Impfung beim Hund - Kosten
Hi, wie viel kostet eine Grundimmunisierung beim Hund (ohne Tollwut) in etwa ?
5 Antworten

Lt. Impfstoffhersteller Nobivac sind 3 Modelle möglich.
- Grundimmunisierung 4 Wochen, dann 8 Wochen und nochmal mit 12 Wochen - danach alle 3 Jahre.
- Grundimmunisierung mit 8 Wochen und dann nochmal mit 12 Wochen - danach alle 3 Jahre.
- Impfplan - ein mal mit 12 Wochen und dann alle 3 Jahre.
Wenn du also die erste Grundimmunisierung wählst hast du 3 mal TA Besuch incl. deren Kosten von rund 50 bis 80 Euro - jedes mal muß auch die Gesundheit des Hundes untersucht werden.
Variante 2 - hast du 2 TA Besuche und Variante 3 hast du nur einen Besuch beim TA aber natürlich das Risiko bis dahin - das dein Hund mit Pavo oder Staupe in kontakt kommt und erkrankt.
Nur deshalb wird schon so früh geimpft, da aber der früh gegebene Impfstoff keine gute Immunität aufbaut wird in kurzen Abständen nachgeimpft, damit ein ordentlicher Impftitter entsteht. Viele Welpen haben z.B. in der 4 ten Woche noch genügend Antikörper der Mutter - werden sie jetzt geimpft - kommt kein Impfschutz zustande, da die Antikörper der Mutter den Impfstoff erkennen - somit keine Immunreaktion vom Welpen. Hat der Welpe keine Antikörper der Mutter mehr intus - dann kann eine Immunreaktion schon beim 4 Wochen alten Welpen entstehen.
http://www.agtiere.de/index.php?id=240 hier steht auch nochmal genau, warum, weshalb und was man impfen sollte bzw. was wirklich sinn macht.

Grundimmunisierung: Einmal, nochmal nach einem Monat, dann jährlich. Preis: Je nach TA zwischen 30 und 50€, also die Grundimmunisierung 2x30/50€. Tollwut würde ich dazu impfen. Zwingerhusten und Parvovirose gibt's mit Tollwut als Combiwirkstoff, kostet also vllt 10€ mehr. Empfehlenswert und Tollwut muss nur alle 3 Jahre nachgeimpft werden

Die anderen Impfstoffe halten doch nach der Grundimmunisierung auch mindestens 3 Jahre, warum denn dann järhlich nachimpfen? Gibt sogar welche, die 7 Jahre halten.

Laut Hersteller sollten sie nach einem Jahr nachgeimpft werden, Tollwut hält 3 Jahre. Ob man impft und wie oft man impft entschiedet weiter jeder selbst

Naja aber es gibt ja auch Impfstoffe, bei denen 3, 5 oder sogar 7 Jahre angegeben sind.
Ich denke die sind zu bevorzugen, da jede Impfung eine Belastung für den Organismus darstellen.

Tollwut ist in der Regel immer ein Alleinimpfstoff. Jährliches Impfen von SHP ist quatsch und bringt nur dem Tierarzt Geld und Kunden. Selbst die Impfstoffhersteller empfehlen alle 3 Jahre zu Impfen.
Zwingerhusten und Leptospriose zu impfen ist relativ sinnlos.

Schaut euch das mal an

Es gibt 1. unterschiedliche Impfpläne.
und 2. es gibt unterschiedliche Impf-Seren = Mono- oder Kombipräparate
und 3. hält man sich, was die Grundimmunisierung angeht, an das was der Züchter bei der Erst-Impfung angefangen hat.
Ich würde nicht so früh wie möglich gegen Tollwut impfen lassen. Manche Hunde reagieren empfindlich drauf.
Staupe, Parvovirose und Zwingerhusten lasse ich grundsätzlich nur als Mono-Präparat spritzen.
Zwingerhusten und auch Parvovirose haben inzwischen neue und gegen die übliche Impfung resistente Stämme.
Und Impfungen sind wesentlich länger wirksam als nur ein Jahr.
Zu den Kosten: komplette Grundimmunisierung etwa 150€ . Tollwut später etwa 40€. Die Tierärzte haben da etwas variierende Preise.

Obwohl ein Züchter mit einer Kombiimpfung incl. Zwingerhusten begonnen hat, kann man trotzdem das impfen lassen was man selber für richtig hält.
Nur weil ein Züchter die nutzlose Zwingerhusten- und Leptospiroseimpfung hat machen lassen muß man das nicht auch tun.

@frisennarr: warum meinst du mich korrigieren zu müssen? Schreib das doch in eine eigene Antwort.

Korregiere dich nicht sondern erwähne nur, das man nicht alles nachmachen muß was der Züchter da vorgelegt hat - sonst sind auch viele Hunde immer noch auf dem Welpenfutter vom Züchter. Ich hab das in meine Antwort ähnlich auch drin - und man muß nicht gleich eingeschnappt sein.

Die TÄ haben unterschiedliche Preise. Ruf an, frag nach.
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Beste Antwort wird wie immer mit einem Stern bewertet :)
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Wie lange dauert es bis diese Impfung hilft und wie lange hilft sie?
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Kosten für Hundehaltung: So kalkulieren Sie richtig
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03.07.2013, 16:11 Uhr | jb (CF) (bec)

Kosten für die Hundehaltung: Das sollten Sie beachten (Quelle: Rust/imago)
Bevor Sie sich einen Hund anschaffen, sollten Sie mit spitzem Bleistift nachrechnen, wie hoch die Kosten für Anschaffung und Hundehaltung ausfallen. Je nach Hunderasse, Wohnort und Tierarzt können Ihnen bei der artgerechten Haltung schnell hohe Kosten entstehen.
Hundesteuer von Region zu Region unterschiedlich
Als erstes schlägt der Kauf Ihres neuen Vierbeiners zu Buche. Je nach Hunderasse fallen hier unterschiedliche Kosten an. So sind beliebte Hunde oftmals teurer als die unbekannteren Rassen. Ein Rassehund kann um die 1.000 Euro kosten, während Sie einen Mischling aus dem Tierheim meist schon gegen eine Schutzgebühr von 100 Euro erhalten.
Wenn Sie sich einen Hund angeschafft haben, müssen Sie diesen anmelden und Hundesteuer entrichten. Je nach Wohnort innerhalb Deutschlands kann der Betrag erheblich abweichen. Die höchsten Steuersätze liegen jährlich bei etwa 150 bis 200 Euro. Wenn Sie sich einen Zweithund zulegen, müssen Sie die Hundesteuer nochmals entrichten. Diese ist sogar 30 bis 60 Euro teurer. Vor der Anschaffung sollten Sie deshalb zunächst bei Ihrer Gemeinde, beziehungsweise Stadt anfragen, wie hoch die Steuersätze für Hunde sind.
Hundekosten: Damit müssen Sie rechnen








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Kosten für Hundehaltung: Grundimmunisierung
Als nächstes steht auch der regelmäßige Besuch beim Tierarzt an. Für eine artgerechte Haltung sollte Ihr Welpe grundimmunisiert werden. Dieser Schutz gegen Infektionen muss laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) viermalig erfolgen. So ist die erste von vier Impfungen bereits nach acht Lebenswochen fällig. Anschließend müssen diese Impfungen jährlich erneuert werden.
Kosten für Hundehaltung: Wurmkur
Kontrovers wird unter Hundeliebhabern die Notwendigkeit von Wurmkuren diskutiert. Eine Behandlung vor der dritten Lebenswoche und nach der sechsten Woche ist wichtig. Laut VDH sollten die weiteren Wurmkurbehandlungen in einem Hundeleben nur im Bedarfsfall durchgeführt werden. Je nach Tierarzt sind die Kosten für diese Grundimpfung und Wurmkur unterschiedlich, liegen im Schnitt zusammen aber zwischen 70 bis 100 Euro. Bei der jährlich durchzuführenden Wiederholungsimpfung müssen Sie mit circa 50 Euro rechnen.
Grundsätzlich richtet sich der Preis für Impfungen aber nach der regionalen Ausbreitung von Tierkrankheiten und Seuchen. Somit sind die Kosten – wie bei der Hundesteuer – ebenfalls von Region zu Region unterschiedlich. Sparen können Sie dennoch. In manchen Hundeschulen wird ein „Impftag“ angeboten. Dann impft der Tierarzt gleich mehrere Vierbeiner und die Kosten sind für Sie geringer.
Futter, Versicherung & Hundeschule
Hinzu kommen die Kosten für das Futter, die bei rund 60 Euro im Monat liegen. Dieser Betrag richtet sich jedoch stark nach der Hunderasse und nach der Größe des Tieres. Eine Hunde-Haftpflichtversicherung, die Sie gegen Fahrrad oder Autounfälle im Zusammenhang mit Ihrem Hund schützt, kostet im Jahr je nach Umfang bis zu 60 Euro.
Damit Ihr neues Familienmitglied auch die Befehle „Sitz“ und „Platz“ versteht, ist oftmals eine Anmeldung bei einer Hundeschule sinnvoll. Einschreibe- und Kursgebühr variieren hier stark. Bei guter Recherche lassen sich aber Kurse finden, die Sie zwischen 80 und 150 Euro kosten.
Dieses Zubehör ist für Hunde wichtig
An Zubehör benötigt Ihr Hund auf jeden Fall eine Reihe von Pflegeartikeln sowie eine Leine und ein Halsband. Auch Spielzeug fällt in den Bereich Zubehör, und schließlich braucht ein Hund ein Körbchen oder eine Hundehütte sowie einen Fress- und Trinknapf. Wenn Sie Ihren Vierbeiner zudem im Auto mitnehmen möchten, so benötigen Sie auch eine spezielle Sicherung. Diese liegt preislich um die 20 Euro, während für die anderen Zubehörteile einmalig rund 100 Euro eingeplant werden sollten.
Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.
Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.
Hund: Impfen & Chip. wie teuer?
Hmm. wisst ihr noch ganz genau, was ich dafür bezahlt habt?
Wie kommen denn bitte die riesen Preisspannen zu stande?
Meine Schwägerin Für den Chip 27€ und für die erste Impfung 22€. die zweite kostet 19€.
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Fragen zum gleichen Thema finden:
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Meine Mama war jahrelang bei einer Tierärztin und hat fürs impfen und wurmkur 120€ bezahlt. Zahlt jetzt weniger als die Hälfte. Weitaus weniger
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Also eher teuer
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Also ich bezahle für das impfen meiner Katze mit Wurmkur ca 30 € und das ist nicht teuer. Da finde ich 40€ für einen Hund angemessen.
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Ich finde Chip und Impfung gar nicht so viel.
Also ich bezahle für das impfen meiner Katze mit Wurmkur ca 30 € und das ist nicht teuer. Da finde ich 40€ für einen Hund angemessen.
na ja, es sind ja eher 81€ für`s impfen, denn es muss ja zweimal hintereinander geimpft werden und wenn ich dann höre, das meine schwägerin gerade mal die hälfte zahlt, finde ich das schon nen wahnsinnig großen unterschied.
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Allerdings ist für mich die kompetenz des arzteswwichtiger. Wenn beide gleich gut sind geh doch zu dem anderen
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Pränataldiagnostik
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Säuglingsernährung und Allergien
Hallo liebe Mutti, Deinem Baby geht es nicht so gut und Du machst Dir Sorgen, - es hat Probleme mit der Haut (z.B. Neurodermitis und Juckreiz). Mehr
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Dies ist in der GOT geregelt. Der Tierarzt kann seine Leistungen mit dem Ein- bis Dreifachen Satz des jeweiligen Gebührensatzes berechnen.
Hinzu kommen die Kosten für den Impfstoff: Der 7-fach Impfstoff für Hunde kostet ca. 3 Euro und der Impfstoff gegen
Katzenschnupfen, Katzenseuche ca. 2 Euro.

Katzen sollten beim Kauf geimpft sein.
Wieviel ne Impfung kostet, hängt vom Satz des Arztes (es gibt ne Satzung zu den Kosten, der Arzt kann den einfachen bis dreifachen Satz nehmen) und von den gewünschten Impfungen ab.
Schnupfen und Seuche liegen meist im Bereich 30 Euro pro Katze. Dazu gibts immer nen kurzen Checkup ob miez gesund ist. Kannst aber einfach deinen Arzt anrufen und fragen, die Kosten für ne Impfung sollten die im Kopf haben
Einplanen.. sehr verschieden. Ich hab nen Kater mit nem chronischen Lungenproblem, das kostet im Jahr zwischen "gar nichts" und 1000 Euro..
Krankheiten kann man nicht planen
Feste Kosten sind die Impfungen und die Kastration mit ca nem halben Jahr, das sind so 100 Euro. Dazu in irgendeiner Weise wurmprophylaxe

Das ist von Tierarzt zu Tierarzt verschieden.
Bei meinem kostet es für 2 erwachsene Wohnungskatzen inkl. allgemeinem Gesundheits-kurz-Check (Zähne anschauen, Bauch abtasten, wiegen. ) und Entwurmung ca. 70 €. Für Freigänger liegts bisschen höher, weil da noch Tollwut dazu kommt.
Ich weiß allerdings nicht, was bei Babykatzen noch dazu kommt, weil das hatte ich noch nie.
Fakt ist aber, dass wohl bald die Kastration ansteht, ein Chip, wenn sie den noch nicht haben. Am besten fragst du den Tierarzt, der sollte das wissen :)

Also meine erste war ein kleines Fundkind und ist mit 5 Wochen zu mir gekommen. Ihr ging es damals nicht so gut und ich musste 2 Woche alle 2 Tage zum TA das hatte mich damals ca 300€ gekostet. Dann die 2 Impfungen nochmal 70€. Jetzt geht es ihr prächtig. Hab ihr dann noch eine Freundin dazu geholt und war bis jetzt nur zum Impfen mit ihr beim TA hatte mich 70€ gekostet.
Du solltest ein bisschen mehr Geld einplanen, weil man nie weiß was ist und der TA kann verdammt Teuer werden. Für die Impfungen würde ich für die zwei 200€ einplanen. Ansonsten alles gute :)

Wie dir hier schon ein paar erklärt haben, bekommst du am ehesten bei einem TA die gewünschte Auskunft. Da scheint es mir auch ,je nach dem wo man wohnt, Unterschiede zu geben. Ich wohne in Berlin und für die Grundimunisierung 2x ca.35,00-40,00Euro.Der jährliche Check mit Impfung und eine Tab.zur Vorbeugung gegen Würmer liegt auch bei ca.40,00 Euro. Die Kosten für die Kastration liegen um die 100,00 -120.00 Euro (mit Nachkontrolle ) alles pro Kätzchen.
Da macht es Sinn jeden Monat einen bestimmten Betrag weg zu legen ( Katzen-Konto ).Also ich mach es so. Kann ja doch immer etwas unerwartetes passieren und so habe ich ein paar Rücklagen für die TA-Kosten.
LG und alles Gute für deine Kätzchen.

Sehr gute Idee, danke!

Tab.zur Vorbeugung gegen Würmer
es gibt keinen tbl. die dem wurmbefall vorbeugen-- sinnvoll ist es den kot der katzen oder auch hunde auf würmer kontrollieren zu lassen und erst dann ,wenn befall vorliegt , auch tatsächlich gezielt zu entwurmen -- was nicht heißt, dass sich deine katze bereits am nächsten tag wieder einen wurm einfängt oder dessen eier !.

Also als wir das erst mal mit unserer Katze zum Tierarzt sind, brauchte sie erst die Wurm und Entflohungskur, das war so eine Kombi und das kam um die zehn Euro und dann bekam sie eine Woche später die erste Spritze und die kam 29,50 und die zweite dann nochmal.
Und jetzt gehen wir nur einmal im Jahr zum Tierarzt um ihre Spritze geben zu lassen die sie einmal im Jahr ja braucht und die ist 29,50 Euro.
Wenn die Mitze gesund ist, sind also die Kosten erschwinglich. L.G.

Wir gehen jedes Jahr impfen und das finde ich auch super so. Auch weil sie dann regelmäßig durchgecheckt wird.
Impfung und Wurmkur. Mmh, so 50-60€.
Ist aber bei jedem Arzt unterschiedlich.

am besten ,du rufst bei deinem behandelnden tierarzt an .die helferinnen geben dir zu allem gern auskunft, denn die preis sind vn arzt zu arzt unterschiedlich .

Meine Katzen wurden am Anfang ihres Lebens Grundimmunisiert. Von jährlichen Auffrischungsimpfungen halte ich persönlich wenig, aber das sollte jeder für sich entscheiden.

Dass der Impfschutz mit den Jahren nachlässt ist Fakt. Es gibt nur sehr wenige Krankheiten, bei denen eine Impfung lebenslangen Schutz gibt. Die Krankheiten, gegen die Katzen geimpft werden, gehören nicht dazu.
Das gilt nicht nur für Katzen sondern auch für dich.. Tetanus zB ist eine Impfung, die man unbedingt regelmäßig auffrischen sollte.
Der Rhythmus der Impfungen ist ein Streitthema. Aber dass sie wichtig sind, ist ziemlich unbestritten

tetanus muß als als mensch alle 10 jahre auffrischen -- so lange leben katzen oft garnicht !
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Uns ist vor 2tagen eine Katze zugelaufen und morgen wollte ich mit ihr zum Tierarzt. Vielleicht kann mir einer sagen ,gegen was muss sie alles geimpft werden und wieviel wird die Untersuchung und Impfung morgen kosten? Wie werden sie wahrscheinlich drinnen halten weil wir in einen Dachgeschoss Wohnung ziehen, wenn ihr Tipps habt wäre super ! Danke schonmal:)
wir haben zwei Katzen und fahren nächste Woche nach Thüringen zum Schwiegervater. Dessen Freundin hat eine Freiläufer-Katze, die sich aktuell dort im Haus aufhält. Unsere Katzen sind reine Wohnungskatzen und wir haben sie nie impfen lassen. Nun stellt sich uns die Frage, welche Impfungen unsere Katzen benötigen und mit welchen Kosten wir rechnen müssen? Eine der beiden Katzen ist ohnehin schon chronisch krank und sehr anfällig. Wir möchten da kein Risiko eingehen.
Danke im Voraus für die Hilfe! Viele Grüße Blanche
Hallo :) Wieviel kostet so ein Tierarzt bei einem 'Durchcheckbesuch' von 2 Frettchen? Hätten schon einen erfahrerenen Frettchentierarzt, und auch eine Rierarztklinik mit Spezialisierung auf Frettchen, aber wollen uns mit den Kosten auskennen bevor wir hin gehen :) Wieviel kostet eine Impfung, ein normaler Check oder eine Rötgung etc.?
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Hallo. Ich hatte gestern schon die Frage: "Wie lange sollten Katzenbabys nach ihrer Geburt bei ihrer Mutter bleiben?" gestellt und hatte tolle Antworten bekommen. Danke! Nun sind bei mir weitere Fragen aufgetaucht. Also unsere Katzenmutter hatte gestern ihre Babys bekommen und ich wollte wissen:
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Wieviel kosten Entwurmung und alle nötigen Impfungen beim Tierarzt! (Hund)
ich habe gestern beim Tierarzt angerufen, um zu fragen, wie viel die Impfung von Kaninchen kostet. Nobivac ( also RHD+Myxo) kostet 28€ ohne die Voruntersuchung. Ich habe daraufhin gefragt, ob das denn ginge. Die Sprechstundenhilfe meinte, dass das gehen würde, wenn ich es vorher dem Tierarzt sage.
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Ab wann sollten katzen babys das erste mal zum Tierarzt? Sie sind jetzt 3 Tage alt. Ca 14-16 cm gross
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Sorry, ist ziemlich durcheinander. Ich hoffe wirklich, dass jemand mit Ahnung antwortet.. zerbreche mir schon seit einigen Stunden den Kopf, weil es mich so interessiert. :/
Ich spiele mit dem Gedanken mir einen Hund anzuschaffen!
Würde aber gerne die auf mich zukommenden Kosten einkalkulieren könne
Ein paar Mausklicke weiter habe ich folgenden Impfplan entdeckt
da sind 6 verschiedene Impfungen eingezeichnet!
werden die alle einzelnd verabreicht . und muss man die alle einzelnd bezahlen .
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Hallo, sehr schön, dass ihr euch diesen Beitrag hier anschaut. Wie ihr schon in der Überschrift gelesen habt, geht es um einen Wurf Kaninchen, um die 7 Stück. Diese wurden am Montag gegen Myxomatose geimpft und gestern sind 2 Kaninchenbabys verstorben. zuerst saßen sie einfach nur rum, haben schlecht gegessen. haben versucht diese mit Appetitanreger wieder auszupäppeln, was auch funktioniert hat. Trotzdem sind beide fast zur gleichen Zeit verstorben (maximal 1 Stunde Abstand). Dieses Phänomen ist bei uns schon häufiger aufgetreten, manchmal kriegen wir welche durch und manchmal nicht. Liegt das an der Myxomatose- Impfung, ist die Dosis zu hoch, die der Tierarzt gibt oder woran liegt das? Ich würde gern eine Antwort mit Erklärung haben, studiere Tiermedizin und deshalb interessiert es mich sehr. Danke für das durchlesen.
Happy Dogs
Wie du deinen Hund glücklich machst…
Erste Tierarzt-Kosten nach dem Welpenkauf

Mit welchen ersten Tierarzt-Kosten muss man nach dem Kauf eines Welpen rechnen? (Fotolia / BillionPhotos.com)
Wenn man sich einen Welpen nach Hause holt, führt einer der ersten Wege zum Tierarzt. Welche ersten Tierarzt-Kosten fallen nach dem Welpenkauf an?
Die Kosten betreffen vor allem Impfungen, das Chippen oder Tätowieren und das Entwurmen.
Wenn man möchte, kann man den Welpen natürlich auch beim Tierarzt durchchecken, also eine Erstuntersuchung durchführen lassen.
Tierarzt-Kosten für Impfungen
Normalerweise bekommt man einen Welpen in einem Alter von rund 12 Wochen. Zu dieser Zeit sollte der Hund bereits die ersten Impfungen bekommen haben. Allerdings sind meistens noch Nachimpfungen notwendig. Die Einzelheiten zum Stand der Impfungen erfährt man vom Züchter mit dem Welpenkauf und kann dann entsprechend weiterimpfen lassen.
Kosten pro Nachimpfung: 25 bis 40 Euro
Weitere Impfungen werden als Tollwut-Impfung (nach sechs Monaten) oder auch als Impfauffrischungen erst im Laufe des Hundelebens notwendig. Eine Kombi- oder Kompaktimpfung, wenn sie noch ansteht, kann deutlich teurer sein. Hier muss man mit 40 bis 80 Euro rechnen.
Tierarzt-Kosten beim Chippen des Hundes
Wer sich einen Hund anschafft, der sollte ihn vom Tierarzt auch chippen lassen. Wie bei der Impfung ist es möglich, dass der Züchter bereits den Chip implantieren lässt. Das kann durchaus bereits in einem Welpenalter von acht Wochen gemacht werden. Eine Alternative zum Chip ist das Tätowieren. Mit beidem lässt sich der Hund bei Organisationen wie Tasso registrieren. Sollte der Hund entlaufen, gibt es so eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass er seinem Besitzer zugeordnet und zurückgegeben werden kann.
Kosten für den Chip: 25 bis 50 Euro
Tierarzt-Kosten für das Entwurmen
Es gibt die Empfehlung, einen Welpen zunächst alle sechs Wochen zu entwurmen bzw. entwurmen zu lassen. Die Wurmkuren werden inzwischen von den Hundefreunden kontrovers diskutiert. Am besten bespricht man das Thema mit dem Tierarzt des Vertrauens, dort bekommt man auch die passenden Tabletten für die Wurmkur. Die Preise können dabei unterschiedlich ausfallen. Lässt man den Welpen nachimpfen, so gibt es auch Tierärzte, die eine Entwurmung ohne weitere Kosten mit durchführen. Ansonsten muss man beim Tierarzt mit rund sechs Euro für eine Tablette rechnen, aber auch hier gibt es Unterschiede. Dabei spielt nicht zuletzt die Größe des Hundes eine Rolle.
Kosten für die Entwurmung: ca. 6 Euro pro Tablette
Tierarzt-Kosten für eine Erstuntersuchung
Manchmal möchte man nach einem Welpenkauf auch wissen, ob der Hund wirklich gesund ist und es ihm gut geht. Dann kann man beim Tierarzt eine Erstuntersuchung durchführen lassen. Er checkt den Welpen also durch. Es bietet sich an, eine solche Erstuntersuchung mit dem Nachimpfen oder Entwurmen zu verbinden.
Kosten für eine Erstuntersuchung: 15 bis 40 Euro
Tierarzt-Kosten können variieren
Wichtig ist, dass sich die Preise beim Tierarzt zwar an der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) orientieren, der Tierarzt dabei aber einen großen Spielraum hat. Vom einfachen bis zum dreifachen GOT-Satz reicht die zulässige Spannbreite. Damit kann es auch bei den ersten Tierarzt-Kosten nach dem Welpenkauf von Praxis zu Praxis Unterschiede geben.
Die Hundekrankenversicherung schützt vor hohen Tierarztkosten
Sind die ersten Tierarzt-Kosten nach dem Welpenkauf noch überschaubar, so kann es aber richtig teuer werden, wenn der Hund eine Operation braucht oder chronisch krank wird. Vierstellige Summen sind dann keine Seltenheit mehr (siehe Schadensbeispiele zur Hunde OP).
Mit einer Hunde OP Versicherung oder einer Hundekrankenversicherung schützt man sich effektiv vor diesen Kosten.
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Allianz Hunde OP Versicherung

Hunde OP Versicherung für 12,30 Euro pro Monat
- bis zu 3.000 Euro Entschädigung pro Operation
- bis zu 4.000 Euro Entschädigung pro Jahr
- 2-facher Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)
- 20% Selbstbeteiligung
- 3 Monate Wartezeit
- bei Unfällen entfällt die Wartezeit
Das Angebot ist nur gültig für Hunde, die gekennzeichnet (Chip oder Tätowierung) und maximal 6 Jahre alt sind.
Pflichtimpfungen beim Hund: Diese Impfungen sind erforderlich
Impfungen sind noch immer ein kontrovers diskutiertes Thema. Oft sind Hundehalter und Tierärzte sich uneinig. Welche Schutzimpfungen sind sinnvoll, welche überflüssig? Was sind Pflichtimpfungen und weshalb sind sie wichtig?

Es ist noch nicht lange her, da war die jährliche Auffrischung aller Schutzimpfungen üblich. Mittlerweile ist das anders. Viele Tierhalter, aber auch Wissenschaftler und Tierärzte hinterfragen die kurzen Impfintervalle.
Wir haben die wichtigsten Infos zum Thema Pflichtimpfungen beim Hund zusammengefasst und ein Interview mit der Tierärztin Dr. Tanja Kruse geführt.
Alle Impfungen werden nach wie vor im Impfpass oder im EU-Heimtierausweis dokumentiert. So kann man z.B. auch beim Hunde- oder Welpenkauf überprüfen, ob der Vierbeiner vor besonders gefährlichen und hochansteckenden Krankheiten geschützt ist.
Impfen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich
Immer wieder wird über die Notwendigkeit von Impfungen diskutiert. Kritiker betonen, dass es, in Folge einer Immunisierung, zu Unverträglichkeitsreaktionen, Immunschwächen oder sogar Diabetes-Erkrankungen kommen kann. Impfungen gegen hochansteckende oder lebensbedrohliche Krankheiten sind dennoch ein Muss und sollten beim Hundekauf dringend im Heimtierausweis vermerkt sein.
„Natürlich kann es schon mal passieren, dass Tiere allergisch reagieren oder eine Impfstelle anschwillt. Viele der genannten Nebenwirkungen einer Impfung sind aber bis heute noch gar nicht wissenschaftlich belegt“, erklärt Tierärztin Dr. Tanja Kruse.
„Impfungen sind nach wie vor zu empfehlen. Mindestens 60 Prozent der in Deutschland lebenden Hunde sollten geimpft sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Erreger, mit denen wir in den vergangenen Jahren weniger zu tun hatten, wieder ausbreiten. Gerade in Osteuropa wird wenig geimpft. Folglich sind dort deutlich mehr Tiere mit Krankheiten wie Staupe oder Tollwut infiziert. Diese Erreger können auch nach Deutschland eingeschleppt werden.“
Pflichtimpfungen und Wahlimpfungen – Was ist das?
Zur besseren Information von Tierhaltern und Ärzten hat die Ständige Impfkommission Veterinär die „Leitlinie zur Impfung von Kleintieren“ herausgegeben, die regelmäßig aktualisiert wird. Sie klärt zum einen darüber auf, wann und wie häufig ein Tier geimpft werden sollte. Zum anderen wird in der Leitlinie zwischen Pflichtimpfstoffen (Core-Vakzinen) und Wahlimpfstoffen (Non-Core-Vakzinen) unterschieden.
Pflichtimpfungen richten sich gegen alle Erreger, vor denen ein Tier zu jeder Zeit geschützt sein muss, und gehören deshalb in jeden Impfpass. „Gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Tollwut sollte der Hund auf jeden Fall geimpft werden“, betont auch die Tierärztin.
Etwas anders sieht das Ganze bei Wahlimpfungen (beispielsweise gegen Zwingerhusten oder Borreliose) aus: Über die Impfnotwendigkeit wird hier in Abhängigkeit von Alter und Konstitution des Tieres entschieden. „Nutzen und Risiken sollte man bei einer solchen Impfung stets genau abwägen“, empfiehlt Dr. Tanja Kruse, die seit 2005 ihre eigene Praxis betreibt.
Pflichtimpfungen: Gegen diese Krankheiten ist Impfen ein „Muss“
- Staupe, H.c.c.
- (Hepatitis contagiosa canis)
- Parvovirose
- Leptospirose
- Tollwut
Hierbei handelt es sich um hochansteckende virale oder bakterielle Erkrankungen. Sie werden häufig durch Wildtiere auf den Hund übertragen und führen zwingend (Tollwut), oder in vielen Fällen, zum Tod des geliebten Vierbeiners.
Ein Nachspiel haben die Krankheiten nahezu immer
Infolge von H.c.c. (eine ansteckenden Leberentzündung des Hundes) kann es beispielsweise zu Augenschäden oder zum vollständigen Erblinden des Tieres kommen. Auch nach einer überstandenen Parvovirose-Infektion ist bei Hunden mit Spätfolgen wie chronischen Verdauungsstörungen oder einem dauerhaft geschwächten Immunsystem zu rechnen. Leptospirose und Tollwut sind darüber hinaus auch auf den Menschen übertragbar (sogenannte Zoonosen). Deshalb gelten beide Krankheiten als meldepflichtig.
Diese Impfungen sollten im EU-Heimtierausweis/Impfpass stehen
1. Tollwut-Impfung – bei Auslandsreisen Pflicht
Bei einer Reise mit Hund ins EU-Ausland ist eine gültige Tollwut-Impfung Pflicht und gehört somit auf jeden Fall in den EU-Heimtierausweis. Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei. Bleit ein Hund ausschließlich in unseren Breiten, ist eine Impfung nicht zwingend erforderlich. Bei begründetem Tollwutverdacht müssen ungeimpfte Hunde jedoch eingeschläfert werden. Deshalb wird die Impfung von vielen Tierärzten nach wie vor empfohlen.
2. Staupe-Impfung – sinnvoll, denn die Krankheit endet meistens tödlich
Eine Staupe-Impfung muss bei einer Reise ins europäische Ausland nicht notwendigerweise im Heimtierausweis vermerkt sein, der Eintrag gilt aber dennoch als wünschenswert. Die Krankheit ist nämlich weltweit verbreitet, hoch ansteckend und führt, einmal infiziert, meistens zum Tod des Vierbeiners.
3. H.c.c.-Impfung – bietet Schutz vor einem besonders widerstandsfähigen Virus
Eine Impfung gegen H.c.c. (Hepatitis contagiosa canis) ist zwar keine Pflicht, sollte aber bestenfalls im Heimtierausweis stehen, denn: Das Virus ist weltweit verbreitet und gerade bei infizierten Welpen kann es zu plötzlichen Todesfällen kommen.
4. Parvovirose-Impfung – hilft, Spätfolgen der Krankheit zu verhindern
Parvovirose gilt als sehr widerstandsfähiges Virus, das Monate und manchmal sogar Jahre in der Umwelt überleben kann. Übersteht ein Tier die Krankheit, muss mit Spätfolgen (chronische Verdauungsbeschwerden, Immunschwäche) gerechnet werden. Deshalb sollte eine Impfung gegen Parvovirose im Heimtierausweis vermerkt sein.
5. Leptospirose-Impfung – ohne besteht auch für den Menschen Infektionsgefahr
Da die Krankheit auf den Menschen übertragbar und die Zahl der Infizierten in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, wird eine Impfung dringend empfohlen.
Impfempfehlungen – Wann sollte wie oft geimpft werden?
Impfempfehlung Staupe, HCC, Parvovirose
Sowohl die von uns interviewte Tierärztin als auch die Ständige Impfkommission Veterinär empfehlen eine Grundimmunisierung bei Welpen im Alter von acht Wochen. Vier Wochen später sollte die zweite und mit 16 Wochen die dritte Impfung erfolgen. Eine Wiederauffrischung wird für den 15. Lebensmonat angeraten.
Ab dem zweiten Lebensjahr sollte der Vierbeiner, laut Impfkommission, regelmäßig in einem dreijährigen Rhythmus geimpft werden. Der Schutz vor der Virusinfektion wird so in der Regel dauerhaft aufrechterhalten.
Ist der Welpe bereits älter als zwölf Wochen und wurde noch nicht geimpft, genügen eine zweimalige Impfung im Abstand von drei bis vier Wochen sowie eine weitere nach einem Jahr, um die Grundimmunisierung erfolgreich abzuschließen.
Impfempfehlung Leptospirose
Genau wie bei Staupe, H.c.c. und Parvovirose rät die Ständige Impfkommission Veterinär bei Leptospirose dazu, im Alter von acht Wochen mit der Grundimmunisierung des Welpen zu beginnen. Weitere Impfungen sollen darüber hinaus nach Woche zwölf und mit 15 Monaten erfolgen. Jährliche Wiederholungsimpfungen werden empfohlen. Bei hohem individuellem Infektionsrisiko (beispielsweise bei Jagdhunden) sollte noch häufiger immunisiert werden.
Stellt man den Hund erst nach der zwölften Lebenswoche beim Tierarzt vor, genügt, laut Ständiger Impfkommission, eine zweimalige Impfung im Abstand von drei bis vier Wochen. Mit einer weiteren Injektion wird die Grundimmunisierung ein Jahr später abgeschlossen.
Forschungsergebnissen zufolge sollen sich zwei neue Leptospirose-Stämme zunehmend ausbreiten. Deshalb gibt es seit 2013 einen erweiterten Leptospirose-Impfstoff auf dem Markt und viele Experten raten an, auch Hunde, die bereits mit dem älteren Impfstoff behandelt wurden, nachzuimpfen.
Impfempfehlung Tollwut
„Mit der Grundimmunisierung gegen Tollwut sollte man erst nach der zwölften Lebenswoche des Hundes beginnen, da der Welpe zuvor noch Antikörper der Mutter in sich trägt“, erklärt Dr. Tanja Kruse. Einen Monat später wird die zweite Impfung fällig und im Alter von 15 Monaten die Dritte. Die Tollwutimpfung ist ca. 21 Tage nach Impfung gültig. Somit muss ein Welpe, der aus dem Ausland stammt, mindestens die 15. Lebenswoche abgeschlossen haben, bevor er nach Deutschland darf. Beim Welpenkauf sollten Sie daher auf das Alter des Kleinen achten.
Auch eine Tollwut-Impfung muss regelmäßig aufgefrischt werden. Früher galt es als erforderlich, den Hund jährlich gegen die Krankheit impfen zu lassen. Die Expertin weist jedoch darauf hin: „Tollwut ist einer der Impfstoffe, die mit am wenigsten verträglich sind. Da die Impfung heute für einen deutlich längeren Schutz sorgen kann als früher, muss der Hund nur noch in einem Abstand von drei Jahren gegen diese Erreger geimpft werden.“
Natürlich handelt es sich bei den hier vorgestellten Impfplänen nur um Empfehlungen. Ein genaues Impfschema sollte selbstverständlich immer mit dem Tierarzt abgesprochen und individuell an den Hund angepasst werden.
Welche Impfungen sollten im EU-Heimtierausweis stehen?
Achtet darauf, dass Euer Welpe/Hund grundimmunisiert wurde.
Zu den Pflichtimpfungen zählen:
H.c.c. (Hepatitis contagiosa canis)
Vorraussetzungen für die Impfung
Ein Hund darf nur geimpft werden, wenn er:
Wann sollte der Welpe geimpft werden?
Impfungen bestehen aus einer Grundimmunisierung und den Wiederholungsimpfungen. Die Grundimmunisierung besteht aus 2 – 3 Teilimpfungen (im Abstand von ca. 4 Wochen) und einer abschließenden Impfung nach einem Jahr.
Einige Impfungen können erstmals in der 8. Lebenswoche erfolgen. Andere Impfstoffe (z. B. gegen Tollwut) sollten erst ab der 12. Lebenswoche erfolgen. Demnach können nur Welpen ab dem Alter von 12 Wochen eine Tollwut Impfung haben – wirksam ist die Impfung erst nach der 15. Woche.

DeineTierwelt
Dein Tier in besten Händen: Wir geben Dir Informationen und Tipps zu Deinem Liebling.
11 15. September 2014
Gibt es aktuell eine gesetzliche Verpflichtung, den Hund innerhalb von 4 Wochen impfen zu lassen?
Anmerkung: Diese Behauptung soll von einer Tierärztin aus vorheriger Woche stammen und wurde an mich weitergegeben ohne zusätzliche Information, wofür die Spritze sein soll.
Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Impfpflicht für Hunde, aus und Ende!
Wer was anderes behauptet der Lügt!
zum Thema lesen!
UND EUCH WERDEN die Augen geöffnet.
Da verliert das ganze Bla bla von Oben übers Impfen von Hunden und Katzen seine Berechtigung!
Da ich mir selbst nicht mehr zu helfen wusste, hoffe ich, dass es für sie in Ordnung ist mich an sie zu wenden. 🙂
Nun ist folgende Situation; ich habe eine Oma die in einem kleinen Dorf in Portugal wohnt. Vor ungefähr 2 einhalb jahren hat diese sich, da sie sich alleine gefühlt hat einen Hund angeschaffen: Es ist ein unkastrierter Rüde, klein und ein Mischling. Doch der Hund machte eher schwierigkeiten wie z.B. in der Wohnung sein Geschäft zu verrichten da er nicht stubenrein ist oder Dinge kaputt zu machen…allerdings war bzw ist meine Oma zu alt um einen Hund zu erziehen und ihr fehlte das nötige Wissen dazu.
Aus diesem Grund haben meine Tanten den Hund genommen und auf dem kleinen Bauernhof meiner Oma und meines verstorbenen Opas angekettet. Das hat den Hund verängstigt da er nun einsam und ohne sozialen Kontakt wortwörtlich “in seiner eigenen Schei*e leben muss”. (Man könnte sich es so vorstellen; dass der Hund wie ein angebunderner Straßenhund lebt (In dem Dorf gibt es viele Straßenhunde)).
Doch nicht nur das Umfeld des Hundes ist mangelhaft, sondern auch seine weiteren Lebensumstände wie sein eigener Körper. Er ist sehr abgemagert ( er bekommt nur Essensreste ) und schmutzig wie sonst etwas. Seine Krallen sind zu lang, sein eigentlich wunderschönes Fell ist total verfilzt und stumpf, sein Kot klebt in seinem Fell, seine Fußballen sind rissig, …
Meine Familie und ich fahren jedes Jahr im Sommer einen Monat lang zu meiner Familie nach Portugal. Ich würde den Hund gerne mit nach Deutschland nehmen, allerdings wurde er noch nie geimpft o.ä. und besitzt keine Papiere…:(
Nun bräuchte ich doch einen Heimtierausweis für den kleinen, müsste ihn chippen, entwurmen und gegen Tollwut impfen damit er mit nach Deutschland darf?
Und, würde es gehen wenn ich ihn in Portugal erstmals NUR gegen Tollwut impfen lasse und in Deutschland nachträglich gegen ( so viel ich weiß die Grundimpfungen sind ) Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Leptospirose?
Oder muss ich die Grundimpfungen ( wenn ja, welche? ) schon in Portugal vor Ort durchführen lassen, damit der Hund einreisen darf?
Wenn es so wäre, das ich die Grundimpfungen vor Ort machen müsste, würde es dann wie bei der Tollwutimpfung ( mindestens 21 Tage alt und nicht älter als 12 Monate ) eine bestimmte Wartezeit geben bis die Impfung gilt und ich ihn mitnehmen darf?
Denn mein Aufenthalt beträgt wie genannt nur einen Monat…
Dann zu meinen letzten Fragen:
●wie viel würde der Heimtierausweis kosten ( ich habe mich im Internet erkundigt doch wurde ehrlichgesagt mehr verwirrt als informiert… )
●wie viel kosten die einzelnen Impfungen die der Hund benötigt oder gibt es auch eine Kombiimpfung die alle nötigen Impfungen beeinhaltet, wenn ja wie viel würde dies ungefähr kosten?
●Da wir mit dem Auto reisen würde der Hund in einer gesicherten Transportbox im hinteren Fußraum “Schutz” haben, dass liegt auch daran da mein jetziger eigener Hund schon bei uns auf dem hinteren, mittleren Sitz angeschnallt sitzt. Würden sie mir empfehlen dem Hund während der Fahrt ( 2 Tage mit 1 Nacht im Hotel ( selbstverständlich machen wir genug Pausen )) ein Beruhigungsmittel wie z.B. Bachblüten zu geben?
An diesem Punkt angelangt danke ich ihnen ersteinmal das sie sich das ganze durchgelesen haben. Ich würde mich freuen wenn sie mir helfen würden und meine Fragen beantworten da mir ihr Rat sehr hilfreich wäre ;).
Es wäre nett wenn sie mir so bald wir möglich antworten….
Mit freundlichen Grüßen, Fiona ?
der Hund braucht einen Chip, muss gegen Tollwut geimpft sein (mind. 21 Tage) und braucht einen EU-Ausweis. Die anderen Impfungen sind keine Pflicht und können hier durchgeführt werden. Geht in Portugal am besten sofort zum Tierarzt und lasst Euch alles ausstellen. Wie hoch die Kosten sind ist schwer zu sagen, ich denke nicht, dass man die Preise aus Deutschland übertragen kann. Ruft am besten beim Veterinäramt an, die können Euch den aktuellen Stand der Einreisebestimmungen genau sagen.
Gegen Bachblütentropfen zur Beruhigung spricht nichts, da es rein pflanzlich ist, könnt Ihr da nichts falsch machen. Beobachtet den Hund am besten im Auto auf dem Weg zum Tierarzt und lasst Euch – wenn der Hund sehr verängstigt ist – ein stärkeres Mittel vom Tierarzt mitgeben.
Ich wünsche Euch und dem Kleinen alles Liebe! Hanna
Danke, du hast mir sehr geholfen?
Hallo Fiona, super, das freut mich! 🙂
Hallo nochmal…ich hoffe ich nerve hier nicht, aber ich habe nochmals eine Frage.
Ich habe gelsesen das der Hund bevor er geimpft werden darf ca. 14 tage vor dem impfen entwurmt werden soll und klinisch gesund sein soll.
Nun ich hatte schon vor den Hund, bevor ich mit ihm zum Tierarzt gehe, komplett “sauber” zu machen (baden, zecken entfernen, krallen schneiden, fell etwas kürzen, tränensäcke entfernen, usw…)
Allerdings wäre er dann trotzdem noch abgemagert und so schnell kann ich ihn ja nicht zunehmen lassen da ich so früh wie möglich zum Tierarzt möchte. Kann der Hund trotzdem geimpft werden obwohl er so dünn ist? Oder heißt es dann das der hund deswegen nicht gesund ist und nicht geimpft werden darf? …
Hallo Fiona, keine Sorge, Du nervst selbstverständlich nicht 😉 Vorher entwurmen wäre schon besser, ist aber keine Pflicht. Eine Abmagerung kann durch Krankheit oder Mangelernährung hervorgerufen werden. Wenn eine Mangelernährung vorliegt und der Hund sonst fit ist (heißt keinen Durchfall hat, nicht erbricht, usw.) spricht nichts gegen einen Impfung. Der Tierarzt sollte da nichts gegen sagen, wenn der Hund ansonsten fit ist. Es sei denn der Kleine steht kurz vor dem Schwächekollaps, dann wäre auch eine lange Reise nicht gut. Liebe Grüße, Hanna
Der Hund ist wie genannt aufgrund einer Mangelernährung abgemagert. So viel ich weiß erbricht der Hund nicht, aber Durchfall könnte durch das falsche futter ( essensreste ) schon möglich sein. Denken sie der Tierarzt wir den Hund trotzdem impfen wenn ich ihm sage, dass wir bereits dabei sind die falsche Ernährung einzustellen?
Aber bei “Vorraussetzungen für die Impfung” steht doch das der Hund entwurmt sein muss.
Ich danke ihnen, dass sie mir helfen? , aber woher wissen sie das alles? Sind sie Tierärztin? (Die Frage soll nicht unhöflich rüberkommen, sondern aus Interesse damit ich mir sicher bin das das was sie sagen stimmt…ich mache mir nunmal bei diesem thema übersorge?)
Hallo Fiona, der Tierarzt wird sich sicherlich kooperativ zeigen, Euch beraten und eine Lösung finden. Da genau was zu sagen ist aus der Ferne immer schwierig, wenn man den Hund nicht gesehen hat. Und letztendlich entscheidet natürlich auch immer der behandelnde Tierarzt.
Ich selbst bin keine Tierärztin, halte bei medizinischen Themen (egal ob Fragen oder hier veröffentlichte Artikel) aber immer Rücksprache mit Tierärzten. 🙂
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Impfschutz ist wichtig – Die richtige Impfung für den Hund

Der Welpe verfügt bis zur 6. Lebenswoche über einen passiven Impfschutz durch Antikörper der Mutter. Dieser Impfschutz baut sich ab er 6. Woche ab, so dass mit der ersten Grundimmunisierung etwa ab der 8. Lebenswoche begonnen werden sollte.
Es ist wichtig, seinen Hund gegen bestimmte Hundekrankheiten und Erreger schutzimpfen zu lassen. Dabei ist es zunächst einmal angesagt, zu wissen, welche Impfung man beim Tierarzt durchführen lassen sollte, welche man kann, und zu welchem Zeitpunkt geimpft werden muss. Der passive Infektionsschutz durch die Antikörper der Mutter beginnt ab der 6. Lebenswoche mit seinem Abbau, daher empfiehlt sich die erste Impfung in der 8. Lebenswoche. Man unterscheidet zwischen Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung. Das heißt, man erreicht durch eine Erst- und eine Zweitimpfung, welche im Abstand von etwa 3-4 Wochen erfolgt, eine Grundimmunisierung, die einer – zumeist jährlichen – Wiederholung bedarf, um die Schutzwirkung aufrecht zu erhalten.
Die wichtigsten Hundeimpfungen
Impfungen gegen Hundestaupe, Parvovirose und H.c.c. (Hepatitis Contagiosa Canis) sollten zum Impfprogramm eines jeden Hundes gehören. Zwar tauchen diese Hundekrankheiten in Deutschland nur noch sehr selten auf, aber Ansteckungen im Ausland oder durch Hunde, die aus dem Ausland kommen, könnten eine rasche Ausbreitung bewirken. Eine Impfung gegen Zwingerhusten ist dann zu empfehlen, wenn der Hund mit mehreren Artgenossen zusammenkommt. Auch eine Leptospirose-Impfung ist ratsam, da verschiedene Arten der Leptospirose auch auf den Menschen übertragbar sind. Allerdings wirkt der in Deutschland zugelassene Impfschutz nicht gegen alle Formen und kann zudem unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen.

weitere Impfungen
Eine Borreliose-Impfung schützt weniger gegen die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Borrelien. Da eine wirklich ausgebrochene Borreliose gut therapierbar ist, kann man also getrost auf diese Impfung verzichten. Auch gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Babesiose, welche gleichwohl behandelbar ist, kann man seinen Hund impfen lassen. Die Schutzwirkung ist mit maximal 6 Monaten allerdings sehr kurzfristig. Eine Impfung gegen die Leishmaniose, die durch Sand- und Schmetterlingsmücken übertragen wird, ist in Deutschland bislang noch nicht zugelassen. Wer seinen Urlaub mit Hund im Mittelmeerraum – und hier überwiegend in sumpfigen Gegenden wie beispielsweise die Camargue – verbringt, der läuft Gefahr, dass sich sein vierbeiniger Freund mit dieser ernsthaft bis tödlich verlaufenden Hundekrankheit ansteckt.
Tollwutimpfung

Fuchsköder mit dem Tollwutimpfstoff haben das Tollwutrisiko in Deutschland erheblich minimiert – Dennoch gilt: Auch wenn die Tollwut in unseren Breiten nahezu ausgerottet ist, ist eine Tollwutimpfung beim Hund angeraten.
Impfung hund kosten 2016
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Hunde und Katzen richtig impfen: Eine Positionsbestimmung
Von Ralph Rückert, Tierarzt
Meine lieben Leserinnen und Leser, ein Wort zur Warnung: Auf diesen über 5000 Wörter umfassenden Artikel muss man sich einlassen wollen. Das Thema ist in meinen Augen viel zu komplex, um es in Kurzform abhandeln zu können. Fangen Sie am besten erst an zu lesen, wenn Sie auch ein wenig Zeit übrig haben. Vielleicht ein Glas Wein, eine große Tasse Kaffee, ein paar Zigaretten? Fertig? Also, los geht’s!
Nach wie vor beschweren sich (praxisfremde) Leser unserer Facebook-Seite in Kommentaren bitterlich, dass ihre Hunde und Katzen jedes Jahr gegen alles geimpft würden, was der Impfstoff-Kühlschrank hergibt. Und nach wie vor sehe ich Impfpässe von zu uns wechselnden Kunden, die belegen, dass nicht wenige Kolleginnen und Kollegen das tatsächlich so handhaben und ihre Patienten unbeirrt massiv überimpfen. So viele Jahre nach Veröffentlichung der maßgeblichen Impfleitlinien kann einem das natürlich nicht gefallen.
Warum werden die Leitlinien in einigen Praxen nicht konsequent umgesetzt oder sogar vorsätzlich missachtet? Ich kann da nur mutmaßen: Kolleginnen und Kollegen, die außer auffällig niedrigen Gebühren wenig gute Argumente für ihre Praxen ins Feld führen können, sind oft ganz entscheidend von den durch Impfungen generierten Umsätzen abhängig. In solchen Aldi-Praxen können Impfungen mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes ausmachen. Da kann sich eine Reduktion der Impfhäufigkeit natürlich extrem unangenehm auswirken. In anderen Fällen mögen auch mangelnde Flexibilität und ungenügender Fortbildungswille eine Rolle spielen. Wie gesagt, ich kann nur spekulieren, weil ich es letztendlich nicht wirklich verstehe. Auf jeden Fall laufen da gern mal wieder genau die Kunden ins offene Messer, für die es in erster Linie billig sein muss.
Andererseits liegt es natürlich ein Stück weit auch an Ihnen als Tierbesitzer. Bei so manchem Kommentar denke ich für mich: "Du bist aber echt das ideale Opfer, weil du einfach zu faul warst, dich auch nur ein bisschen zu informieren!" Und das, obwohl ich und andere Kolleginnen und Kollegen, die öffentlich gut wahrnehmbar sind, seit Jahren auf die existierenden Leitlinien hinweisen und diese im Netz auch für jedermann sehr gut zugänglich sind. Ich muss aber natürlich einräumen, dass Sie sich eigentlich nicht informieren müssen sollten. Normalerweise sollten Sie sich nämlich darauf verlassen können, dass Ihre Tierärztin / Ihr Tierarzt das schon richtig macht.
Da diesbezüglich aber Wunsch und Wirklichkeit nicht in allen Fällen übereinstimmen, starte ich hier einfach einen erneuten Anlauf, Sie zu informierten Tierbesitzern zu machen, die dazu in der Lage sind, unnötig häufiges Impfen auch als solches zu erkennen. Wir fassen in diesem Artikel also Impfempfehlungen wie die der WSAVA (World Small Animal Veterinary Association), der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (Stiko Vet), der AAHA (American Animal Hospital Association) und der Medizinischen Kleintierklinik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Vorstand Prof. Dr. Katrin Hartmann) zusammen und ziehen daraus weitergehende Schlüsse für unsere eigene Impfpraxis.
Generell stimmen die Aussagen der genannten Leitlinien in vielen Punkten überein. Wo es Unterschiede gibt, sind diese oft dem Umstand geschuldet, dass die jeweiligen Leitlinien für unterschiedliche Zielgruppen verfasst wurden. Die WSAVA hat natürlich die ganze Welt im Blick, die AAHA nur (Nord-)Amerika, die Stiko Vet und die Münchner Universitätstierklinik nur Deutschland bzw. Europa. Hierzulande müssen uns also die beiden deutschen Leitlinien besonders interessieren.
Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Vet mit ihren auf dem Feld der Immunologie hoch angesehenen Mitgliedern sind für Deutschland das, was man in der Medizin gern als "Goldstandard" bezeichnet, sozusagen das Maß der Dinge. Sollte je ein Tierarzt von einem Patientenbesitzer vor Gericht beschuldigt werden, entweder zu viel oder zu wenig geimpft zu haben, wird der Richter mit Sicherheit die Leitlinien der Stiko Vet zu Rate ziehen und an erster Stelle in seine Entscheidung einfließen lassen. Grundsätzlich kann man also weder als Tierarzt noch als Tierbesitzer etwas falsch machen, wenn man sich einfach an die Stiko-Empfehlungen hält.
Also, dann arbeiten wir uns da mal durch, und zwar nur unter Berücksichtigung der Krankheiten, gegen die üblicherweise geimpft wird, also beim Hund Tollwut, Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und eventuell Parainfluenza, bei der Katze Tollwut, Feline Leukämie, Katzenseuche und Katzenschnupfenkomplex (mit seinen zwei Unterkomponenten Felines Calici- und Felines Herpes-Virus).
Ganz allgemein und in allen Leitlinien wird zwischen zwei Elementen des Impfens unterschieden: Zum einen der Grundimmunisierung, die dem erstmaligen Aufbau des Impfschutzes dient, zum anderen den Auffrischungs-Impfungen zum Erhalt desselben. Einer sorgfältigen Grundimmunisierung wird von allen Leitlinien die allergrößte Bedeutung beigemessen, und es herrscht auch weitgehende Einigkeit darüber, wie diese durchzuführen ist.
- Staupe, Parvovirose und Hepatitis beim Hund (Abkürzung auf den Impfpass-Etiketten: SHP oder bei ausländischen Impfstoffen DHP, wobei das D für Distemper steht, die englische Bezeichnung für Staupe): Wird zum ersten Mal ab der 8. Lebenswoche geimpft und dann alle drei bis vier Wochen bis zum Erreichen der 16. Lebenswoche, also in der Regel drei Mal. Wirkt ein wenig wie Overkill, macht aber Sinn. Die Welpen bekommen von der Mutter die sogenannten maternalen Antikörper mit auf den Weg, die sie in den ersten Wochen vor Infektionen schützen sollen. Ohne aufwändige und mehrfache Titerbestimmungen, die zwar theoretisch machbar, im Alltag aber sicher nicht praktikabel sind, kann man nicht wissen, wie viele maternale Antikörper bei den Welpen eines Wurfes für wie lange vorhanden sind. Man geht davon aus, dass diese Antikörper irgendwann zwischen der 8. und der 16. Woche ihre Wirksamkeit verlieren. Was wir haben wollen, ist ein möglichst fließender und lückenloser Übergang zwischen dem Schutz durch maternale Antikörper und dem Schutz durch die Impfungen. Maternale Antikörper verhindern aber den Aufbau eines Impfschutzes, drehen sozusagen den Impferregern den Kragen um, bevor sie richtig wirksam werden können. Hat ein Welpe sehr viele dieser Antikörper, kann es sein, dass erst die dritte Impfung mit 16 Wochen einen echten Effekt erzielt, die beiden vorhergehenden aber mehr oder weniger wirkungslos verpuffen. Warum dann nicht überhaupt erst mit 16 Wochen impfen, werden Sie fragen. Ganz einfach: Weil sonst bei Welpen mit wenigen maternalen Antikörpern Tür und Tor für eine fatale Infektion offen stehen würde, und zwar in einem riskanten Zeitraum, in dem sie durch Welpengruppenbesuche und ihr noch wenig kompetentes Immunsystem sowieso akut gefährdet sind. Man nennt diese kritischen Wochen auch die immunologische Lücke, die es durch das mehrfache Impfen zu überbrücken gilt.
- Bei der Katze wird die Grundimmunisierung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen (im Impfpass: RCP) nach dem genau gleichen Schema aufgebaut. Daran mag sich in nächster Zeit etwas ändern, weil neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die maternalen Antikörper bei Katzenwelpen teilweise so lange wirksam bleiben, dass ein nicht vernachlässigbarer Prozentsatz der bis zur 16. Woche dreimal geimpften Tiere immer noch keinen ausreichenden Impfschutz aufgebaut hat.
Wichtig: Abgeschlossen wird die Grundimmunisierung bei beiden Tierarten erst mit einer letzten Impfung im Alter von 15 Monaten!
Und ebenfalls wichtig: Bei Tieren, die mit über 12 Wochen erstmals geimpft werden, reicht eine zweimalige Impfung im Abstand von 3 bis 4 Wochen aus, natürlich wieder gefolgt von der die Grundimmunisierung abschließenden Nachimpfung mit ca. 15 Monaten.
Ich kann gar nicht genug betonen, für wie wichtig ich es halte, dass diese Vorgehensweise möglichst genau eingehalten wird. Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass wir seit Dezember 2014 einen Titer-Schnelltest in der Praxis einsetzen, um die Notwendigkeit von Auffrischungs-Impfungen besser einschätzen zu können. Es zeichnet sich mit jedem Test, den wir durchführen, immer deutlicher ab, dass wohl nichts den Aufbau eines wirksamen Impfschutzes effektiver verhindert als Schlamperei bei der Grundimmunisierung. Dagegen haben sauber grundimmunisierte Tiere regelmäßig deutliche und lang anhaltende Titer, eventuell ja sogar - was bestimmte Krankheiten angeht - einen lebenslang belastbaren Impfschutz.
Ach ja, noch etwas zur oft als inzwischen unnötig bezeichneten Impfung gegen die Hepatitis contagiosa canis, die ansteckende Leberentzündung des Hundes, die ja in dem oben erläuterten Schema enthalten ist: Die Krankheit wird durch das Canine Adenovirus (CAV) Typ 1 verursacht. Die konsequente Impfung der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass dieser Erreger nur noch sehr selten nachgewiesen wird, meist bei Importwelpen aus Osteuropa. Da aber der bedauerliche Trend zum Wühltischwelpen unvermindert anhält und man bei der heutzutage üblichen Impfmüdigkeit bestimmter Tierbesitzer allemal damit rechnen muss, in der Welpenspielgruppe auf einen Überträger zu stoßen, macht die Impfung immer noch einen gewissen Sinn. Die aktuellen Impfstoffe richten sich zudem gegen das CAV Typ 2, das für seine Beteiligung am Zwingerhusten-Krankheitsgeschehen bekannt ist, gleichzeitig aber auch eine Kreuzimmunität gegen CAV Typ 1 induziert, was einen Doppelnutzen darstellt.
Jetzt müssen wir uns noch um die Krankheiten kümmern, die ich zwar oben aufgezählt, aber noch nicht besprochen habe:
- Tollwut bei Hund und Katze (im Impfpass: T oder auf ausländischen Etiketten R für Rabies): Die Stiko Vet hebt darauf ab, dass aufgrund der Tatsache, dass Deutschland seit Jahren frei von terrestrischer Tollwut ist, die flächendeckende Tollwut-Impfung nicht mehr wirklich als absolut notwendig bezeichnet werden kann. Bei Tieren, die am grenzüberschreitenden Reiseverkehr teilnehmen, führt an der regelmäßigen Impfung aber kein Weg vorbei. Darüber hinaus stellt die deutsche Tollwut-Verordnung ein nicht geimpftes Tier viel schlechter als ein geimpftes: Gerät ein Tier unter Tollwut-Verdacht, ist es bei nicht gültiger Impfung ohne jede Diskussion zu töten! Andererseits ist schwer vorstellbar, unter welchen Umständen beispielsweise eine nicht am Reiseverkehr teilnehmende Katze, die mitten in Deutschland lebt, je unter Tollwutverdacht geraten könnte. In dieser Frage muss der Besitzer eine informierte Entscheidung treffen. Meine eigenen freilaufenden Katzen (alle zwischen 11 und 15 Jahre alt) sind zwar gut grundimmunisiert, werden aber inzwischen nicht mehr nachgeimpft. Ausschließlich im Haus gehaltene Katzen brauchen natürlich auf keinen Fall eine Tollwut-Impfung.
Wird eine Tollwut-Impfung benötigt, so reicht nach der aktuellen Gesetzeslage eine einmalige Impfung im Alter von mindestens 3 Monaten (nicht 12 Wochen!) für die Grundimmunisierung aus. Die in den Leitlinien empfohlene zweite bzw. dritte Impfung 3 bis 4 Wochen später und mit 15 Monaten geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, kann aber unter immunologischen Gesichtspunkten sinnvoll sein, dies insbesondere, wenn schon zu diesem Zeitpunkt klar ist, dass das Tier wegen Reisen in nicht gelistete Drittländer eine dafür erforderliche Titerbestimmung benötigen wird.
- Parainfluenza beim Hund (im Impfpass: Pi): Das Canine Parainfluenza Virus (CPiV) ist (wie das oben schon angesprochene CAV2) EINER der Erreger, die am Zwingerhustenkomplex (Infektiöse Tracheobronchitis) beteiligt sind. Eine Impfung gegen CPiV wird also niemals eine Zwingerhusten-Infektion verhindern können, sondern nur helfen, die Symptome und eventuell die Dauer der Erkrankung zu vermindern. Speziell was dieses Thema angeht, wäre ich echt froh, wenn ich nicht ständig das vorwurfsvolle Genörgel von uninformierten Besserwissern lesen müsste, die sich bar jeder Sachkenntnis lautstark darüber beschweren, dass ihr Hund trotz CPiV-Impfung einen Zwingerhusten bekommen hätte. Ein für allemal: Das ist normal! Die Erkrankung verläuft nur weniger fies. Diese Impfkomponente reitet in den meisten Fällen in Kombinationsimpfstoffen mit. Ich halte sie besonders beim Welpen und Junghund, der besonders viel Kontakt zu Artgenossen hat bzw. haben soll (Welpengruppe, Hundeschule, etc.) durchaus für sinnvoll, wenn auch nicht für zwingend notwendig. Unsere eigenen Hunde und die meisten unserer Kunden erhalten diese Impfung. Die Grundimmunisierung erfolgt - wenn gewünscht - bei Verwendung des entsprechenden Kombinationsimpfstoffes sozusagen automatisch zusammen mit der gegen Staupe/Hepatitis/Parvovirose.
- Sonderfall Leptospirose beim Hund (im Impfpass: L, oft kombiniert mit einer Zahl, also z.B. L4): Ob gegen diese Krankheit geimpft werden soll oder nicht, ist sicher die schwierigste Entscheidung für sowohl Besitzer als auch Tierarzt. Leptospiren sind eine Familie von Bakterien mit über 200 Untertypen. Der zu diesem Zeitpunkt modernste Impfstoff (Nobivac L4) schützt nur gegen vier der häufiger vorkommenden Untertypen, nicht aber gegen den Rest. Es ist also sehr wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass auch ein geimpfter Hund sehr wohl an einer Leptospirose erkranken kann. Die Impfung verbessert also eigentlich nur die Chancen des Hundes, sich nicht anzustecken. Die Schutzwirkung erreicht nicht mal annähernd das Niveau, das wir von den gegen Viren gerichteten Impfungen kennen Dazu kommt, dass die Lepto-Impfstoffe als relativ "bissig" gelten und speziell bei Zwergrassen ein gewisses Potential für unerwünschte Nebenwirkungen der gemeineren Art haben.
Selbst unter den Immunologie-Koryphäen der verschiedenen Impfkommissionen herrscht bezüglich dieser Impfung absolut keine Einigkeit. Während die deutsche Stiko Vet die Leptospirose-Impfung nach wie vor als Core-Komponente und somit als absolut notwendig einstuft, rät die WSAVA dazu, speziell bei Zwergrassen (Toy Breeds) nur dann zu impfen, wenn sicher ist, dass im lokalen Umfeld des Hundes mit dem Auftreten der Leptospirose zu rechnen ist. Die Leptospirose wird durch den Harn von Wildnagern (Ratten und Mäusen) übertragen. Besonders sich gut erwärmende, stehende Wasserflächen und Pfützen stellen ein Risiko dar. Da unser Terrier Nogger ein echter Wasserhund ist und die Leptospirose in Ulm immer wieder mal Hunde erwischt, wird er im Sinne einer Chancenverbesserung regelmäßig geimpft. Bei einem wasserscheuen und mehr oder weniger in der Handtasche lebenden Chihuahua würde ich dagegen eher dazu neigen, auf diese Impfung zu verzichten. Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu den Viruserkrankungen ist die Leptospirose als bakterielle Infektion in der Regel mit Antibiotika erfolgreich zu behandeln, was aber eine frühe Diagnose voraussetzt, weil sehr schnell irreparable Schäden entstehen können. Ich kann also allen Besitzern, auch denen von geimpften Hunden, nur dringend raten, sich die leider wenig spezifischen Symptome einer Leptospirose (Fressunlust, Erbrechen, Fieber) einzuprägen und beim geringsten Verdacht schleunigst die Tierarztpraxis des Vertrauens aufzusuchen, idealerweise gleich mit einer Urinprobe im Gepäck.
Wenn Sie sich für die Leptospirose-Impfung entscheiden, so besteht die Grundimmunisierung aus zwei Impfungen im Abstand von 3 bis 4 Wochen ab der 8. Lebenswoche und einer dritten Impfung mit 15 Monaten. Die Verträglichkeit (gerade bei kleinen Hunden) kann nach unserer Erfahrung verbessert werden, indem man die Leptospirose-Komponente zeitlich getrennt von den anderen Impfstoffen verabreicht.
- Feline Leukämie (Felines Leukämie Virus, FeLV) bei der Katze (im Impfpass uneinheitliche Etiketten: Meist L oder FeLV): Für Stubenkatzen ohne Kontakt zu Freigängern ist diese Impfung absolut nicht notwendig, für Freigänger dagegen sehr wichtig. Das Mindestalter für die Grundimmunisierung liegt bei acht Wochen. Es wird zwei Mal im Abstand von 3 bis 4 Wochen und ein drittes Mal mit 15 Monaten geimpft.
So, damit haben wir die Grundimmunisierung mit den üblichen Komponenten durch. Exotischere Impfungen wie zum Beispiel die gegen Borreliose, Leishmaniose, Tetanus und Babesiose beim Hund und gegen Chlamydien und FIP bei der Katze sind eventuell ein Thema für einen anderen Artikel. Dieser hier wird schon so lang genug.
Jetzt kommen wir zum eigentlich heißen und ohne Unterlass für Diskussionen sorgenden Thema, auf das Sie wahrscheinlich alle gewartet haben, nämlich zu den Auffrischimpfungen nach abgeschlossener Grundimmunisierung. In diesem Punkt, der Dauer der Immunität (Duration of Immunity, DOI) gibt es große Unterschiede in der Auffassung auch der Experten, was man an unterschiedlichen Empfehlungen in den verschiedenen Leitlinien gut ablesen kann. Wir kommen leider wieder nicht umhin, die Impfkomponenten einzeln zu betrachten.
- Tollwut bei Hund und Katze: Was diese Impfung angeht, gibt es keine Diskussion, solange sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht ändern. Wird der Impfschutz benötigt, muss er auch aktuell gehalten werden. In welchen Zeitabständen eine Auffrischung zu erfolgen hat, geht verpflichtend aus dem Beipackzettel des verwendeten Impfstoffes hervor. Bei den in meiner Praxis gebräuchlichen Impfstoffen (Nobivac T für den Hund und Purevax Rabies für die Katze) ist die DOI nach abgeschlossener Grundimmunisierung mit drei Jahren festgesetzt. Um im rechtlichen Sinne den Impfschutz lückenlos aufrecht zu erhalten, darf diese Frist nicht um einen Tag überschritten werden. Ist der Nachimpftermin überzogen worden, führt das zu einer erneuten Karenzzeit von 21 Tagen, bis die Impfung wieder für den Reiseverkehr gültig ist. Besonders wichtig ist dieser Punkt für Tiere, bei denen schon mal der offizielle Tollwut-Titer für Reisen in nicht gelistete Drittländer als ausreichend bestimmt wurde. Bei lückenloser, termingerechter Nachimpfung bleibt diese Titerbestimmung lebenslang gültig. Wird dagegen ein Nachimpftermin auch nur um einen Tag überschritten, muss die Titerbestimmung erneut durchgeführt werden.
- Die Staupe/Hepatitis/Parvovirose-Combo beim Hund: Die Stiko Vet hält Nachimpfungen im dreijährigen Abstand für ausreichend, die Impfempfehlungen der Universität München gehen von einer DOI von drei bis vier Jahren aus und in den Leitlinien der WSAVA ist (vergleichsweise progressiv) von Nachimpfungen nicht häufiger als alle drei Jahre die Rede. Speziell die WSAVA lässt da also richtig Luft nach oben, was durchaus bemerkenswert ist. Im Prinzip akzeptiert die Vaccination Guideline Group der WSAVA mit dieser Formulierung sogar die Unterstellung einer lebenslangen DOI, also den gänzlichen Verzicht auf Auffrischimpfungen nach Abschluss der Grundimmunisierung.
- Parainfluenza beim Hund: Die notwendigen Zeitabstände für Nachimpfungen sind umstritten. Während die Stiko Vet und die WSAVA von nur einem Jahr ausgehen, hält die Medizinische Kleintierklinik München eine DOI von mindestens drei Jahren für gegeben und rät darüber hinaus bei Hunden, die keinem starken Infektionsdruck durch Großveranstaltungen oder ähnlichem ausgesetzt sind, nach der erfolgten Grundimmunisierung von weiteren Nachimpfungen ab. Allerdings: Auf der Website der Kleintierklinik gibt es einen Widerspruch. In einer Publikation wird das Nachimpfintervall für die Parainfluenza mit drei Jahren angegeben, in der anderen mit nur einem Jahr.
- Leptospirose beim Hund: Hier herrscht Einigkeit, dass für eine Aufrechterhaltung der begrenzten Schutzwirkung mindestens jährliche Nachimpfungen nötig sind.
- Die Katzenseuche/Katzenschnupfen-Combo bei der Katze: Da stoßen wir schon wieder auf gravierende Unterschiede in den Auffassungen der Experten. Zwar wird für die Katzenseuche-Komponente einheitlich eine DOI von drei Jahren oder mehr unterstellt, bezüglich der beiden Katzenschnupfen-Komponenten (Calici und Herpes) aber sieht die Stiko Vet die DOI für Freigänger bei nur einem Jahr, bei Stubenkatzen bei zwei Jahren. Die Medizinische Kleintierklinik München und die American Association of Feline Practitioners AAFP gehen dagegen bei sorgfältig grundimmunisierten Katzen von einer DOI von drei Jahren aus. Die WSAVA gesteht zu, dass die beiden Schnupfenkomponenten keine so robuste Immunität bieten wie die gegen Katzenseuche, empfiehlt aber trotzdem (mit leichtem Zähneknirschen, wie es scheint) ein Intervall von drei Jahren.
- Feline Leukämie (FeLV) bei der Katze: Wieder Uneinigkeit! Die Stiko Vet empfiehlt die jährliche Nachimpfung und nennt keine Altersbegrenzung nach oben. Die WSAVA rät zur Nachimpfung nicht häufiger als alle drei Jahre, wieder ohne Altersbegrenzung. Die Münchner Kleintierklinik dagegen hält Intervalle von drei Jahren für ausreichend und stellt ab einem Alter von etwa 8 Jahren diese Impfung ein, weil sich zu diesem Zeitpunkt eine Altersresistenz gegen die Krankheit entwickelt haben sollte.
Übrigens, wichtige Info: Wenn ein Tier nach korrekter Grundimmunisierung aus irgendwelchen Gründen über längere Zeiträume nicht nachgeimpft worden ist, ist nicht etwa eine wie auch immer geartete erneute Grundimmunisierung mit mehreren Impfungen notwendig. Lassen Sie sich da nichts einreden. Eine einzige Auffrischung reicht, um alles wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Bei der Grundimmunisierung dagegen kann ein Versemmeln der richtigen Zeitabstände (zum Beispiel ein Intervall von sechs Wochen anstatt drei bis vier) dazu führen, dass man wieder von vorne anfangen darf.
So, geschafft! Und was machen wir jetzt bei uns in der Praxis? Liebend gerne würde ich mich präzise an den "Goldstandard" der Stiko-Leitlinie halten (und habe das auch jahrelang getan), weil man dadurch als Tierarzt rechtlich mehr oder weniger unangreifbar wird. Unter dem schon mehrfach erwähnten Impfmotto "So wenig wie möglich, so häufig wie nötig" sind mir aber die deutlich progressiveren Empfehlungen der Münchner Kleintierklinik unter Frau Prof. Dr. Hartmann wesentlich sympathischer. Katrin Hartmann ist übrigens auch Mitglied der Stiko Vet und scheint mit den Impfempfehlungen der von ihr geleiteten Universitätstierklinik einen Standpunkt zum Ausdruck zu bringen, mit dem sie sich in der Kommission eventuell nicht ganz durchsetzen konnte.
Ich drifte also in meinem Impfverhalten schon seit einiger Zeit immer mehr in Richtung Münchner Impfschema und bin mit dem (auch in München eingesetzten) Titer-Schnelltest jetzt auch bereit und in der Lage, den nächsten Schritt zu noch längeren Impfintervallen zu gehen. Der Schnelltest kann zu verschiedenen Zeitpunkten in der "Impfkarriere" des Tieres zum Einsatz kommen, um die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung zu verifizieren, zum Beispiel vor der letzten Impfung der Grundimmunisierung mit 15 Monaten oder drei Jahre nach dieser. Sowohl die unter Impfkritikern berühmten Untersuchungen von Prof. Ron Schultz (Mitglied der Vaccination Guideline Group der WSAVA) als auch die in der Humanmedizin üblichen Impfleitlinien und die von uns in der Praxis bisher durchgeführten Schnelltests geben uns klare Hinweise darauf, dass eine sauber durchgezogene Grundimmunisierung in vielen (aber sicher nicht allen!) Fällen einen zumindest für viele Jahre, wenn nicht sogar lebenslang anhaltenden Impfschutz gewährt.
Die jetzt von den Kommissionen angeführten und auch in den Beipackzetteln der Hersteller genannten Immunitätsfristen sagen rein gar nichts über die echte DOI. Sie sind nur Ausdruck der bisher hieb- und stichfest beweisbaren bzw. für die Zulassung der jeweiligen Impfstoffe gewählten Zeiträume. Ich habe also kein Problem damit, wenn sich ein Tierbesitzer auf eigene Verantwortung dazu entschließen sollte, auch mal (mit oder ohne Schnelltest, je nach Sicherheitsbedürfnis) länger als drei Jahre mit der SHP(Pi)-Combo beim Hund oder der Seuche/Schnupfen-Combo bei der Katze auszusetzen. Ich bin mir, wenn auch nicht hundertprozentig, so doch ziemlich sicher, dass das kein Problem sein sollte.
Übrigens: Mit das größte Problem bei dem Versuch, längere Impfintervalle durchzusetzen bzw. den Kunden zu empfehlen, dürften die Zuchtverbände und -vereine sowie Tierpensionsinhaber darstellen. Bei Hunde-Großveranstaltungen und Turnieren muss man froh sein, wenn man bei der Einlasskontrolle nicht auf einen verknöcherten Alt-Funktionär stößt, der noch nie was von dreijährigen Impfintervallen gehört hat und einen mit aus tiermedizinischer Sicht perfekt geführtem Impfpass wieder nach Hause schickt. Für Besitzer, die solche Veranstaltungen besuchen oder ihr Tier von Zeit zu Zeit in Tierpensionen unterbringen wollen, verbieten sich aus diesen Gründen bislang jegliche Experimente mit den Nachimpfintervallen. In solchen Fällen kann ich nur dazu raten, sich genau an die Leitlinien der Stiko Vet zu halten.
Damit wir nicht zu überschwänglich werden, jetzt mal zur anderen Seite der Medaille: So ganz komme ich als wissenschaftlich arbeitender Tierarzt dann doch nicht aus meiner Haut raus. Ein gewisses Unbehagen, sozusagen ein Restzweifel, bleibt. Ich würde halt gerne Beweise für eine sieben- oder zehnjährige oder gar lebenslange Immunitätsdauer sehen, und die liegen bislang leider nicht wirklich vor. Auf gut Deutsch: Es kostet mich kleinen Praktiker ganz schön Nerven, gegen die Großkopfeten der Immunologie anzustinken und meinen Patienten zu raten, unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. dauerkrankes, altes Tier) auf Nachimpfungen weitgehend zu verzichten. Ich wäre auch sehr ungern für einen Patienten verantwortlich, der das Sprichwort vom Krug, der so lange zum Brunnen geht, bis er bricht, durch eine fatale Erkrankung bestätigt. Man denke nur an die aktuell wieder zunehmenden Parvovirose-Infektionen durch Importwelpen. Wir müssen uns da schrittweise vorarbeiten, was logischerweise nur in Echtzeit geht. Die Tiere, deren Impfstatus beobachtet wird, um bezüglich der notwendigen Impfintervalle neue Daten zu gewinnen, müssen ja auch erst mal fünf, zehn oder fünfzehn Jahre alt werden, bis man entsprechende Aussagen treffen kann. Da braucht es schon mehr als nur ein wenig Geduld. Und wir müssen uns immer mal wieder daran erinnern, dass wir in der Tiermedizin mit der Staupe, der Parvovirose, der Katzenseuche, der Felinen Leukämie und natürlich der Tollwut gegen Krankheiten impfen, die nicht nur ein wenig unangenehm, sondern echte Killer sind. Allzu viel Spielraum für Fehler gibt es da nicht.
Dazu kommt ein in meinen Augen sehr gewichtiger, von Impfkritikern aber gern übersehener ethischer Aspekt: Wirklich beweisende Untersuchungen zur Immunitätsdauer (DOI) sind zwangsläufig Challenge-Versuche, denn die Impftiter allein helfen uns diesbezüglich nicht weiter. Bei Challenge-Versuchen werden Hunde und Katzen, die vor so und so langer Zeit geimpft wurden, vorsätzlich mit dem echten Felderreger infiziert, um dann zu sehen, ob sie noch ausreichend geschützt sind. Sind sie es nicht mehr, werden sie natürlich krank und landen in der Pathologie. Nicht wirklich nett für die jeweiligen Probanden! Will man das konsequent durchziehen, benötigt man ganze Kohorten von Versuchstieren, die nach meinem Verständnis während der zu beobachtenden Zeiträume (also über viele Jahre) eigentlich komplett isoliert gehalten werden müssten, da sie ja ansonsten in freier Wildbahn dem echten Felderreger begegnen könnten, der dadurch für eine Nachimpfung auf natürlichem Wege sorgt. Es stellt sich also in Anbetracht der sehr kleinen bis geradezu winzigen Nebenwirkungswahrscheinlichkeiten von Impfungen schon die Frage, wie hysterisch und egoistisch wir sein und wie viele Versuchstiere wir dran glauben lassen wollen, nur damit unser eigener Vierbeiner ja nicht einmal zu viel geimpft wird.
Warum überhaupt die ganze Wallung und der enorme Aufwand? Warum ballern wir nicht weiter wie früher unter dem Motto "Sicher ist sicher" einfach jedes Jahr alles in das Tier rein, was geht? Nun, ganz einfach: Weil es sich im Lauf der Jahre zunehmend als unnötig herausgestellt hat. Bei einer ganz und gar unnötigen Intervention gelten auch noch so kleine Nebenwirkungsrisiken als inakzeptabel.
Welche unerwünschten Nebenwirkungen machen uns eigentlich Sorgen? Mal abgesehen von den für Impfungen generell üblichen Problemen wie Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der Impfstelle, Abgeschlagenheit, leichtem Fieber, allergischen Reaktionen usw., also Dingen, die im Vergleich zu den Krankheiten, gegen die man impft, Kleinigkeiten sind, gibt es zwei Sachen, die einem wirklich Bauchweh machen können:
- Das injektionsassoziierte Fibrosarkom der Katze: Jede Injektion (nicht nur Impfungen!), die eine lokale Entzündung der Unterhaut verursacht, hat mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 5000 das Potential, Jahre später ein Fibrosarkom, einen sehr bösartigen Tumor des Bindegewebes, auszulösen. Deshalb auch die Verlagerung des bevorzugten Injektionsortes am Körper der Katze vom Nacken zur seitlichen Bauchwand oder an die Hintergliedmaße, wo diese Art von Tumor besser operiert werden kann. Deshalb auch das Bemühen, die Katze wirklich mit so langen Intervallen wie möglich zu impfen. Und deshalb auch die in unserer Praxis verwendete komplett adjuvantienfreie Katzen-Impfstoff-Linie Purevax, die durch das (technisch schwierige) Weglassen von Adjuvantien weniger entzündungsauslösend ist und damit auch weniger Fibrosarkome verursachen sollte.
- Impfungen können unter bestimmten Umständen Autoimmunerkrankungen auslösen. Spätestens seit dem unstrittigen Nachweis des Zusammenhanges zwischen dem Human-Impfstoff Pandemrix (gegen das Schweinegrippe-Virus H1N1) und dem vermehrten Auftreten der Narkolepsie (geimpfte Personen haben ein 13-faches Risiko im Vergleich zu ungeimpften) dürfte das als gesichert gelten. Für den Hund wird ein Zusammenhang zwischen bestimmten Impfungen (Leptospirose?) und immunvermittelten Krankheiten wie zum Beispiel der Autoimmunen Hämolytischen Anämie (AHA) zumindest diskutiert. Da reden wir von sehr schlimmen und absolut lebensbedrohlichen Krankheiten, die man keinem wünschen möchte. Wir wollen sie dementsprechend auch nicht durch zu häufiges Impfen auslösen. Andererseits: Für einen Haustierarzt wie mich, der im Jahr weit über 5000 Patienten sieht, können viele Jahre vergehen, bis er mal wieder eine AHA auf den Tisch bekommt. In Anbetracht der Tatsache, dass so gut wie jeder meiner Patienten auch geimpft ist, ist das natürlich nichts, weswegen man panisch werden müsste. Das gilt übrigens auch für den erwähnten Zusammenhang zwischen dem Impfstoff Pandemrix und der Narkolepsie: Etwa 6,4 Millionen Deutsche haben diese Impfung erhalten, die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle von Narkolepsie liegt bei 50 bis 60.
Ansonsten werden von verschiedenen Seiten alle möglichen Erkrankungen mit Impfungen in Verbindung gebracht, ohne dass es dafür wissenschaftlich tragfähige Beweise gäbe. Man muss ja heutzutage nur einen epileptischen Anfall beim Hund mit dem Handy filmen, ihn auf Facebook stellen und einfach behaupten, dass die L4-Impfung von vor drei Tagen, drei Wochen oder drei Monaten das verursacht hätte, und schon glauben das wieder ein paar Millionen. Schließlich steht es im Internet, also muss es ja wohl stimmen. Na ja, da machste nix dran! Meine sicher vielen von Ihnen bekannte Kollegin Sophie Strodtbeck kontert solche geistig reichlich einfach gestrickten Schlussfolgerungen gerne mit der Bemerkung, dass die meisten Hunde, die einen ersten epileptischen Anfall bekommen, höchstens eine Stunde zuvor durch eine Tür gegangen sind, was aber nicht bedeuten muss, dass das Durchschreiten von Türen Epilepsie auslöst. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich kann wissenschaftlich nicht ausschließen, dass Impfungen in extrem seltenen Fällen auch eine Epilepsie auslösen können. Das Gegenteil, also der Beweis dafür, ist aber bisher eben auch nicht angetreten worden.
Wenn wir von Nebenwirkungen reden, müssen wir uns auch noch kurz um das Thema Adjuvantien kümmern. Adjuvantien sind Hilfsstoffe, die der Impfung (in der Regel einem Totimpfstoff) beigegeben werden, um eine stärkere Immunantwort auszulösen. Viele Menschen fürchten sich vor Adjuvantien, trotz einer ziemlich eindeutigen Datenlage zur Ungefährlichkeit dieser Hilfsstoffe. Was Adjuvantien angeht, sieht es bei unseren vierbeinigen Patienten gar nicht so schlecht aus. Katzen können wir dank der von uns verwendeten Purevax-Impfstoff-Linie lebenslang adjuvantienfrei impfen. Beim Hund stoßen wir nur beim Tollwut-Impfstoff auf ein Adjuvans auf Aluminiumphosphat-Basis. Typischerweise lassen Adjuvantien die Mediziner völlig kalt (auch bei sich selbst), die Impfkritiker dagegen machen sich deswegen regelmäßig in die Hose. Wie auch immer man dazu stehen mag: Der für die Katze zugelassene und adjuvantienfreie Purevax-Tollwut-Impfstoff lässt hoffen, dass es auch für den Hund alsbald so etwas geben könnte. Dann wäre wenigstens Ruhe mit dem Theater.
Aber, oh weh, sowohl im Tollwut- als auch im Leptospirose-Impfstoff findet sich das Konservierungsmittel Thiomersal! Quecksilber. Supergiftig. Und wieder sitzt der Mediziner ungerührt da und lacht sich eins über die grassierende Paranoia. Bei Thiomersal handelt es sich um Ethylquecksilber, das wesentlich schneller wieder aus dem Körper ausgeschieden wird als das mit der Nahrung aufgenommene Methylquecksilber. Und wie das Methylquecksilber mit der Nahrung aufgenommen wird! Wenn Sie Ihrem Vierbeiner Dosen oder Trockenfutter mit Fischanteil kaufen, bekommt er mit jeder Mahlzeit mehr Quecksilber ab als mit der einen Impfdosis einmal im Jahr. Also lasst uns bitte auf dem Teppich bleiben!
Ein abschließendes Fazit bzw. persönliches Statement in griffigen Sätzen (in Fachpublikationen nennt man das seit einiger Zeit ganz hip und modern "Take Home"):
- Die Leitlinien der Ständigen Impfkommission Vet sind seit Jahren für Deutschland der „Goldstandard“. Kolleginnen und Kollegen, die immer noch stur jährlich gegen alles impfen, machen dem Berufsstand damit keine Ehre und verhalten sich ihren Kunden gegenüber nicht korrekt.
- Es sollte keinem Tierarzt vorgeworfen werden, wenn er sich an die Leitlinien der Stiko Vet hält und noch längere Impfintervalle als verfrüht und zu riskant ablehnt. Jeder hätte gern berufliche Rechtssicherheit, und die ist mit dem genauen Befolgen der Stiko-Leitlinien weitgehend zu bekommen.
- Allerdings stehen in meinen Augen die Stiko-Empfehlungen im Vergleich zu anderen Leitlinien - und hier besonders denen der Münchner Kleintierklinik - schon wieder ein wenig altbacken da. Eventuell tut sich da aber bald was Neues, nachdem die Kommission gerade von Grund auf umorganisiert wurde.
- Die perfekte Grundimmunisierung ist meine persönliche heilige Kuh! Meiner Meinung nach entstehen die meisten Impflücken durch eine schlampige oder unvollständige Grundimmunisierung.
- Wenn sich ein Tierbesitzer auf eigene Verantwortung dazu entschließt, nach einer guten Grundimmunisierung (!) mehr als dreijährige Impfintervalle anzustreben oder gegen die Krankheiten, für die das in Frage kommt, ab einem bestimmten Alter gar nicht mehr impfen zu lassen, dann bin ich der Letzte, der da im Weg steht. Titer-Schnelltests sind dafür nicht unverzichtbar, können aber eine gewisse Orientierungshilfe in diesem unübersichtlichen Gelände bieten.
- Wie die Guideline Group der WSAVA und so einige andere Kolleginnen und Kollegen bin ich - ohne es beweisen zu können - der Meinung, dass eine gut aufgebaute Immunität gegen Viruserkrankungen viele Jahre, vielleicht sogar lebenslang bestehen bleibt. Es muss aber auch klar sein, dass mit dem Ausreizen der Nachimpfintervalle ein gewisses Risiko verbunden ist.
- Impfungen gegen Krankheiten, die nur in jungen Jahren ein Risiko darstellen, sollten auch entsprechend zur richtigen Zeit eingestellt werden. Dies betrifft vor allem die FeLV-Impfung bei der Katze, die wir nur bis zum siebten Lebensjahr geben. Bei Hunden, die nicht regelmäßig einem erhöhten Infektionsdruck (z.B. auf Großveranstaltungen) ausgesetzt sind, kann nach erfolgter Grundimmunisierung die Nachimpfung gegen Parainfluenza wegfallen.
- Was für den einen Hund oder die eine Katze richtig sein mag, ist es noch lange nicht für jedes Tier. Es ist deshalb in jedem Fall wichtig, unter Berücksichtigung vieler Faktoren (aktueller Stand der Wissenschaft, Vorgeschichte, Alter, Lebensumstände, Dauererkrankungen, etc.) für das jeweilige Tier einen maßgeschneiderten Impfplan zu formulieren.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie vor etwa 25 Jahren Professor Marian Horzinek (Mitglied sowohl der Stiko Vet als auch der Vaccination Guideline Group der WSAVA) auf der Bühne der Baden Badener Kleintiertage stand und provokant fragte: "Wie oft haben Sie sich denn gegen Masern nachimpfen lassen? Gar nicht? Warum impfen Sie dann die Staupe beim Hund jedes Jahr?" (Man muss dazu wissen, dass das Staupe- und das Masernvirus sehr eng verwandt sind.) Als ganz junger Tierarzt, dem man das jährliche Nachimpfen richtig ordentlich eingeimpft hatte, dachte ich für mich und sicher gemeinsam mit 90 Prozent der anwesenden Kolleginnen und Kollegen: "Wo ist der Typ denn ausgebrochen?". Das, worüber wir heute diskutieren, hätte ich mir damals sicher nicht träumen lassen.
So, das war's jetzt aber. Ich bin sicher, dass es in den Kommentaren auf Facebook neben viel Zustimmung auch wieder jede Menge Propaganda von Impfverweigerern (Anti-Vaxxern) geben wird, die sowieso erst dann zufrieden wären, wenn wir verblendeten Big-Pharma-Impfsklaven endlich zugeben würden, dass sie die Schlausten überhaupt sind. Und ich möchte wetten, dass wieder irgendwer völlig zusammenhanglos verkünden wird: Wir BARFEN. Aber das alles soll die große Mehrheit der Vernünftigen nicht weiter kratzen. Ich hoffe, Sie empfinden meine Informationen als nützlich, und bitte Sie wie gewohnt:
Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr
© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Römerstraße 71, 89077 Ulm
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