ich mal davon aus, dass du sehr schnell unterwegs warst. Du musst auch mal dran denken, dass sich Hunde dann erschrecken und unangepasst reagieren. Vielleicht trägst du ja wirklich eine Teilschuld - also bitte immer beide Seiten der Medaille betrachten

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Sehr viel wie ich finde: Eisdielen- und Biergartenbesuche klappen mit Chiru problemlos. In Freilaufgebieten kann er ohne Leine laufen und auch Begegnungen mit Rüden an der Leine klappen fast immer ohne Radau. Sogar ein Städtetrip mit Hotelaufenthalt im Herbst hat super funktioniert. Für uns ein Grund richtig stolz zu sein. Aber wie haben wir das alles geschafft? Das erfahrt ihr in unser neuen Blogserie: "Rüden Pöbelei nein danke!"



Mein Herz machte innerlich "Glücksprünge" und ich überlegte gerade vor stolz platzend, welche Erziehungsmaßnahmen der letzten Wochen diesen Erfolg bei Chiru ausgelöst haben könnten. Hat das Hundetraining mit Ulrike so viel positives Bewirkt? War der Schlüssel zum Erfolg, dass Chiru nicht mehr im Wohnviertel markieren darf? Die Lösung war (leider) viel einfacher: Sammy war vor einigen Wochen kastriert worden! Sandra hatte mir davon nichts erzählt, weil sie testen wollte, ob ich der Auslöser für das aggressive Verhalten von Chiru gegenüber unkastrierten Rüden bin. Nach diesem Spaziergang musste dann auch sie eingestehen, dass nicht das andere Ende der Leine - in diesem Fall ich - die "Schuldige" am Konflikt unserer beiden Hunde war.

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22 Kommentare

Ganz spannendes Thema! Ich habe auch so einen pöbeligen Rüden zu Hause, der seit der Kastration nicht einmal mehr Hündin von Rüde unterscheidet und generell erst einmal drauf los pöbelt.
Ich freue mich schon auf den 2. Teil!
Hallo Nicole, dass sich das Verhalten nach der Kastration verschlimmert, habe ich schon öfters von Hundebesitzern gehört. Für mich auch einer der Gründe warum ich mich mit dem Thema Kastration (wegen der Prostatavergrößerung) bei Chiru sehr schwer tue. Gerade unsichere Hunde - zu denen auch Chiru zählt - verschlimmern sich in ihren Verhalten oft deutlich.
Geht mir genauso. Allenfalls bin ich hin und wieder ein Verstärker, aber nicht der Auslöser des Problems. Ich bin nämlich ebenfalls nach meinen rundum positiven Erfahrungen mit dem unkrastrierten Kim und der Zusage des Tierheims, dass Linda keine Probleme mit Artgenossen hat, so zuversichtlich wie ahnungslos mit Linda gestartet, bis ich feststellen musste, ups, der Hund mag aber nicht jeden.
Danke für dein Statement Andrea! Es ist schön zu lesen, dass auch andere das bei ihren Hunden so empfinden!
Ich denke auch, dass ich bei Lilly keineswegs der Auslöser, sondern der Verstärker war. Unsere Hunde vorher haben nie gepöbelt, weswegen auch ich vollkommen unbefangen an die Sache rangegangen bin. Bei Lilly fing das Theater auch mit der Pubertät an.
Nein da muss ich meine Freundin in Schutz nehmen - sie ist eine ganz liebe :-) und ihr Test war ja hilfreich :-). Obwohl ich ja zugeben muss - im ersten Augenblick war ich fast ein wenig entäuscht, dass es nur die Kastration bei Sammy war und nicht meine vorbildliche Erziehung *grins*.
Oh ein spannendes Thema. Auch das Frauchen wird unsicher, wenn andere Hunde kommen, vor allem, wenn ich mit Dusty unterwegs bin. Allerdings glaubt sie, dass wir uns gegenseitig verstärken, denn wenn jeder alleine unterwegs ist, zeigen wir uns wesentlich weniger aggressiv. Ich bin gespannt, welche Ursachen du bei Chiru gefunden und wie du sie gelöst hast.
Hallo Chris, mit zwei Hunden solche Situationen in Griff zu bekommen ist viel schwerer als mit einem Hund. Diese Erfahrung musste ich mit Lotta und Chiru als Duo auch schon machen. ABER auch das haben wir besser in den Griff bekommen. Lotta hat schnell gemerkt, dass die Verstärkung von Chiru fehlt und verzichtet mittlerweile auf ihr Gebell. Wobei Lotta zum Glück auf keinen Hund - egal welches Geschlecht aggressiv reagiert, sondern sich oft nur mit Bellen bemerkbar macht. Vielleicht hat es sich ja bei ihr bewährt, dass sie von Anfang an unseren Fun-Kurs besucht hat. Aber ihr werdet ja selber noch lesen hier lesen, wie wir es geschafft haben. Eins vorweg - es ist kein Hexenwerk und überhaupt nciht schwierig :-)

Mein Herz macht gerade Freudensprünge - nicht, weil Chiru ein "Pöbler" war, sondern weil du mir genau meine Situation von der Seele schreibst!
Auch ich bin immer völlig entspannt in Hundebegegnungen hinein gegangen, denn Milo war immer fröhlich, lebenslustig und offen anderen Hunden gegenüber - sogar nachdem er schlechte Erfahrungen im Welpenalter mit einem Beißangriff gemacht hat.
In der Pubertät fing es erst an mit der Pöbelei - mittlerweile sind es nur noch 2-3 Hunde in der Nachbarschaft und mal einer auf dem Spaziergang. allerdings bin ich ehrlich gesagt noch nicht dahinter gestiegen, was genau der Auslöser dafür ist. Erst dachten wir, es sind auch die "Unkastrierten", aber nachdem wir erst vor kurzem auf einem Spaziergang einen unkastrierten Rüden getroffen haben und Milo und er so lieb miteinander gespielt haben. und uns auf demselbigen ein weiterer unkastrierter Rüde entgegen gekommen ist und die beiden sich fast angefallen hätten, bin ich ziemlich ratlos im Hinblick auf den Auslöser und kann es nicht verallgemeinern.
Es liegt auf jeden Fall nicht nicht nur an den unkastrierten Rüden, denn schließlich gibt es ja auch welche, mit denen Milo völlig ausgelassen spielen kann.
Danke für deinen ausführlichen Kommentar Katharina! Ich finde es immer interessant zu lesen, wie sich die Situation bei anderen darstellt. Ich habe bei Chiru mittlerweile herausgefunden, dass er auf unkastrierte Rüden dann nicht reagiert, wenn die selber sehr gelassen und souverän sind. Aber davon mehr in der Fortsetzung!

GsD habe ich ja eine Hündin, die von Anfang an keine großen Probleme mit anderen Hunden hatte !
Ihr könnt stolz darauf sein, das Problem nach so vielen Jahren in den Griff bekommen zu haben ! schön, dass Sammy und Chiru wieder gemeinsam ihre Gassirunden ziehen können, da wird der Spaziergang für die Zweibeiner doch gleich viel entspannter :-)
Hi Claudi, da hast du mit Raja wirklich richtig Glück! Wobei mich echt interessieren würde, ob Rüden tatsächlich öfters "Pöbler" sind. als die Mädels. Wäre mal eine Umfrage wert!

Danke für den interessanten Post. Wirklich spannend. Ich habe keinen Rüden, kenne aber bei meiner Ältesten auch ,,Rüdenverhalten". Bin schon sehr gespannt wie es weiter geht .
Liebe Grüße von
Silva, Duna, Bastit und mir
Danke für deinen lieben Kommentar Silva! Nächste Woche geht es weiter mit dem Thema!
Rüdenpöbelei ist zwar nicht direkt unser Thema, aber über das Pöbeln an sich, habe ich mir gerade erst letzte Woche einige Gedanken gemacht. Obwohl Lotta sonst an allen Hunden ohne einen Mucks vorbei marschiert, gibt es bei uns im Ort eine einzige Hündin, die sie immer ankläfft, wenn sie unseren Weg kreuzt. Das ist mir zwar jedes Mal aufs Neue furchtbar peinlich, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass auch sie das Recht hat einen einzelnen speziellen Hund nicht zu mögen.
Hi, ich finde es auch vollkommen in Ordnung, wenn es sich nur auf einen Hund beschränkt - wobei das es dir auch manchmal peinlich ist, kann ich gut verstehen.

Sehr interessant. Ich freue mich auf die weiteren Artikel dazu. Ich habe mit Gadi ja auch einen unkastrierten Rüden und wir haben eine sehr heftige Pöbelzeit hinter uns. Heute kann ich ihn mit jedem Rüden zusammenführen, mit der Bedingung, dass ich 100% präsent bin und dass die Hunde nicht plötzlich frontal gegenüber einander stehen oder ungewollt plötzlich ineinander rennen. Hunde kreuzen kann ich eigentlich gut, manchmal knurrt er, ganz selten springt er einen Satz nach vorne, dann ist es aber meistens die Sprache des entgegenkommenden Hundes.
Auf jeden Fall war es viel Arbeit und ich finde, dass es sich gelohnt hat. Finde es immer sehr schade, wenn immer gleich zur Kastration gegriffen wird, wenn ein Rüde eben Rüde wird und sich dementsprechend verhält.
Ramona und Rudel
Hi Ramonan, danke für deinen Kommentar! Gerade dieses Frontal gegenüber ist bei Chiru auch häufig ein Auslöser. Für mich war anfangs die Gradwanderung am schwersten wieviel ich Chiru in so einer Situation erlaube. Kastration ist bei uns nur ein Thema wegen der Prostatavergrösserung von Chiru. Die Problematik mit den Rüden würde das aber meiner Meinung nach sogar wieder verschlimmern und es würde uns zurück werfen.

Ich habe auch so eine Pöbelmaus hier sitzen und wir sind schon ganz gespannt wie es bei euch weiter geht :)
Wir selbst trainieren auch gerade das nicht pöbeln und machen kleine Fortschritte. Manchmal mehr manchmal weniger. Wir freuen uns auf weitere Berichte
Dani mit Inuki und skadi
Hallo Dani, danke für deinen Kommentar. Bei uns ging es auch nicht von heute auf morgen. Auch jetzt gibt es immer wieder kleine Rückschläge in alte Verhaltensmuster. Aber davon gibt es ja bald hier mehr zu lesen.

Die Mama hat den Artikel auch ganz gespannt gelesen.
Es regt sie nämlich total auf, dass ich, seit dem der Nacktwelpe in ihrem Bauch war, auch niemanden in ihrer Nähe haben will. Wobei ich wohl ohne Leine gar nicht so viele Probleme damit habe..
Deswegen sind wir auch sehr gespannt, wie es weitergeht!!
Hi Abby, bestimmt sind auch für deine Mama in den folgenden Beiträgen Tipps dabei! Wobei deine Situation ja noch einmal eine ganz besondere ist. Ich freue mich, dass ihr als Leser die Serie verfolgt!
Wer sind wir?
Hundeblog: Sali: #Hobbyfotografin #kreativ #neugierig #kritisch Chiru: #Tibet Terrier #selbstbewusst #lebendig #witzig it´s about DOGS: #hundeblog #informativ #abwechslungsreich #anregend, #erfrischend anders!
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Morgens um 7 Uhr ist die Welt noch in Ordnung, dachte ich heute früh und drehte mich noch einmal genüsslich in meinen Körbchen auf dem Rück.

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Veröffentlichungen

Chiru im Kynos Buch "Der Tibet Terrier"
Seinen eigenen Hund in einem Buch zu sehen ist ein tolles Gefühl. In dem Rasseführer "Der Tibet Terrier" von Adolf Kraßnigg durfte Chiru gleich mit sieben Bildern vertreten sein. Aber auch andere Fotografien von mir wurden im Buch berücksichtigt. Für mich gehört dieses Buch inhaltlich zu einen der besten Fachbücher über den Tibet Terrier.
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Erfahrungen mit der Flegelphase
Erfahrungen mit der Flegelphase
Meine ist jetzt 22 Wochen und ich glaub das es bei ihr jetzt schon so langsam anfängt
blackbetty
SUNNYUNDCO
Gismo 12.6.11 Maine Coon-Mix
Tamino 17.9.14 Norw. Waldkatze
Sunny 6.4.05-12.6.14 EKH
Tanja 3.2.98-31.10.06 Collie
Irgendwie flegeln sie doch alle immer mal wieder.
Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen
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